RH-BerichtÄrztemangel, aber Wahlarztflut: Jede zwanzigste Kassenarzt-Stelle unbesetzt

In Österreich waren Stand Ende 2019 rund 4,6 Prozent aller Planstellen für Kassenärzte unbesetzt, insgesamt 327 von 7.142. Die Verträge sind zu wenig attraktiv, einzelne Regionen unterversorgt. Katastrophal sind laut Rechnungshof die Planung und die Datenlage: Der RH musste die Daten selbst erheben.

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© APA/Guenter R. Artinger
 

Der Rechnungshof überprüfte die Planung und Besetzung von Kassenstellen 2013 - 2019. Das Ergebnis: 138 für Primärversorgungseinheiten oder Gruppenpraxen freigehaltene und 189 nicht besetzte Planstellen. Die Ärztekammer hatte im März 2019 viel mehr verlangt, nämlich 1.300 zusätzliche Planstellen. Der Rechnungshof erkundete vorgebliche und tatsächliche Unterversorgung im Detail.

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chatrouge
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Wahlarzt mit Kassenvertrag

Es gibt leider auch immer mehr Ordinationen, welche sowohl als Kassen- als auch als Wahlarzt Praxis geführt werden.
Als Kassenpatient gibt es einen Termin erst nach mehreren Monaten, als Privatpatient in wenigen Tagen.
Vom Honorar, welches der Patient notgedrungen entrichten muss, bekommt er von der ÖGK maximal 80% vom Kassentarif, z.B. 30 € bei 120 € Honorar.
Ein gutes Geschäft für Arzt und ÖGK, weshalb sie dieses System auf Kosten der Patienten fördern. Die Politik, welche ihre Funktionäre in der ÖGK bestens versorgt, tut nichts dagegen.

umo10
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Typisch ÖVP

Sie will ihren Ruf ( Partei der Reichen) alle Ehre machen. Das Sozialversicherungsgeld der armen Steuerzahler wird mit vollen Händen dem Prikrav (Strache, eh schon wissen) und den privaten Wahlarztzuschüssen nachgeschmissen anstatt Kassenwahlärzte vernünftig zu entlohnen

Smusmu
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Amerika

Wir steuern unweigerlich ins amerikanische System.
Wer sich’s leisten kann, kommt eher und besser dran.

SoundofThunder
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Tja

Die erste Frage: Versichert?

Stratusin
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Ist bei Op- Terminen eine Katastrophe,

als Privatpatuent wirst du zum Termin operiert. Als Kassenpatient schieben sie deine Termine herum wie oft sie wollen. Und man kommt dran wenn gerade kein Privatpatient da ist, oder abgesagt hat. Arzt sein ist schon lange ein Beruf, aber in den äußerst seltensten Fälle noch eine Berufung. Wirtschaftszweig Krankheit wird immer extremer.