Wien-Favoriten 23 Flüchtlinge beim Liesingbach aufgegriffen

108 Migranten wurden innerhalb einer Woche in dem Bereich gestoppt. Vermutlich stiegen die Flüchtlinge bei einer Autobahn in der Nähe aus Schlepperfahrzeugen aus.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Beim Liesingbach wurden die Flüchtlinge aufgegriffen © Gery Wolf
 

23 Flüchtlinge sind im Bereich des Liesingbaches Montagfrüh in Wien-Favoriten aufgegriffen worden. Laut Polizei handelte es sich um 22 syrische und einen palästinensischen Staatsangehörigen. Sie wurden gegen 7.45 Uhr entdeckt, kontrolliert und in ein Polizeianhaltezentrum gebracht, wo die Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug die weitere Amtshandlung übernahm. Ermittlungen zum Transport und der Route, auf der die Aufgegriffenen nach Favoriten kamen, waren am Laufen.

Damit sind innerhalb einer Woche 108 Flüchtlinge in dem Bereich aufgegriffen, bestätigte die Polizei am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Der erste Aufgriff erfolgte am 28. September, der bisher letzte am Montag. Laut Polizei ist noch nicht abgeklärt, woher die Migranten kamen. Üblicherweise lassen Schlepper aber Flüchtlinge am nicht so dicht besiedelten Stadtrand in Autobahnnähe aussteigen, wo sie selbst auf schnelle Abfahrtswege und nicht so viele Zeugen hoffen können. Das wäre an der betreffenden Stelle in Oberlaa mit der S1 auch gegeben.

Starker Anstieg bei Aufgriffen von Flüchtlingen

Gerald Tatzgern, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität im Bundeskriminalamt, berichtete, dass im September ein sehr starken Anstieg bei den Aufgriffen von Flüchtlingen in der Peripherie der Bundeshauptstadt beobachtet wurde. Während in den Monaten davor jeweils nur ein leichter Anstieg verzeichnet wurde, hätten sich die Zahlen im September sprunghaft nach oben bewegt.

Einer der Gründe dafür ist Tatzgern zufolge, dass der Kontrolldruck im Burgenland verstärkt wurde, wie er am Dienstag zur APA sagte. "Die Bevölkerung ist stärker sensibilisiert, dazu kommen verschärfte Kontrollen durch Bundesheer und Polizei. Damit haben es Abholfahrzeuge sehr schwer." Die Schlepperbekämpfer vermuten, dass zumindest eine, vermutlich aber mehrere Tätergruppen, dazu übergegangen sind, Migranten über die Grenze nach Österreich zu bringen, das Burgenland auf schnellstem Weg zu durchqueren und sie in der Peripherie des Ballungsgebietes Wien aus den Schlepperwägen aussteigen zu lassen.

Noch wenige Flüchtlinge aus Afghanistan

Allerdings gehe auch mindestens ein Großaufgriff auf Ermittlungen zurück, sagte Tatzgern. "Ein Fahrzeug wurde identifiziert und gestoppt. 40 Menschen wurden aufgegriffen, nach dem Schlepper wird gefahndet", schilderte der Leiter der Zentralstelle. Der Täter sei nämlich geflüchtet.

Auffällig sei, dass bisher trotz der Machtübernahme der Taliban noch sehr wenige Flüchtlinge aus Afghanistan in Österreich aufgegriffen werden, und wenn, sind diese bereits zuvor in Ländern des Westbalkans bzw. der Türkei gewesen. "Wir rechnen aber noch im Oktober mit den ersten Geschleppten aus Afghanistan, die sich vor den Taliban in Sicherheit bringen wollen", sagte Tatzgern.

Kommentare (1)
Sam125
0
1
Lesenswert?

GANZ EINFACH:kein Abschieben/keine Aufnahme!Österreich ist von sicheren NICHT

sollen wir jeden der um ASYL ansucht ins Land lassen!Es ist an der Zeit,dass sich ALLE EU Länder verpflichten gleich viele Migranten aufzunehmen wie wir es bisher getan haben!Ja ich weiß schon,dass die Migranten bei uns ein soziales Schlaraffenland vorfinden und genau deshalb müssten die Migranten Europaweit mittels FINGERPRINT registriert werden,damit sie auch dort bleiben und leben müssen wohin sie zugewiesen werden und ändert endlich das Asyl-und Migrationsgesetz und gebt nur mehr befristete Aufenthaltstittel an Migranten aus,die stets verlängern müssen und wenn Migranten straffällig werden oder als religiöse Fanatiker auffallen, dann wird einfach nicht mehr verlängert! Somit wäre jeder Migrant selbst seines Glückes Schmied,ob er sich bei uns in unsere Gesellschaft integriert und er somit bei uns bleiben darf und mit dem Nachzug ganzer Großfamilien ist dann auch vorbei, denn jeder Migrant müsste sich ersteinmal selbst beweisen! Ändert endlich das Asyl-und Migrationsgesetz!