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USA auf BlockadekursG7-Gipfel: Trump stellt sich gegen Klimaabkommen

Beim Thema Klimawandel konnten die G7-Staaten ihre Differenz nicht überwinden. Immerhin: Die USA ist auch gegen Protektionismus.

Angela Merkel und Donald Trump diskutieren
Angela Merkel und Donald Trump diskutieren © AFP
 

Die großen Industrienationen sind beim G-7-Gipfel mit dem Versuch gescheitert, US-Präsident Donald Trump in der Klimapolitik auf ihre Seite zu ziehen. Als einziger Teilnehmer des Treffens in Italien lehnte Trump ein Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzvertrag ab. Eine endgültige Entscheidung will er nächste Woche treffen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die Klima-Debatte beim G-7 in Taormina daher "sehr unzufriedenstellend".

Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn sieht den US-Präsidenten deswegen aber nicht in einer isolierten Position. Die Gespräche seien solide gewesen, die Mitgliedsstaaten seien sich gegenseitig entgegengekommen, erklärte er. Die Abschlusserklärung mache deutlich, dass die anderen Staats- und Regierungschefs es respektierten, dass sich die USA Zeit für die Entscheidung nähmen, erklärte er.

USA macht bei Klima nicht mit

Bei der Haltung zum Klimaabkommen stehe es sechs zu eins, sagte Merkel nach dem Ende der Beratungen am Samstag. "Das heißt, es gibt keinerlei Anzeichen bis jetzt, ob die USA im Pariser Abkommen verbleiben werden oder nicht." Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sagte hingegen, er sehe "Fortschritt" in den Diskussionen mit Trump über das Klima.

Taormina: G7: Harmonie herrscht nur beim Konzert

In dem antiken Amphitheater am G7-Tagungsort Taormina gaben die Philharmonika der Mailänder Scala ein Konzert für die Staats- und Regierungschefs der G7 und wichtigen Funktionäre internationaler Organisationen.

(c) AP (Andrew Medichini)

Gastgeberland Italien war durch Staatssekretärin Elena Boschi vertreten.

(c) APA/AFP/TIZIANA FABI (TIZIANA FABI)

Donald Trump kam natürlich mit seiner Frau Melania

(c) AP (Andrew Medichini)

Japans Premierminister Shinzo Abe mit seiner Frau Aki

(c) APA/AFP/POOL/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)

Angela Merkel mit Ehemann Joachim Sauer

(c) AP (Angelo Carconi)

Emanuel Macron mit Frankreichs First Lady Brigitte

(c) APA/AFP/POOL/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)

Kanadas Premierminister Justin Trudeau kam ohne Begleitung

(c) AP (Angelo Carconi)

Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kam alleine zum Konzert

(c) APA/AFP/POOL/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)

Der Präsident der Weltbank Jim Yong Kim nahm seine Frau mit

(c) APA/AFP/POOL/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)

IWF-Chefin Christine Lagarde mit Ehemann Xavier Gioccanti

(c) APA/AFP/POOL/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)

OECD-Generalsekretär Angel Gurria mit seiner Gattin

(c) APA/AFP/MIGUEL MEDINA (MIGUEL MEDINA)

Ein kurzes Handshake vor Beginn des Konzertes

(c) AP (Stephen Crowley)

Und dann lauschen die Staatschefs und Vertreter der Organisationen den Klängen des weltbekannten Orchesters. Ein seltener Moment der Harmonie bei dem Treffen

(c) APA/AFP/POOL/STEPHEN CROWLEY (STEPHEN CROWLEY)

... oder vielleicht doch nicht.

(c) AP (Andrew Medichini)
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Die Isolation der USA in der Frage wurde auch in der Abschlusserklärung klar erwähnt, was ungewöhnlich für die G-7 ist. Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und Frankreich bekräftigten demnach ihre "starke Unterstützung" für den Klimavertrag, während die USA ihre Haltung dazu noch prüften und sich deshalb diesem Konsens nicht anschließen könnten, heißt es in dem Dokument.

Das Klimaabkommen war Ende 2015 bei einer UN-Konferenz in Paris beschlossen worden, es gilt als Meilenstein im Kampf gegen den Klimawandel. Es sieht vor, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und die Erderwärmung zu begrenzen.

Nachteile für US-Wirtschaft

Trump stellt das Abkommen in Frage, da er Nachteile für die US-Wirtschaft befürchtet. Er hatte im Wahlkampf den Ausstieg der USA aus dem Abkommen angekündigt, sich aber nach seiner Amtsübernahme nicht festgelegt. Am Ende des G-7-Gipfels kündigte er über Twitter an: "Ich werde meine endgültige Entscheidung zu dem Paris-Abkommen in der nächsten Woche treffen."

