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Erste Osterbilanz524 Anzeigen wegen Missachtung der Ausgangssperren

Vorläufige Osterbilanz des Innenministeriums: 2.241 Anzeigen und 500 Organmandate nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz - Bisher drei Verkehrstote.

© APA/HERBERT PFARRHOFER
 

524 Anzeigen wegen der Missachtung von Ausgangssperren, 2.241 Anzeigen sowie 500 Organmandate aufgrund von Verstößen gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz: Das hat eine vorläufige Bilanz des Innenministeriums von Gründonnerstag bis inklusive Ostersonntag ergeben, die am Ostermontag veröffentlicht worden ist. Im Osterverkehr kamen bisher drei Menschen ums Leben.

Die Anzeigen und Organmandate nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz betrafen vor allem das Missachten des Mindestabstands sowie die Nichteinhaltung der Maskenpflicht. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) zeigte sich besonders verärgert über einen Vorfall im Bereich des Schottentors in der Wiener Innenstadt, bei dem ein Maskenverweigerer Polizisten mit den Fäusten attackierte und zwei Beamte verletzte."Es ist absolut inakzeptabel, dass Polizistinnen und Polizisten im Dienst angegriffen werden und zeigt einmal mehr wie herausfordernd der Dienst gerade jetzt während der Corona-Pandemie ist", sagte Nehammer.

Während der Osterfeiertage standen im Schnitt etwa 8.000 Beamtinnen und Beamte pro Werktag im Dienst, am Wochenende waren es etwa 4.500. Von 1. bis 4. April wurden 13.339 Lokale und Veranstaltungsstätten überprüft und 432.762 Kontrollen an Österreichs Grenzen durchgeführt. Mit Gründonnerstag inklusive wurden bis Ostersonntag in 20 Regionen mit hoher Inzidenz 36.065 Fahrzeuge und 48.019 Personen kontrolliert. Im genannten Zeitraum wurden sieben Anzeigen bei der Ausreise aus Hochrisikogebieten erstattet und 850 Mal wurde Menschen die Ausreise verweigert, so das Innenministerium.

Seit Gründonnerstag gab es in ganz Österreich 28 Versammlungen mit Covid-19-Bezug, davon waren drei unangemeldet und zwei wurden untersagt. Insgesamt nahmen 679 Menschen an diesen Veranstaltungen teil. Zwei wurden wegen Verwaltungsübertretungen festgenommen, dazu kamen 51 Identitätsfeststellungen, 76 Anzeigen sowie zwei Organmandate.

Erste Bilanz beim Osterverkehr

Bisher sind an den Osterfeiertagen drei Menschen ums Leben gekommen, im Jahr 2020 waren es vier Tote und 2019 acht. Ein 19-jähriger Pkw-Lenker geriet aus unbekannter Ursache auf einer geraden Strecke auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen entgegenkommenden Feuerwehrtransporter, der 44-jährige Lenker dieses Klein-Lkw, der Feuerwehrkommandant von Anger, kam dabei ums Leben. Ein 24-jähriger Pkw-Lenker kam, während er mit seiner Freundin telefonierte, im Bereich einer Kurve mit zu hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und starb an der Unfallstelle.

Ein 33-jähriger Pkw-Lenker, ohne Führerschein unterwegs, kam aufgrund einer vermutlichen Drogenbeeinträchtigung und unsicherer Fahrweise zu weit nach rechts und stieß gegen einen gehbehinderten Fußgänger, den er tödlich verletzte. Bei dem Unfallopfer handelte es sich um Herbert Pichler, dem Präsidenten des Österreichischen Behindertenrates. Er starb im 57. Lebensjahr.

Um die Belastung des Gesundheitssystems so gering wie möglich zu halten, empfahl das Innenministerium, risikoreiche Aktivitäten auf ein Mindestmaß zu beschränken. Beim Motorradfahren etwa verletzen sich jährlich mehr als 4.000 Menschen, 80 verlieren dabei ihr Leben, hieß es in einer Aussendung.

