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300 Polizisten im Einsatz

Kurden demonstrierten friedlich in Wien

Friedlich ist am Samstag eine Demonstration kurdischer Gruppen in Wien zu Ende gegangen. Laut Polizei waren zu Spitzenzeiten bis zu 600 Teilnehmer über den Ring gezogen. Die Exekutive war mit rund 300 Beamten im Einsatz.

Kurden-Kundgebung in Wien © APA/EXPA/ MICHAEL GRUBER
 

Ab 16.00 Uhr sammelten sich die Teilnehmer unter dem Motto "Demonstration gegen Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und die Isolation von Abdullah Öcalan" am Schwarzenbergplatz. Kurz nach 17.00 Uhr zog der Demozug dann friedlich über den Ring, dieser wurde rund eine Stunde gesperrt.

Die Polizei begleitete den Demonstrationszug. Bei einer ähnlichen Demo vergangenen Samstag war es am Stephansplatz zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, dabei wurde ein Polizist verletzt.

Ohne Störaktionen

Die Kundgebung diese Woche verlief friedlich und ohne jeglicher Störaktionen, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Unter lauten "Öcalan"-Rufen forderten die Demonstranten auf gelben Transparenten "Freiheit für Abdullah Öcalan" sowie "Freiheit für Kurdistan. Gegendemonstrationen wurden keine angemeldet, auch Störaktionen wie vergangene Woche von einer Gruppe Türken blieben vollständig aus.

Kurz vor 18.00 Uhr erreichte der Demonstrationszug das Parlament. Nach einigen Schlussworten begann bereits wenig später der Abstrom der Teilnehmer. Für die kommende Woche wurde laut Maierhofer noch keine Demonstration angemeldet.

In der Türkei ging die Welle der Festnahmen und Entlassungen zuletzt auch mehr als vier Wochen nach dem Putschversuch weiter. Bisher wurden nach Regierungsangaben über 40.000 Menschen festgenommen, knapp 80.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes mussten ihre Posten räumen.

Der inhaftierte Abdullah Öcalan war Vorsitzender der in der Türkei verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK. 1999 wurde er wegen Hochverrats, Bildung einer terroristischen Vereinigung, Sprengstoffanschlägen, Raub und Mord zum Tode verurteilt. 2002 wurde das Urteil nach Aufhebung der Todesstrafe in Friedenszeiten auf lebenslänglich abgeändert. Bis heute sitzt er in Haft auf der Gefängnisinsel Imrali bei Istanbul. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits in den Monaten vor dem Putsch die Gangart gegen die PKK wieder verschärft.

Kommentare (30)

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KarlZoech
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Diese Demonstration der kurdischen Menschen ist mehr als berechtigt, denn was Präsident Erdogan betreibt, ist tatsächlich Staatsterror.

Als die Wahl am 7.6.2015 mit Stimmenverlusten für die AK-Partei des Erdogan endete, brach er in den Monaten danach einen bewaffneten Konflikt gegen die Kurden vom Zaun. Sein Kalkül, dass in solchen Situationen die Regierenden gestärkt würden, ging bei der zweiten Wahl des Jahres 2015 (am 1.11.) leider auf. Und seither kennt Erdogan - "Erdowahn" - kein halten mehr.

Klar ist jedoch, dass jede Demonstration, von welcher Gruppe auch immer, friedlich und gewaltlos stattzufinden hat!

PS. Ein Detail, welches Erdogans Haltung gut beleuchtet, konnte ich gestern Abend einer Diskussion auf RBB3 entnehmen: Gregor Gysi berichtete von einer Reise in die Türkei in 2015, er konnte feststellen, dass alle türkischen Grenzübergänge in die syrisch-kurdischen Gebiete geschlossen waren, doch jene in Gebiete, in denen der IS herrschte, waren geöffnet! Auch hier sieht man leider klar, wo Erdogans Sympathien sind, wie der Mann wirklich denkt.

KeinBausparer
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Deutschkurs

für Transparentschreiber dringend nachholen!

voit60
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das denk ich mir bei so manchen Bläuling

hier auch, dass die Grundschule vielleicht zu wiederholen wäre.

ma12
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eiagnodn

Bist a Blausparer?

ma12
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eiagnodn

Der INHALT der Forderung ist RICHTIG und WICHTIG! Die Kurden haben leider KEINE Unterstützung in der EU.

Kommentare 26-30 von 30