36 AnzeigenDrei Polizisten bei Demo im Bezirk Neunkirchen verletzt

In Ternitz in Niederösterreich haben Demonstranten am Mittwoch drei Polizisten verletzt. Auf der Demo gegen die Corona-Maßnahmen leisteten zwei Männer bei ihren Festnahmen gewaltsam Widerstand.

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Wie in Graz krachten auch in Ternitz Demonstranten mit der Polizei aneinander.
Wie in Graz krachten auch in Ternitz Demonstranten mit der Polizei aneinander. © (c) APA/ERWIN SCHERIAU (ERWIN SCHERIAU)
 

Bei einer angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen sind am Mittwochnachmittag in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) drei Polizisten verletzt worden. Zwei Kundgebungsteilnehmer im Alter von 30 und 65 Jahren hatten bei ihren Festnahmen Widerstand geleistet und dabei den Beamten die Blessuren zugefügt, berichtete die Exekutive. In Summe waren etwa 250 Personen bei der Protestveranstaltung dabei, es gab 36 Anzeigen.

Der 30-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. "Dabei leistete er gegen die Bediensteten der schnellen Interventionsgruppe neuerlich massiven Widerstand", hielt die Landespolizeidirektion Niederösterreich in einer Aussendung fest. Der 65-Jährige wurde der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt, im Raum stand ebenfalls Widerstand gegen die Staatsgewalt. Bei beiden Männern handelt es sich um österreichische Staatsbürger aus dem Bezirk Neunkirchen.

Die Demonstration stand unter dem Motto "Wir zeigen Gesicht - Gegen die Coronamaßnahmen und Impflicht". In 31 Fällen wurde Anzeige wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht erstattet. Drei Personen wurden wegen Anstandsverletzungen belangt, zwei weitere wegen aggressiven Verhaltens. An Ort und Stelle waren 59 Polizisten der schnellen Interventionsgruppe, Mitglieder von Bereitschafts- und Einsatzeinheit sowie Beamte aus dem Bezirk Neunkirchen und aus umliegenden Regionen.

Polizei ortet "zusehends aggresivere" Stimmung

Generell werde bei den Corona-Demos die "Stimmung zusehends aggressiver gegenüber der Polizei", sagte Chefinspektor Johann Baumschlager zur APA. In Ternitz sei eine Gruppe der Bereitschaftseinheit von Demonstranten eingekesselt worden, eine Trennkette musste errichtet werden. Zudem sei es zu einem Angriff auf einen Medienvertreter gekommen, der allerdings unverletzt blieb. Weiters seien zu Beginn der Veranstaltung von den Teilnehmern "kaum Masken getragen worden". Einige Personen hätten sich nach Aufforderungen durch Beamte aber einsichtig gezeigt.

Demonstriert wurde gegen die Corona-Maßnahmen am Mittwoch auch in St. Pölten, Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) und im Rahmen eines unangemeldeten Spaziergangs in Waidhofen a. Ybbs. In der Landeshauptstadt gab es bei 350 Teilnehmern drei Festnahmen und 34 Anzeigen.

Auch am kommenden Wochenende ist die Polizei gefordert. Auf dem Programm stehen im Bundesland ab (dem morgigen) Freitag 13 angemeldete Demonstrationen, acht davon beziehen sich auf Corona. Als Schauplätze gelten laut Baumschlager u.a. Mödling, Pöchlarn (Bezirk Melk) und Gmünd.

Kommentare (3)
calcit
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Vielen Dank an die Polizei und all die Polizistinnen und Polizisten...

...die sehr besonnen umgehen und sich von diesen Irr... beschimpfen, angreifen und verletzten lassen müssen!

bill60
0
3
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Müsste nicht sein.

Die Polizisten müssten sich nicht beschimpfen, angreifen und verletzen lassen, wenn diese unsinnigen Demonstrationen wegen der zunehmenden Gewaltbereitschaft und den damit zu erwartenden Ordnungsstörungen und aggressiven Verhalten verboten werden. Recht auf Demonstrationsfreiheit hin oder her, wenn der Bogen überspannt wird gehört hart durchgegriffen und das Recht vorübergehend ausgesetzt. Noch dazu wo immer mehr aus dem Ausland angereiste Demonstranten (Rechtsradikale, Neonazis) daran teilnehmen, denen es sicher nicht um die Impfplicht in Österreich geht.

samro
1
8
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wann verbietet man endlich diese demos?

was muss noch alles passieren?

die polizei die zum schutz des demorechts abgestellt wird wird zum wiederholten mal verletzt.
aus mit diesen gewaltkundgebungen!