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''Er war betrunken''Vilimsky bekommt FPÖ-Schützenhilfe für Juncker-Kritik

Die umstrittene Aufforderung des freiheitlichen Generalsekretärs an EU-Kommissionschef, nach dem bekannt gewordenen Video zurückzutreten, schlägt seither hohe Wellen.

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© APA/AFP/YANN COATSALIOU
 

Die Debatte um die Rücktrittsaufforderung von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky an EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker wegen dessen Auftritt beim EU-NATO-Gipfel setzte sich am Montag fort. "Wir werden unser Programm zu Ende führen", wies ein EU-Kommissionssprecher am Montag die Aufforderung des EU-Abgeordneten zurück. Unterstützung bekam Vilimsky indes aus den eigenen Reihen.

Juncker habe bei seiner Amtseinsetzung das Vertrauen des Europaparlaments und des Europäischen Rates bekommen, antwortete der Sprecher der Brüsseler Behörde auf eine entsprechende Journalistenfrage. Ansprechpartner für die EU-Kommission sei die österreichische Regierung und "nicht Einzelpersonen". Mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) habe es aktuell keine Kontakte gegeben.

Der Kommissionssprecher betonte auch, es habe zuletzt aber ein "produktives Treffen" zwischen der EU-Kommission und der österreichischen Bundesregierung stattgefunden. Die EU-Kommission werde sich auch weiter für einen soliden und produktiven Austausch einsetzen. Österreich ist seit Anfang Juli bis Ende des Jahres EU-Ratsvorsitzender.

Vilimsky: Juncker war betrunken

Vilimsky hatte am Wochenende seine Rücktrittsaufforderung an EU-Kommissionspräsident Juncker und seinen Verdacht vom Freitag bekräftigt, dass dieser beim NATO-Gipfel am Mittwoch betrunken war. Die EU-Kommission reagierte auf entsprechende Berichte und wies darauf hin, dass der seit Jahren an Rückenproblemen leidende Juncker am Mittwoch einen akuten Ischias-Krampf gehabt habe.

Ein im Netz verbreitetes Video zeigt, dass Juncker bei der Aufstellung für das "Familienfoto" vor dem NATO-Galadiner nicht auf das Podium steigen konnte. Er schwankte und wurde von mehreren Regierungschefs gestützt. Später gab es Bilder des EU-Kommissionschefs im Rollstuhl.

Aus dem Bundeskanzleramt hieß es am Montag auf APA-Anfrage erneut, dass man die Vilimsky-Aussagen nicht kommentieren wolle. Auch Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) betonte, sie sei beim EU-Außenministerrat am Montag in Brüssel darauf nicht angesprochen worden, "es ist in keinster Weise ein Thema". Und: "Ich kommentiere das einfach nicht."

FPÖ stellt sich hinter Vilimsky

Zur Seite sprangen Vilimsky seine freiheitlichen Parteikollegen. Co-Generalsekretär Christian Hafeneker erklärte am Montag im Ö1-Morgenjournal: "Wenn ich einen Ischias-Anfall habe - und ich hatte schon einen -, dann steht man schmerzverkrümmt in einer Ecke und taumelt nicht in der Gegend herum und versucht noch, Staatsoberhäupter sozusagen zu unterhalten, sondern man ist mit sich selbst beschäftigt". Vilimsky habe nur das ausgesprochen, was sich viele Menschen anlässlich eines viral gegangenen Videos gedacht hatte. Das Video war ihm zufolge "beharrlich" von den "Systemmedien - unter Anführungszeichen - verschwiegen worden", sagte Hafenecker weiter.

Auch Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache teilte am Samstag auf seiner privaten Facebookseite einen Link mit dem Zeitungsbericht "Torkelnder Junker: Vilimsky legt nach" und seinem Kommentar: "Ich denke jeder der die Videobilder persönlich gesehen hat, kann sich selbst sein Bild machen!". Darunter schrieb er dann wortwörtlich: "Ischias ist mit großen Schmerzen verbunden und man hat sicher dabei auch einen schmerzvollen und nicht heiteren Gesichtsausdruck!"