Eine Abkehr der USA als zweitgrößter Verursacher von Treibhausgasen nach China könnte ein fatales Signal für den G-20-Gipfel im Juli in Hamburg sein. "Beim G-20-Gipfel muss jetzt in einem Klima- und Energie-Aktionsplan konkretisiert werden, was genau Umsetzung des Paris-Abkommens für die 20 größten Industrie- und Schwellenländer bedeutet", forderte Christoph Bals von der Umweltorganisation Germanwatch.

Annäherung bei Handel

Zu einer Annäherung zwischen Trump und den sechs anderen Gipfelteilnehmern kam es in der Handelspolitik. Auch hier war zunächst eine tiefe Spaltung befürchtet worden: Sprachen sich die G-7 in der Vergangenheit stets für einen freien Handel aus, kündigte Trump wiederholt eine protektionistische Wirtschaftspolitik an.

Merkel räumte ein, es habe "sehr harte Auseinandersetzungen und Diskussionen" über das Thema Handel gegeben. Dann sei aber eine "vernünftige Lösung" gefunden worden. Die G-7 bekennen sich in der Abschlusserklärung nun dazu, "Märkte offen zu halten und Protektionismus zu bekämpfen, während wir uns gegen alle ungerechten Handelspraktiken stellen".

Vage Formulierung zum Thema Flüchtlinge

Entgegen ursprünglicher Befürchtungen einer weiteren Blockade einigten sich G-7 auch auf eine Passage zum Thema Flüchtlinge. Unter der etwas vagen Überschrift "Mobilität der Menschen" werden die Menschenrechte aller Flüchtlinge und Migranten bekräftigt, aber auch das Recht von Staaten, ihre Grenzen zu kontrollieren.

Einigkeit demonstrierten die G-7 zudem gegenüber Russland - und drohten Moskau weitere Strafmaßnahmen im Ukraine-Konflikt an. Die Gipfelerklärung von Taormina ist nur sechs Seiten lang, während die der vergangenen beiden G-7-Gipfel jeweils rund 30 Seiten zählten.

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Danke für Ihr Verständnis.

SoundofThunder
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🤔

Wenn man daran denkt dass mit der Erderwärmung auch die Temperatur der Ozeane steigen wird,wird es auch Hurrikane geben die über der Kategorie 5 sein werden. Und die werden dann auch die richtigen treffen.Aber das ist Trump of Jericho wurscht.

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Lodengrün
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Wenn der Meeresspiegel steigt

trifft es ohnehin nur die arme Bevölkerung der Megastädte die am Wasser liegen.

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Planck
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Ein weit verbreiteter Irrtum.

Wenn New York 50 Meter unter Wasser liegt, dann nicht nur Harlem, sondern auch Long Island. Und alles dazwischen natürlich, sogar die U-Bahn ;-)
Es trifft eben ALLE, deswegen ist dieser Spinner ja so gefährlich, weil er keine Ahnung, aber Entscheidungsgewalt hat.

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Planck
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Wird ihm nicht wurscht sein.

In der West-Antarktis liegt Eis, das für einen Meeresspiegel-Anstieg von fünf Metern sorgen wird. Das reicht schon mal, um Mar-a-Lago (und natürlich z. B. Miami) zu versenken. Und die Ost-Antarktis ist gut für weitere 50 Meter Meeresspiegel-Anstieg.
Da sitzt er dann in seinem Trumpl-Tower mutterseelenallein.
Ich denke nicht, dass es sein Nachfolger soweit kommen lassen will, selbst, wenn man es dem Vollhonk von Herzen gönnen würde ;-)

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hmw42ax4xcjxo7wqmyu2utw81wg8r0je
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die EU soll Trump links

liegen lassen. Er braucht die EU mehr als wir ihn.

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lieschenmueller
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Der Mann im Foto rechts mit der langen Krawatte

Einen Kübel, mit wird übel.

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Lodengrün
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Aber gutes @Lieschen

bitte nicht sich das schöne Wochenende verderben lassen.

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Lodengrün
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Der Mann befürwortet also

das dieser Planet im wahrsten Sinne des Wortes verbrennt. Gegenmaßnahmen lehnt er ab. Obamacare wird zu Gunsten der Rüstungsinstustrie gecancelt. Frage? Sind da irgendwelche Körner von Humanismus bei ihm zu entdecken? Um ihn zu zitieren sollten ALLE sagen: "You are fired!". Nur ein Wunschdenken, denn unsere blaue Fraktion kann ja gar nicht genug davon kriegen ihm die Zehennägel abzubeissen.

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pesosope
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Europa, der absolute looooser-Kontinent, kämpft gegen den weiteren Abstieg

...und da kommen die Typen, die von den Medien gerne als böse oder dumme Machthaber hervorgehoben werden, gut ins Bild und keiner denkt mehr weiter nach, weil eh die Schuld sind.

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bb65
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And the winner is...

