Der Rücktritt von Staatspräsidentin Katalin Novák am Samstag sorgte in Ungarn für ein politisches Beben. Denn zum ersten Mal seit langer Zeit befindet sich auch der als schier unantastbar geltende Regierungschef Viktor Orbán in Bedrängnis. Schließlich ist er es gewesen, der vor nicht einmal zwei Jahren das politische Leichtgewicht Novák als Staatspräsidentin aus dem Hut zauberte. In Ungarn wird das Staatsoberhaupt traditionell vom Parlament per Zweidrittelmehrheit gewählt.
Rücktritt der Präsidentin
Auch Orbán ist in Erklärungsnot
Ungarns Staatspräsidentin Katalin Novák und Ex-Justizministerin Judit Varga stolperten über die Begnadigung eines Mannes, der Beihilfe zum Kindesmissbrauch geleistet hatte. Für den Regierungschef kommt die Affäre zur Unzeit.
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