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Antonio Guterres

Der Mann, der Österreich sanktionierte, wird Chef der UNO

Der UN-Sicherheitsrat hat den früheren Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks, António Guterres, für den Posten des UN-Generalsekretärs nominiert. Guterres war ein Drahtzieher der Sanktionen gegen Österreich anno 2000.

SUI, Fluechtlingskrise in der EU
Antonio Guterres © EXPA/ Photoshot/ Xinhua
 

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin äußerte sich am Mittwoch in New York zu der Personalie, die von der Vollversammlung allerdings noch bestätigt werden muss. 

Guterres sei der "klare Favorit", sagte Botschafter Tschurkin. Die formelle Nominierung im Sicherheitsrat per Abstimmung soll am Donnerstag stattfinden. Die Zustimmung der Vollversammlung gilt als sicher.

Die Amtszeit Bans läuft mit Jahresende aus. Der Sicherheitsrat hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach Probeabstimmungen abgehalten.

Ban Ki-moon Foto © AP

Der 67-jährige Guterres, der auch portugiesischer Regierungschef war, erhielt dabei stets die meisten Stimmen.

Guterres führte Österreich-Sanktionen an

In Österreich wurde Guterres vor allem bekannt, als am Anfang des Jahres 2000 der damalige portugiesische Regierungschef im Namen der EU-Ratspräsidentschaft die Sanktionsdrohung der 14 Partnerstaaten gegen Österreich für den Fall einer freiheitlichen Regierungsbeteiligung verkündete. Nachdem die Sanktionen schließlich im September 2000 beendet worden waren, erklärte Guterres bei mehreren Gelegenheiten, die Maßnahmen hätten ihren Nutzen gehabt und seien ein großer Erfolg gewesen.

Auswahl

Am heutigen Mittwoch hatte eine nächste Phase der Auswahl begonnen, wobei die fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder Kandidaten per Veto aus dem Rennen werfen konnten. Im Rennen waren u.a. auch der serbische Ex-Außenminister Vuk Jeremic und der slowakische Außenminister Miroslav Lajcak. Im Gespräch waren auch die Vize-Präsidentin der EU-Kommission, die Bulgarin Kristalina Georgieva (Georgiewa), sowie die zuvor von der Regierung in Sofia favorisierte Chefin der UNO-Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation (UNESCO), Irina Bokova (Bokowa).

Osteuropa und Frauen wurden übergangen

Einem ungeschriebenen Verteilungsprinzip zufolge wäre ab 2017 eigentlich ein Kandidat aus der Osthälfte Europas am Zug gewesen. Viele der 193 UNO-Mitgliedsländer plädierten zudem dafür, dass erstmals in der Geschichte der UNO eine Frau die Spitzenposition bekommen soll. Nun soll es ein Westeuropäer und ein Mann werden.

Kommentare (13)

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6df1e54f233707ae64d1e47dd603af98
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Und

jetzt holen wir noch den Josco Fischer als Flüchtlinskoordinator dazu,
was soll dann noch schief gehen?

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Aussenstehender
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Die Sanktionen.

Man hat ja noch Glück gehabt dass diese Sanktionen damals ohne Militärgewalt vollzogen wurden. Wenn wir uns so beklagen, was sollen denn dann erst die Iraker, Libyer und Syrer sagen.

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voit60
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ein wahrlich weiser Mann

der hat schon damals gewußt, was es bedeutet, wenn eine FPÖ in die Regierung kommt. Die Republik hätte noch einiges nicht verscherbeltes Familiensilber (zB 66.000 BUWOG-Wohnungen), und die Gerichte hätten sich viele Verfahren gegen ehemalige Regierungsmitglieder ersparen können.
Aber der Herr Schüssel ist und war natürlich für nichts verantwortlich, er war ja nur Kanzler dieser Skandalregierung.

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Aussenstehender
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@voit 60

Nichts ist vollkommen auf dieser Welt. Auch Herr Schüssel nicht. Aber trotzdem sollte man nicht in den Teller spucken, aus dem man isst.

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xnots1109
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Kann

mir jemand erklären bzw begreiflich machen wofür wir eine UNO eigentlich brauchen?
Ich weiß zwar, was am Papier steht, aber Papier ist bekanntlich geduldig.
Keine Frau, kein Osteuropäer, aber gegen eine rechte Regierung. Da wirds für einige schwer werden zu schimpfen.

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Aussenstehender
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Wofür wir die UNO brauchen ?

Die Sonderbevollmächtigen würden ihnan das erklären können, werden es aber gewiss nicht tun. Sonst würde ihre Aura nicht mehr existieren.

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UHBP
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Ein guter Mann!

Was die Sanktionen gegen Österreich betrifft: Was hätte sich Österreich nicht alles, und vor allem auch an Geld, erspart, hätte wir keine FPÖ auf Bundesebene, man denke nur an die vielen Fehlentscheidungen, Skandale und Gerichtsverhandlungen (Telekom, Buwog, Abfangj. usw.) bzw. auf Landesebene (HYPO Kärnten), gehabt.
In diesen Zusammenhang könnte man durchaus von Weitblick des Herrn Guterres sprechen, im Gegensatz zu vielen Österreichern die heute noch mit "Blindheit" geschlagen sind.

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Ojjo69
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Wer war da

noch schnell an der Spitze?
Ach ja, die FPÖ!!!!

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leider waren die anderen zu feige da mitzutun.

was herausgekommen ist, ist in Österreich eine Partei, die Hass und Ängste schürt und Wähler mit einer Lügengehirnwäsche verdummt, und unser Land zum Untergang der Demokratie treibt.

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tomtitan
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ihr posting sagt sehr viel

über ihr "demokratieverständnis" aus...

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Moby
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Ja,

das sollten wir nie vergessen, wie dieser Mann unser Österreich "sanktioniert" hat mitsamt der EU Verantwortlichen damals. Na ja, die UNO ist auch keine wirklich demokratische Organisation

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Eyeofthebeholder
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@Moby: Die Sanktionen hätten viel härter sein sollen,

dann wäre uns vielleicht so manches von den Blauen verursachte Desaster erspart geblieben.

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voit60
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das wollen sie heute nicht mehr sehen,

die Bläulinge, ihre Katastrophenregierungsbeteiligung, wo im Monatstakt die blauen Minister gewechselt werden mußten.

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