Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

WienKlimaaktivisten demonstrierten gegen geplante Lobauautobahn

Rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren laut Angaben der Organisatoren unterwegs.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
DEMONSTRATION
DEMONSTRATION © (c) APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Die Umweltbewegung "Fridays For Future" und weitere Klima-NGOs haben am Freitag gegen das wohl größte Wiener Verkehrsbauprojekt der kommenden Jahre demonstriert: gegen die geplante Verlängerung der Nordostumfahrung S1 inklusive Lobautunnel. Der unter dem Motto "Mobilitätswende Jetzt" stehende Demozug führte unter anderem zum Rathaus, zur Asfinag-Zentrale, zur Industriellenvereinigung sowie - als Schlusspunkt - zum Umweltministerium.

Rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren laut Angaben der Organisatoren unterwegs. Gehe es nach der Bundesregierung und der Asfinag, solle noch heuer mit dem Bau des Autobahnprojektes begonnen werden, wurde in einer Aussendung bekrittelt. Angesprochen fühlen durfte sich heute unter anderem die IV: "Die Industriellenvereinigung muss einsehen, dass das Zeitalter der Verbrennungsmotoren vorbei ist. Klimaneutralität ist nur möglich, wenn es verbindliche Ausstiegsziele für Kohle, Öl und Gas gibt. Dazu zählt auch der Baustopp von neuen Autobahnen," erklärte Mit-Organisator Simon Pories von "Fridays For Future".

4,5 Milliarden "verschleudert"

Die Stadt Wien wiederum habe die Verantwortung für die vierspurige Stadtstraße Aspern, weshalb der Demozug vor das Rathaus gezogen sei und die Beendigung dieses Projekts gefordert habe. "In Wien werden zwei Drittel des Straßenraums dem Autoverkehr zur Verfügung gestellt, obwohl nur ein Drittel der Menschen ein Auto besitzt. Bei jedem kleinen Radweg wird uns vorgerechnet, wie teuer das nicht ist, aber für eine vierspurige Straße ist anscheinend genug Geld da", kritisierte Aktivistin Veronika Winter.

Die Lobau-Autobahn und ihre Zubringerprojekte stünden für eine rückwärtsgewandte Verkehrspolitik und für die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, beklagte auch Monika Berger von der Initiative "System Change, not Climate Change!". Was es stattdessen brauche, ist eine klimagerechte Mobilitätswende, befand sie. Kritisiert wurden auch die Kosten des Projekts von mehr als 4,5 Mrd. Euro. Diese würden "mitten in der Corona-Krise verschleudert".

Auch würden zusätzliche Lärm und die Abgasbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner entstehen. Argumente bezüglich Verkehrsentlastung und hohem Beschäftigungseffekt seien von der Wissenschaft hingegen "längst widerlegt".

Kommentare (2)
Kommentieren
argus13
2
4
Lesenswert?

FFF

könnten mal bei sich anfangen, kein Internet, Handy, keine Bestellungen bei Amazon bzw. online, Kleider aus selbstgestrickten Stoffen, Radfahren keine Scooter, Lebensmittel vom Bauern usw. Das alles frisst Strom bzw. Energie bzw. ist schlecht für das Klima. Nicht einfach fordern, sondern bei sich SELBST anfangen! Motto: Frag nicht, was der Staat für Dich machen kann, sondern was DU zum Staat beitragen kannst! Ich versuche es auch! Ich antworte keinem Poster!

Alex135
0
2
Lesenswert?

Und damit die Gesamtemissionen um 0,001% senken?

Wird wohl nicht so viel bringen.
Oder wir setzen uns in diesem konkreten Fall dafür ein, dass die Öffis ausgebaut werden und keine neue Autobahn und damit viel mehr CO2 und Geld einsparen und müssten weniger im Stau stehen.