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Korneuburg Kinder in Fahrradanhänger gestorben: Geldstrafe für Pkw-Lenker

60-Jähriger muss 28.000 Euro zahlen, 21.000 Euro davon unbedingt. Nicht rechtskräftig - Verfahren gegen Mutter der beiden toten Mädchen endete mit Diversion.

PROZESS IN KORNEUBURG UM T�DLICHEN UNFALL MIT FAHRRADANH�NGER
Prozess in Korneuburg © (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
 

Der Prozess um einen Unfall mit zwei toten Mädchen in einem an ein Elektrofahrrad gekoppelten Anhänger hat am Montag in Korneuburg mit einem Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung für den Pkw-Lenker geendet. Der 60-Jährige muss 28.000 Euro Geldstrafe bezahlen, 21.000 Euro davon unbedingt. Das Verfahren gegen die Mutter der Kinder endete mit einer Diversion.

Gemeinnützige Leistungen

Die 39-Jährige, die das Fahrrad-Gespann am 4. August gelenkt hatte, muss binnen sechs Monaten gemeinnützige Leistungen im Ausmaß von 200 Stunden erbringen, danach wird das Verfahren eingestellt. Sie hatte sich wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten müssen.

Das Urteil gegen den Pkw-Lenker ist nicht rechtskräftig. Während sich der Verteidiger Bedenkzeit erbat, erhob der Staatsanwalt Berufung.

Kommentare (41)

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wintis_kleine
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Und jener werfe den ersten Stein

der sich immer an die STVO hält und immer brav die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhält, und natürlich den Abstand vom Vorausfahrenden, und das Ampelsignal noch nie beim 4. Grünblinken noch schnell als Freifahrtschein zum "Drüberkommen" genutzt hat. Der noch nie falsch gehalten oder geparkt hat, der bei jeder Baustelle auf der Autobahn immer von Beginn bis zum absoluten Ende von Geschwindigkeitsbegrenzungen auch um kein km/h schneller fährt, der.....
Es ist eine Tragödie die hier passiert ist, für die Kinder denen das Leben allzufrüh genommen wurde, für die Mutter der Kinder, die auf einem Schlag das Schlimmste im Doppelpack erleben musste, was Eltern wohl heimsuchen kann, aber auch für den Fahrer des Autos, der sicher die Zeit gerne zurückdrehen würde, um das Geschehen ungeschehen zu machen.
Wie ein derartiges Verhalten abzustrafen ist, müssen sowieso die Gerichte entscheiden, aber in Hinblick auf diese Tragödie sind sowieso schon mehrere Familien zutiefst betroffen und Geld bringt auch kein Leben mehr zurück.
Seien wir doch einfach froh, dass vielen von uns ein derartigen Unfall bislang erspart blieb und nehmen wir doch lieber die Situation als Wahrung auf, anstatt die eine oder andere Seite zu verteufeln

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PiJo
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wintis_kleine

"Seien wir doch einfach froh, dass vielen von uns ein derartiger Unfall bislang erspart blieb und nehmen wir doch lieber die Situation als Warnung auf, anstatt die eine oder andere Seite zu verteufeln "
Diesem Satz ist nichts mehr hinzuzufügen und er möge von den vielen Dränglern und Rasern zu Herzen genommen werden.

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homerjsimpson
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@wintis... Stimmt was Sie schreiben.. aber was hat dem mit Fall zu tun?

Bei orange in eine Kreuzung zu fahren ist ja wohl etwas anderes, als blind auf der Landstraße zu heizen ohne (ausreichend) zu schauen. Da geht es immer um Menschenleben, beim Falschparken etc. nicht. Abstand halten ja, das machen viele nicht: Und das ist die größte Gefahr im Straßenverkehr. Wenn dann mal wer wen überfährt, muss gerade deswegen das hart bestraft werden. Weil schon so denken sich viele: Macht ja nix, wird schon nix passieren wenn ich auf der Autobahn bei 130 km/h 5m Abstand halte.... das muss nicht noch gefördert werden durch lachhafte Straferln.

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Natur56
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@homerjsimpson

Also mein Guter wenn das so wäre dann bitte sollte keiner mehr Autofahren. Straßenteilnehmer müssen sich sehrwohl an die STVO halten und jeder Radfahrer muß für ausreichende Beleuchtung sorgen sonst ist er strafbar. Genauso wie er sich an die Verkehrsregeln halten muß - Vertrauensgrundsatz schon mal gehört.
Und eigentlich ist es nicht selbstverständlich dass ein Fußgänger gleich vom Gesteck herunterspringen und den Schutzweg passieren darf ohne sich zu vergewissern. Das Ganze hat nur in den letzten Jahren Einzug gehalten und Radfahrer sowie Fußgänger haben die Gunst der Stunde genutzt. Und wenn die Autos in Zukunft mit 30 kmh durchs Land ziehen, wenn die anderen Teilnehmer sich nicht zur kennen geben werden sie nicht gesehen.

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Reipsi
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Ganz deiner

Meinung.

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localost
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@Natur56

Ja es ist so: Sie müssen innerhalb ihrer Sichtweite stehen bleiben können.

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homerjsimpson
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@Natur.... was reden Sie da????

