ÖsterreichRechnungshof wies auf Engpässe bei Medikamenten hin

Jetzt soll eine Bewertungsinstanz eingerichtet werden.

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© Adobe Stock/grafikplusfoto
 

Schon vor der Corona-Krise haben in Österreich Engpässe bei Medikamenten bestanden, die zu hohen Kosten im Spitalsbereich geführt haben. Das ergab eine Rechnungshofprüfung über Arzneimittellieferungen aus dem Jahr 2018, mit der sich der Rechnungshofausschuss des Nationalrats am Dienstag befasste. Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker empfahl die Einrichtung einer speziellen Bewertungsinstanz.

Diese Stelle für den Einsatz von Medikamenten im stationären Bereich sollte neben der Preisregulierung auch dafür sorgen, dass es in Österreich keinen "Spitalstourismus" gibt, so Kraker laut der Parlamentskorrespondenz. Dieser kann entstehen, da es je nach Bundesland unterschiedliche Beschaffungsformen gibt. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) zufolge existiert die Bewertungsinstanz bereits als Pilotprojekt der Bundesländer. Aufgrund positiver Erfahrungen sei eine Überführung dieser Einrichtung, deren Kosten der Bund trägt, in den Regelbetrieb geplant.

Zur Lieferproblematik bei Arzneimitteln meinte Mückstein, sie sei eine Folge der Globalisierung: "Die Verlagerung der Produktion nach Asien ist ein Trend nicht nur in der Pharmabranche", sagte der Minister.

 

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