42 Jahre SchweigenThomas Götz: Vaters Tod und die gefundene Schwester

Andrea ist 42, als sie erfährt, wer ihr leiblicher Vater ist. Ein Jahr später ist der Mann, den sie nie kennenlernen konnte, tot. Dafür findet sie eine Schwester.

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© Margit Krammer
 

Die Familiengeschichte von Andrea ist kompliziert. „Ich komme aus einem wirklich kleinen Dorf“, erzählt die erfolgreiche Managerin. Hier wuchs sie mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf, der ins Haus kam, als Andrea drei Jahre alt war. Für sie ist er der Papa. Ihr wirklicher Vater, von dem sie zunächst nichts wusste und später nichts wissen wollte, lebt mit seiner Familie im selben Ort, mied aber jeden Kontakt zur außerehelichen Tochter. Die Mutter schwieg.

Kommentare (3)
Zwiepack
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Unnötiges Gefühlsgedussel

Der "Stiefvater" hat ihr offenbar alles gegeben, was ein Kind braucht, der Leibliche nichts, also was soll's"?

stern000
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Schweigen

Sehr guter Artikel! Er sollte einige Menschen nachdenklich stimmen, denn- wie man an dem Inhalt erkennt- Kinder können nie schuld sein! Es ist Erwachsenenpflicht Verantwortung zu übernehmen und vor allem dürfen Konflikte nicht in die nächste Generation getragen werden!

derSonne
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Geheimnisse haben Folgen

Schaut man das Thema „verschwiegene Vaterschaft“ in der psychologischen Mehr-Generationen-Perspektive an, so tragen KINDER die Folgen mit. Sie parentifizieren sich (verhalten sich wie ein Elternteil für Ihre Mutter), können als Folge von Mutter und Vater nur schwer ‚nehmen‘ und büßen so häufig an Lebenskraft ein. (selbst dann, wenn man kognitiv gar nicht weiß, dass solch ein Geheimnis besteht)
…. Süchte haben manchmal solch einen Hintergrund.
Geheimnisse belasten über Generationen - die Wahrheit ist der ‚bessere Heiler.‘