Scharfe Kritik aus ÖVP

Scharfe Kritik kam indes unter anderem von EU-Kommissar Johannes Hahn, dem ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, und der SPÖ sowie der Liste Pilz. Die beiden Oppositionsparteien forderten am Montag ein Handeln des ÖVP-Chefs gegenüber seinem Koalitionspartner. SPÖ-Europasprecher Jörg Leichtfried schrieb in einer Aussendung: "Diese absurden Entgleisungen zeugen von der moralischen Fragwürdigkeit mancher Freiheitlichen, die sich nicht einmal während des österreichischen EU-Ratsvorsitzes zurückhalten können. Wann greift Bundeskanzler Sebastian Kurz endlich ein, um dieses mehr als unwürdige Schauspiel in der Regierung zu beenden und hört auf, sich wegzuducken? Das alles passiert unter seiner Verantwortung."

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Danke für Ihr Verständnis.

Kunierer
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Ja ja zu viel Schampustrinken

macht bekanntlich Dumm in der Birne. Der Schweigekanzler neu will scheinbar dazu keinen Kommentar abgeben. Wenn er‘s nur aushält der Basti?

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himmel17
2
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Einsparungspotenzial

Viele Österreicherinnen und Österreicher mit Anstand denken sich, dass es reicht! Vilimsky und Hafeneker verskandalisieren Österreich auf unsere Kosten. Ersparen wir uns die beiden!

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mapem
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Tja, man kennt das ja bei den Blauen …

immer wieder plappert da einer was raus, was dort alle denken … und das sind dann die schon berühmten „Einzelfälle“ – gell! … Und – kurios – selbst als „Einzellfälle“ gäben Vilimskys Outlets immer wieder was her.
Als jemand, dieser blauen Elite, die sich ja angeblich alle so für den kleinen Mann einsetzen, tut´s schon direkt weh, wenn man sich vorstellt, dass dieser Herr knapp 9.000 Euronen + ein paar Tausender extra als „Kostenvergütungspauschale“ + Diäten usw. 14mal im Jahr einsackt.
Und als „Leistung“ serviert er uns seine tiefe Bewunderung für den Trumpel und Champagner-Gelage mit den frz. Kollegen.
Unglaublich, was da die Austriaken zusammenwählen – da bekommst ja schon fast einen Ischias-Anfall …

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SoundofThunder
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Beim nächsten Besäufnis der internationalen Rechten auf unsere Kosten...

...werden wir den Rücktritt von Vilimsky,HC fordern.

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X22
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Anscheinend sind unsere blauen Helden nicht in der Lage Texte Sinnerfassend zu verstehen, warum komm ich zu dieser Annahme, ja ich hab einfach "Ischias" gegoogelt, das hat der Herr mit dem ausdrucksstarken gezeichneten Gesicht ja auch behauptet, als erster Stelle kommt die Seite vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, die widmet dem Ischias eine ganze Seite (gut gemacht), mit Ursachen, Symptome, Diagnose, Unterschiedliche Therapiemethoden eine gute Beschreibung des Krankenbilds.

Symptome
Ischiasschmerzen werden häufig als dumpf, pochend oder wie ein elektrischer Schlag beschrieben. Sie beginnen oft ganz plötzlich, „wie aus heiterem Himmel“. Meist ist nur eine Körperhälfte betroffen und die Schmerzen strahlen in den gesamten Verlauf des Nervs von der Lendengegend über das Gefäß bis ins Bein oder den Fuß aus. Mögliche Begleiterscheinungen sind Taubheitsgefühle, Kribbeln, erhöhte Empfindlichkeit, Brennen, Muskelschwäche oder sogar Lähmungen. Infolge des Schmerzes an der Nervenaustrittstelle verkrampft sich die Muskulatur im Bereich der Wirbelsäule. Dadurch werden die Schmerzen weiter verstärkt. Häufig wird unbewusst eine Schonhaltung eingenommen, z.B. indem der Oberkörper seitwärts gebeugt wird.

Bestimmte Aktivitäten oder Körperhaltungen wie z.B. Husten, Niesen, Liegen, Sitzen oder Stehen können die Beschwerden verschlimmern. So wird durch das Vorbeugen mit gestreckten Beinen zu den Zehenspitzen bzw. das Anheben des gestreckten Beines in der Rückenlage der Ischiasnerv gedehnt und schmerzt dadurch stärker (Lasègue-Zeichen). Hingegen werden die Beschwerden häufig durch Gehen besser.

