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CoronavirusKogler will Härtefonds-Bezieherkreis ausweiten

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) will, dass der Kreis der Bezugsberechtigten für den Coronavirus-Härtefallfonds ausgeweitet wird.

CORONAVIRUS: PK 'AKTUELLES ZUM CORONA-HILFSPAKET FUeR ARBEITSPLAeTZE UND UNTERNEHMEN': KOGLER
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

"Auch die Mehrfachversicherten und mit höheren Einkommen sollen zum Zug kommen und auch Unternehmen, die erst nach dem 1.1. dieses Jahres begonnen haben", sagte Kogler am Samstag im Ö1-Morgenjournal.

Es handle sich um "zigtausende" Unternehmen und damit "ausreichend viele, dass wir uns um diese Menschen bemühen", erklärte Kogler weiter. Kogler zeigte sich "sehr zuversichtlich". Mehrerer Ministerien würden hier mit der Wirtschaftskammer verhandeln, die den Härtefonds abwickelt.

"Werden aufstocken"

Derzeit können von der Coronakrise betroffene Einpersonenunternehmen und Kleinstunternehmen mit bis zu neun Angestellten Gelder aus dem vorerst mit einer Milliarde Euro dotierten staatlichen Notfallfonds abrufen, wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) in "krone.tv" und "oe24.tv" erklärte. Anspruchsberechtigt seien etwa auch Journalisten oder Physiotherapeuten, die selbstständig sind. "Wir sind überzeugt, dass wir durchhelfen durch diese schwierige Phase mit dem Geld, das auch nicht zurückbezahlt werden muss", so Schramböck. Sollte das Geld nicht reichen, "dann werden wir aufstocken".

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger kritisierte unterdessen, dass die Wirtschaftshilfe zu langsam komme. "Wir sind jetzt am Ende der zweiten Woche, es ist noch immer kein Geld geflossen und die Regierung versteht offensichtlich nicht, dass es bei den Unternehmerinnen und Unternehmern um Tage geht und nicht um Wochen geht", sagte Meinl-Reisinger in der ZiB2 am Freitagabend.

Auch FPÖ-Chef Norbert Hofer kritisierte die Umsetzung der Maßnahme. "Die Wirtschaftskammer mit der Abwicklung der Soforthilfen zu beauftragen, wo die Unternehmer sensible Daten an die Kammer weitergeben müssen, Daten, die beim Finanzamt ohnehin vorhanden gewesen wären, das versteht von der Opposition zumindest niemand", so Hofer.

Nicht bei Amazon bestellen

Schramböck appellierte außerdem an die Österreicher "nicht unbedingt jetzt über Amazon zu bestellen, sondern mit dem Einkauf zu warten, bis es beim österreichischen Händler wieder geht". Die Österreicher sollten nur das Nötigste kaufen und mit geplanten Anschaffungen warten, bat die Wirtschaftsministerin.

Kommentare (7)

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Putz24
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Unverantwortlich

wir können nicht alle retten und ich bin der Meinung der nicht einmal ein zwei Monate um die runden kommt bzw. nach 2 Wochen schon jammert wie ein junger Hund der Sichert auch sicher keine Arbeitsplätze in der Zukunft.

Nur Gesunde unternehmen die auch bis jetzt ihre steuern bezahlt haben dürften meiner Meinung nach einen Zuschuss bekommen.
Tote kann man nicht wiederbeleben!!

Die Kleinunternehmer mit max. € 30.000,00 brutto sind meistens diese Querulanten die keine Steuern Zahlen wollen (Rest machen sie ohne Rechnung den sonst könnten sie eh nicht Überleben) und bekommen als erstes einen Zuschuss denn sie auch nicht zurückbezahlten brauchen. Zum KOTZEN

Sorry aber ich kenne einige von diesen Unternehmern die meistens dann auch noch den Marktpreis zerstören und noch Stotz auf ihr hanteln sind.

SORRY aber das muss auch einmal gesagt werden.

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heinz31
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@putz

Beteffend der "Schwrzarbeiter" gebe ich ihnen vollkommen Recht.
Aber das obere Limit gehört aufgehoben.
Wenn ein EPU im Jahr 2017 z.B. gut verdient hat, z.B. 90.000 versicherungspflichtige Einkünfte, so muss er einmal 20.000,- Euro im Jahr Versicherungs zahlen (Höchstbeitragsgrundlage) und dann noch die EST, das wären noch dazu ca 24.000,- Euro.
Übrigbleiben tun dann 46.000,- netto p.a.
Das sind 3.200,- Netto !
Der hat auch Kosten und macht jetzt, aufgrund der Auflagen NULL Geschäft. Die Kosten hat er trotzdem. Er fällt aber durch und hat NULL Ansprüche.
Er hat aber das wirtschaftliche Risiko bisher selbst getragen, extrem hohe Steuern bezahlt, Mitarbeiter beschäftigt usw.
Wäre er mit dem gleichen Einkommen als Angestellter tätig gewesen, würde er monatlich 80% vom bisherigen Nettoeinkommen auf lange Zeit erhalten.
Dieses obere Limit ist eine Frechheit!

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MG1977
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Wieder munter?

Wer hat den denn wieder aufgeweckt?

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styriafoto
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Der liebe Herr Kogler

sorgt sich jetzt vor allem, um Mehrfachverdiener und Personen mit einem Einkommen über der Höchstbemessungsgrundlage - was ist mit den tatsächlich bedürftigen Selbstständigen, die den Einkommens-Mindestsatz von 5.537,92 Euro, um etwas aus dem Härtefonds zu bekommen, in den letzten Jahren nicht erreicht haben - diese Menschen würden es dringender benötigen!

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KlarDenken
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Es heißt „Mehrfachversicherte“

Es geht um Mehrfachversicherte, das sind Menschen, die bereit waren und sind mehr zu arbeiten, deshalb auch mehr Steuern und Versicherungsbeiträge bezahlt haben. Auch diesen Menschen steht jetzt eine Hilfestellung zu. Gut gedacht und hoffentlich bald gemacht Hr. Kogler!

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unicorn13
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achso

und die die die Arbeitsplätze geschaffen haben, die halt doch etwas mehr als 33000 euro netto im jahr verdienen, Familien haben, Arbeitsplätze auch weiter sichern, die sollen NICHTS bekommen?
wundert euch nicht, wenn sehr sehr viele selbstständige danach einfach hinwerfen, und eure Arbeitsplätze weg sind...

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Gedankenspiele
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In einem anderen Medium ist gestanden, dass...

,,,Kogler den Härtefond aufstocken will, weil "auch die Mehrfachversicherten und mit höheren Einkommen zum Zug kommen sollen".

Das würde ich dann aber nicht mehr unbedingt als HÄRTEfond bezeichnen. Denn darunter stelle ich mir eindeutig was anderes vor.

Bin gespannt was Kogler dann für die Zeit nach der Krise beim Klimaschutz herausgehandelt hat, wenn er jetzt so der Klientel von Kurz und der ÖVP entgegen kommt?

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