VorarlbergBeamte mit Messer attackiert: Polizei erschoss Angreifer

39-Jähriger ging bei Einsatz wegen Ruhestörung plötzlich auf die Beamten los.

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VORARLBERG: POLIZIST ERSCHOSS MIT MESSER BEWAFFNETEN MANN
© APA/MAURICE SHOUROT
 

Ein Vorarlberger Polizist hat am Sonntag in Dornbirn einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen. Der 39-Jährige habe die Beamten gegen 12.30 Uhr angegriffen, als diese wegen einer von den Nachbarn gemeldeten Lärmbelästigung einschreiten wollten. Daraufhin schoss einer der beiden Beamten auf den Mann, der trotz Reanimationsversuchen noch an Ort und Stelle verstarb, so die Vorarlberger Polizei.

Nach derzeitigem Wissensstand hat einer der beiden anwesenden Polizisten seine Dienstwaffe gezogen und damit zwei Mal geschossen, hieß es. Das Kriseninterventionsteam steht im Einsatz, auch die beteiligten Polizisten werden psychologisch betreut. Weitere Details wurden vorerst nicht bekannt gegeben.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall seien im Gange und stünden noch am Anfang, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Feldkirch zur APA. Die weiteren Erhebungen zum Sachverhalt führen wie in solchen Fällen üblich nun Ermittler aus einem anderen Bundesland, in dem Fall jene des Landeskriminalamtes Tirol. Dort hieß es am Sonntagnachmittag, ein Ermittlerteam sei bereits nach Vorarlberg aufgebrochen.

Wann Polizisten schießen dürfen

Den Gebrauch von Dienstwaffen regelt in Österreich das Waffengebrauchsgesetz von 1969. Zur Waffe greifen dürfen Exekutivorgane wie Polizisten und Gemeindewachebeamte demnach unter anderem im Fall "gerechter Notwehr", um den Widerstand gegen eine Amtshandlung zu überwinden, um eine Festnahme vorzunehmen oder um die Flucht eines Festgenommenen zu verhindern.

Der Waffengebrauch ist laut Gesetz nur zulässig, "wenn ungefährliche oder weniger gefährliche Maßnahmen", darunter die Androhung des Waffengebrauchs, die Verfolgung eines Flüchtenden, die Anwendung von Körperkraft oder gelindere Mittel wie Handfesseln "ungeeignet scheinen oder sich als wirkungslos erwiesen haben". Wenn verschiedene Waffen zur Verfügung stehen - zu den Dienstwaffen zählen auch Tränengas oder Einsatzstöcke - darf ein Exekutivorgan nur zu "der am wenigsten gefährlichen, nach der jeweiligen Lage noch geeignet scheinenden Waffe" greifen.

 

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