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leserderzeiten
10
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Blickdiagnose, ist halt keine ordentliche Diagnose.

Wenn doch, dann diagnostiziere ich jetzt fast allen türkis- blauen, Hirnschwund im Anfangsstadium mit schlechter Prognose.
Rezept ohne Gebühr:
Die Hoffnung stirb zuletzt

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Hafenecker: "Vilimsky hat ausgesprochen, was sich viele Leute denken"

Des schaut daun so aus:
Unterstützung bekam Vilimsky indes aus den eigenen Reihen.

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Irgendeiner
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Und unser Kanzler schweigt wieder mal,

er ist wohl überrascht, ich bin mir nur nicht sicher, ist er so überrascht wie ich es bin wenn was unvorhergesehenes passiert oder mehr so überracht wie ers bei Mitterlehner war.

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Irgendeiner
6
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Naja,wenn sie im Fettnapf sitzen müssens noch

rumpritscheln und Herr Strache ich weiß nicht wie man von Unsicherheit beim Gehen messerscharf darauf schließen kann einer sei betrunken,aber man kann ja so leicht in den Verdacht geraten Alkoholiker zu sein, wissens Herr Strache,ich bin ja älter als Sie und ich trinke auch natürlich schon länger als sie Bier, ich bin kein Kind von Traurigkeit, zugegeben, aber drei auf einmal hab ich mir in der ganzen Zeit noch nicht bestellt,man lacht.Was sagens zu der Evidenz die jeder sehen konnte?

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Apulio
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Und der BK schweigt und schweigt.........:....

weiß er keine Antwort, oder fehlt ihm der Intellekt für eine entspreche Antwort, oder nimmt er die Funktionäre seines Regierungspartner nicht ernst genug?????

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fortus01
7
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Hr. Vilimsky

Vielleicht war ja bei Hrn. Hofer auch kein "akuter" Notfall gegeben, als ihm sein Hndy aus dem fenster gefallen ist, fragen Sie mal nach!

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Apulio
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Dass Menschen nach schweren Unfällen

oft gehbehindert sind sollte in der FPÖ eigentlich bekannt sein.

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hbratschi
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auch wenn ihre herzen tiefbraun sind,...

...sind unsere stammen liederträllerer meistens blau. wenigstens stehen sie dazu, wie ihre parteifarbe zeigt. und ihr meistfrequentiertes vereinslokal dürfte ja auch nicht zufällig das bierzelt sein...

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voit60
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so was Peinliches

vertritt unser Land in Brüssel.

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Lodengrün
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FPÖ-Schützenhilfe für Juncker-Kritik

No na. Da kratzt doch keine Krähe der anderen ein Auge aus. Die wollen halt bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit der EU an den Karren fahren. Methode der Nadelstiche. Nur die Leute sind dort nicht auf den Kopf gefallen und bewerten nicht nur die ohnehin schon aufregende FPÖ sondern unseren Kanzler gleich mit. Und der hat ja gebeten uns nach den Taten zu messen.

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isogs
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einfach dumm

wie kann man schon im ersten Monat des EU Vorsitzes die Stimmung zerstören!
Diese Partei ist nicht regierungstauglich! Leider Herr Kurz!
Stellung beziehen, nicht komunizieren geht nicht! Auch Schweigen sagt vieles, Zustimmung?

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schadstoffarm
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das ist die Zukunft der Medizin

Laien die Ferndiagnosen stellen. Man könnte die Medizinerausbildung auf einen Computerführerschein verkürzen.

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bmn_kleine
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Re die Zukunft der Medizin

Die Ferndiagnosenausbildung wäre ja auch etwas für die Polizei um Alkolenker zu finden...
Da könnten sich HC, Villimsky und Co bewerben. Vielleicht könnten die wenigstens da etwas Sinnvolles machen

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bmn_kleine
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Ich habe gar nicht gewusst,

dass HC und dieser Hafenecker Mediziner sind und noch dazu Ferndiagnosen stellen können.

Aber der FP ist ja keine an den Haaren herbeigezogene Unterstellung zu blöd, um die nicht zu veröffentlichen. Das hat diese Partei ja bisher schon hinlänglich bewiesen.

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