Ein Fußgänger darf auf der Straße gehen (wenn kein eigener Gehweg vorhanden wie bei vielen Landstraßen) also muss ein Autofahrer entsprechend fahren. Von drüberspringen plötzlich schreiben Sie, das hat mit dem Fall null zu tun weil niemand behauptet, die Radfahrerin sei plötzlich aufgetaucht. Sie hatte keine Reflektoren ja, aber sehen hätte sie der Autofahrer dennoch müssen. Sonst wäre er nicht verurteilt worden, das ist komplett klar und unbestreitbar. Vertrauensgrundsatz reicht da bei weitem nicht, der würde dann schlagend werden, wenn die Frau plötzlich die Fahrtrichtung ändert z.B. Aber nicht wenn sie zu wenig beleuchtet herumfährt, weil wie schon beschrieben ich auf einer Straße so fahren muss, dass ich rechtzeitig bremsen oder ausweichen kann. Wenn Ihnen das nicht klar ist: Führerschein abgeben, Sie gefährden definitiv andere Menschen.

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HB2USD
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Sonst

wäre er nicht verurteilt worden? Im nachhinein mit genügend Zeit sieht die Sache anders aus als etwas das in Sekundenbruchteilen passiert.

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bianca50
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an homersimpson@

Sie machen sich ihre Gesetze wohl auch selbst. Dieses Gefährt war unbeleuchtet und ich wünsche ihnen nicht dass sie so etwas plötzlich vor sich haben.

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homerjsimpson
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@bianca... "Ich wünsche Ihnen kwakwa..." Solche Aussagen liebe ich...

... aber ich kann Sie beruhigen: Hab ich schon oft gehabt, ich bin nicht zu schnell gefahren, habe aufgepasst, geschaut, bin vorbei gefahren und nichts ist passiert. Egal ob mit Auto oder Rad. Ganz einfach.

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homerjsimpson
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@bianca Sie wollen oder können nicht verstehen: Ich habe dir Gesetzeslage beschrieben..

.....für den Autofahrer. Sie kennen die StVO nicht wenn Sie das nicht verstehen.
Zur Frau schreibe ich hier bewusst nichts, weil das unfassbar ist was ihr passiert ist. An jedem anderen Tag war sie halt bisserl komisch unterwegs und alles gut.

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Mein Graz
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@bianca50

Gesetzestext:
§ 20 StVO 1960 Fahrgeschwindigkeit
(1) Der Lenker eines Fahrzeuges hat die Fahrgeschwindigkeit den gegebenen oder durch Straßenverkehrszeichen angekündigten Umständen, insbesondere den Straßen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen, sowie den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Er darf auch nicht so schnell fahren, daß er andere Straßenbenützer oder an der Straße gelegene Sachen beschmutzt oder Vieh verletzt, wenn dies vermeidbar ist. Er darf auch nicht ohne zwingenden Grund so langsam fahren, daß er den übrigen Verkehr behindert.

Und jetzt erkläre mir, wie sich @homerjsimpson sein "Gesetz selbst macht"!
Besser wäre, du würdest die Gesetze kennen oder deinen FS abgeben.

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Mein Graz
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Also ich bin wieder einmal baff.

Ich zitiere einen Gesetzestext.

Und das ist je nach Definition des 👎-Buttons
a) nicht lesenswert, also nicht interessant
b) gefällt nicht

Dann wundert es mich nicht, dass so viele Leute so einen Topfen auf der Straße zusammen fahren.

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Natur56
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@mein Graz

Schon mal auf der Straße mit dem Auto unterwegs gewesen und davor taucht plötzlich ein unbeleuchteter Verkehrsteilnehmer auf? Wie soll ich die Geschwindigkeit anpassen wenn in der Dunkelheit nichts zu erkenne ist. wie gesagt da sind 30kmh zuviel und übrigens ist die Mutter auch verurteilt worden (obwohl sie hier eh schon genug bestraft wurde und es einfach furchtbar ist - wie die ganze Diskussion), weil Sie das Gefährt nicht beleuchtet hatte.
Warum gibt es denn soviel Unfälle mit Wild? Ja auch unbeleuchtet! Und nochmals ich muß mich darauf verlassen können dass andere Verkehrsteilnehmer ein ordnungsgemäßes Fahrzeug haben und sich ordnungsgemäß verhalten.
Darum ist es in Zukunft unvermeidbar dass Räder mit Kennzeichen ausgestattet werden und auch eine Haftpflichtversicherung vorweisen können. Kennzeichen gibt es aber nur dann wenn Räder verkehrstüchtig sind.

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Mein Graz
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@Natur56

Genau darum geht es. Du schreibst "Wie soll ich die Geschwindigkeit anpassen wenn in der Dunkelheit nichts zu erkenne ist" - dann musst du eben so langsam fahren, dass du etwas erkennen kannst! Und wenn man bei 30 km/h nichts erkennen kann ist halt auch das noch zu schnell!

Was ist da so schwer zu verstehen: ich muss die Geschwindigkeit den Umständen angepasst wählen. Nicht drauf hoffen, dass da eh kein Fußgänger, kein Rad- oder Mopedfahrer unterwegs ist, den ich dann halt nicht gesehen habe!
Stell es dir einfach umgekehrt vor: du bist der Fußgänger/Radfahrer und musst des Nachts eine Straße benützen - wie würdest du die Autofahrer verdammen, die (zu) schnell unterwegs sind und dich gefährden!

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homerjsimpson
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@Natur Wild ist kein Verkehrsteilnehmer also tut das hier nichts zur Sache.

"Plötzlich" taucht kein Verkehrsteilnehmer auf. Sie haben als Autofahrer Licht an und sehen Dutzende oder Hunderte Meter voraus. Das konnte der Herr auch. Hat er nicht, warum auch immer. Plötzlich taucht nur wer auf, wenn man um eine enge, unübersichtliche Kurve fährt. Und dann sagt die STVO: Bremsbereit fahren. Ganz einfach.

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