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EssayManfred Prisching zur Renaissance der Nationalstaaten: Totgesagte leben länger

Der Nationalstaat ist tot. So hieß es vor zwei Jahrzehnten. Die Ankündigung seines Hinscheidens war voreilig. Wir erleben es: Nationalstaatliche Gefühle gedeihen.

© APA/EPA/WOLFGANG KUMM
 

Damals, gegen Ende des Jahrhunderts, war die Vision von der Auflösung des Nationalstaates verbreitet: unterwegs zum Weltmarkt, zur Weltgesellschaft. Alle Länder dieser Erde würden im Konvergenzprozess wohlhabend werden und geistige Bereicherung aus allen Kulturkreisen schöpfen. Die Erde ist flach, sagte Thomas Friedman. Eine postnationale Konstellation, sagte Jürgen Habermas. Das Ende der Geschichte, sagte Francis Fukuyama. Nationalstaaten gehören in die alte Welt. Grenzen sind von gestern.

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campanile
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Nationalstaaten

Die meisten Nationalstaaten in Europa sind gut funktionierende Demokratien, der wirtschaftliche und politische Zusammenhalt in der EU garantiert Wohlstand und Sicherheit. Daher muss Zusammenarbeit ausgebaut werden. Eine Forderung nach Abschaffung der Nationalstaaten und eine Zentralregierung in Brüssel ist keine Vision sondern völliger Blödsinn.

helmutmayr
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Nationalismus und Religionen

sind für die Mehrzahl der Kriege verantwortlich.
Wir gehen schlechten Zeiten entgegen.

gberghofer
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Es gibt wohl kaum eine Bewegugn die soviel Unglück über die Welt

gebracht hat wie der Nationalismus. In einer Zeit die an Rohheit in der Sprache und Egoismus rasant zunimmt und deren Verhalten vor einem Jahrzehnt noch undenkbar gewesen wäre haben diese Herrschaften einen regen Zulauf.