"Sprungbrett"-Initiative 100 Millionen Euro für Langzeitarbeitslosen-Programm

50.000 der rund 150.000 Langzeitbeschäftigungslosen sollen mit der "Sprungbrett"-Initiative bis Ende 2022 wieder einen Job finden.

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THEMENBILD: ARBEITSLOSIGKEIT
© APA/DPA/JULIAN STRATENSCHULTE
 

Mit dem heute startenden Arbeitsmarktservice-Programm "Sprungbrett" soll die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen bis Jahresende um 15.000 sinken. Heuer werden rund 100 Mio. Euro durch Umschichtungen im AMS-Regelbudget für die "Sprungbrett"-Initiative zur Verfügung stehen, wie Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) am Donnerstag mitteilte.

Ab 2022 werde das entsprechende Budget um zusätzliche 300 Mio. Euro erweitert. 50.000 der rund 150.000 Langzeitbeschäftigungslosen sollen mit der "Sprungbrett"-Initiative bis Ende 2022 wieder einen Job finden. "Dafür sind rund 75.000 bis 100.000 Beschäftigungsaufnahmen notwendig. Mit dem Programm Sprungbrett sind wir gut vorbereitet, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen", so Kocher. Um dies zu schaffen, setzt das AMS auf Trainings, Eingliederungsbeihilfen und gemeinnütziger Arbeitskräfteüberlassung.

Am "Sprungbrett"-Programm interessierte Langzeitarbeitslose können sich an ihren AMS-Berater wenden. Eine Kontaktaufnahme ist auch online über das eAMS-Konto möglich. Interessierte Unternehmen können sich ebenfalls beim AMS melden. Kocher rechnet hier mit einer regen Teilnahme, wie er im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag noch einmal betont: "Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt", so der Arbeitsminister.

Ab 1. Juli gibt es auch zwei verschiedene Corona-Kurzarbeitsmodelle. Einerseits eine unveränderte Variante für besonders betroffene Unternehmen und andererseits ein Übergangsmodell mit einem Beihilfenabschlag von 15 Prozent.

"Es ist davon auszugehen, dass die Kurzarbeit über den Sommer hinweg nur noch partiell in Anspruch genommen werden wird", so Arbeitsminister Kocher. Wenn es die epidemiologische Situation zulasse, sei "bis zum nächsten Jahr sogar mit einer Annäherung der Kurzarbeits-Anmeldungen an das Vorkrisenniveau zu rechnen".

Für die Corona-Kurzarbeitsphase 5 ab Juli erwartet Kocher laut aktuellen Schätzungen 100.00 bis 120.000 Kurzarbeitende, davon 20.000 bis 30.000 Personen in von der Coronakrise massiv betroffenen Unternehmen. Für die Phase 4 der Kurzarbeit liegt die Anzahl der abgerechneten und geförderten Personen laut Arbeitsministerium seit April derzeit bei rund 250.000.

Kommentare (1)
Hapi67
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Freiwillige

können sich melden.

Staatlich subventioniertes Beschäftigungsprogramm um die Arbeitslosenkosten umzuverteilen und die Statistk zu verschönern.

Wie geschrieben, Freiwillige können sich melden.
Der Ansturm wird enorm sein.

Vielen Dank