Vladimir Putin. Nach dem Rausschmiss Russlands in 2014 (aus G8 wurde wieder G7) muss sich der Vlad ja krummlachen wenn er sieht wie sein Kumpel Trump genau für den Zwist sorgt den Russland sich wünscht.

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Kristianjarnig
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Leider wahr.

Das interessante daran ist das die US Amerikaner am Ende, dank reger Hilfe von Trump, wohl irgendwann alleine dastehen werden.

Mich würde es bei dieser Politik des blockierens(außer es paßt den Amis in den Sack, dann wird verhandelt) sich bald mal die ganzen "Freunde" der USA sich von denselben abwenden und ihr eigenes Ding aufziehen - letztlich sind die USA nur gut 300 Mio Konsumenten was bei zig milliarden Erdbevölkerung vernachlässigbar ist. Letztlich wäre ein außgrenzen der USA wohl ein guter Weg, dieses Land hat noch nie etwas gemacht was nicht zu deren eigenem Nutzen wäre(sogar in der Berliner Luftbrücke ging es darum Berlin vor den Russen zu erhalten um weiter ein "Dorn" im Fleisch des Riesen zu sein).
Die US Wirtschaft produziert ja außer Waffen auch nichts wirklich brauchbares, die Elektronik mag von den USA vermarktet werden, entwickelt und produziert wird in Asien. Von den Ami Autos will ich gar nicht erst anfangen, selbst die Boeing Flugzeuge hinken mM. nach technisch hinter Airbus her(das kann ich aus leidvoller eigener Erfahrung behaupten).

Letztlich sollte sich Trump nicht allzusehr aus dem Fenster lehnen, der Schuß könnte nach hinten losgehen. Einzig militärisch sind uns die ewig gestrigen dort drüben haushoch überlegen, kein Wunder bei den Unmengen an Geld das dort für diesen sinnlosen Schnick Schnack(11 Flugzeugträger aktiv!!! 2 weitere kommen) rausgeworfen wird. Aber Obamacare kippen, man kann sich nur an den Kopf greifen ob dieses Mannes....

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hgw22
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Sie waren noch nie in den USA!

wer so einen haßerfüllten Stuss schreibt hat keine Ahnung.
Tatsächlich ist die Wirtschaftskraft sowie Innovationsmöglichkeit in den USA unschlagbar. Fahren Sie hin mit offenen Augen! Da wo die Amis stehen werden die korrupten Russen nicht in hundert Jahren sein.

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Kristianjarnig
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@hgw22

Ich war einige Zeit in den USA, das hat nichts mit Haß zu tun sondern der Versuch dieses Volk zu verstehen.

Ich muß zugeben das ich die meiste Zeit VOR 2000 in den USA war, nicht das die Amerikaner damals weniger oberflächlig gewesen wären aber es war schon ein "cooles" Land das einem viele Freiheiten gewährte.

Nach dem berühmten 9/11 war ich nur noch einmal dienstlich dort und es hat mir nicht gefallen was die mit ihrem Land angestellt haben. Ehrlich gesagt kann ich diejenigen ein wenig verstehen die dort behaupten das der Staat damals mitgemischt hat weil einfach zuviele Freiheiten verschwanden die jetzt sehr genau kontrolliert werden.

Hand auf Herz, eine Bevölkerung die einen Busch Junior 2x(!!) wählt, mit der stimmt was nicht. Und wehe man brachte wollte sowas in einer Bar in Texas mal diskutieren, da mußte man froh sein heil rauszukommen weil man den Texaner nicht voll gut fand.

Jetzt haben sie eben den Trump gewählt und es würde mich keineswegs überraschen wenn er in 3 1/2 Jahren nochmals gewählt wird. Der Mann von der Straße mag solche Typen(ist ja in Russland mit Putin nicht anders).

Ich trage nur nicht Ihre rosarote Brille mein guter hgw22, weiter nichts. Und klar ist deren Wirtschaftkraft groß, deren Rüstungsindustrie noch mehr. Was glauben Sie warum die seit Jahrzehnten weltweit zündeln? Irgendwer muß den ganzen Kram kaufen

Ich denke Sie sind etwas voreingenommen, was soll an den Amis besser sein als an den Russen?! Speziell für uns Europäer?

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Kristianjarnig
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Pardon...

...Bush natürlich. Habe den Herren etwas "eingedeutscht"...

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hgw22
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Die derzeitige politische Führung ist natürlich eine Belastung,

aber die amerikanische Elite ist stark genug sich selbst zu erneuern.
Was in Russland unmöglich bleibt.

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differentialrechnung
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die amerikanische Elite

scheint an Herrn Trump ausreichend desinteressiert gewesen zu sein, seine Wahl nicht zu verhindern, wobei sowohl "Elite", als auch "Korruption" von einer eingehenden Begriffsklärung profitieren könnten.

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