Kommentare (13)
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beneathome
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Arme Polizeibeamte

Gefahrenzulage gibts fürs Bleistifthalten und Radarblitzen.

Mein Graz
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Nach mehr als einem Jahr haben es die Leute noch immer nicht begriffen

Corona ist kein "Schnupfen", auch kein "leichtes Gripperl", und deshalb gibt es zum Schutz der Allgemeinheit diesbezügliche Gesetze.

Wer sich nicht dran hält muss - wie bei jedem anderen Gesetzesverstoß - zur Verantwortung gezogen werden.

Also: passt. Noch viel mehr kontrollieren und abstrafen! Manche lernen es nur, wenn die Strafe im Geldtaschl weh tut oder die Freizeit (etwa durch gemeinnützige Arbeit) eingeschränkt wird.

markus_123
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Kein Wunder, dass es die Diktaturen dieser Welt so einfach haben

Bei so vielen Schafen ...

Mein Graz
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@markus_123

Kein Wunder, dass die Rechts-Populisten solche Zuläufe haben, wird von vielen doch noch immer alles was diese täglich behaupten als bare Münze genommen.

Ratte
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Die Leute werden es auch...

...in 5 Jahren noch nicht begriffen haben. Aber immer rasch einen Schuldigen bei der Hand, damit man nicht zugeben muss, dass man selber die Ursache des Übels ist....

UHBP
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@rat..

Der letzte Satz trifft wohl zu 100 Prozent auf unseren Bundesbasti zu.

Lodengrün
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Wenn

man so auf den Verkehr schaut, dann herrscht Normalität. Alle Nationalitäten tummeln sich da. Keiner soll mir erklären das wären Tagesausflügler. Es sind auch sicher keine die im Ausland arbeiten denn niemand, der gewissenhaft die Regeln befolgt, nimmt diese Beschränkungen in Kauf. Nach Österreich fahren, Test mitbringen, in Quarantäne gehen. Zurück mit Test, in Quarantäne gehen.

Church-Hill
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Es gehört zum Berufsbild

eines Polizisten, dass er unter Umständen mit Angriffen konfrontiert ist!. Nehmen S' das zur Kenntnis, Herr Nehammer.

Mein Graz
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@Church-Hill

Und weil es zum Berufsbild gehört soll es unerwähnt oder gar ungestraft bleiben?

Vielleicht solltest du zur Kenntnis nehmen, dass Angriffe auf Polizisten "Widerstand gegen die Staatsgewalt" sind und - zum Glück - mit saftigen Strafen belegt werden (können).

amse84ik
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@Church-Hill

Wenn ich 65 rote Daumen bekommen würde schreib ich sicher NIE mehr was... Kommt auch drauf an welchen IQ man hat - das als Denkanstoss.

Ratte
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Kein Problem...

...wenn er sich dann auch entsprechend zur Wehr setzen darf. Und dann gehört es halt zum Risikoprofil der Assozialen und des sonstigen Gesindels, wenn sie auf der Strecke bleiben...

gonzolo
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Und es gehört zum „Berufsbild“

eines Asozialen, das Verhalten eines Asozialen zu bagatellisieren – gell, Kirchbergl …

DannyHanny
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Church- Hill

Also nach Ihrer Ansicht muss sich jeder Polizist alles gefallen lassen, eben weil er Polizist ist! Sich treten , bespucken und schlagen lassen, weil er Polizist ist!
Aber wehe die angehaltene, kontrollierte, verhaftete Person hat nur einen blauen Fleck......schon gibt es einen Aufschrei in den Medien, Facebook & Co!
Ich finde unsere Polizisten/ innen sehr höflich, hilfsbereit und freundlich!
Wahrscheinlich auch wenn Sie Leute wie Sie treffen, die nichts dabei finden einen anderen Menschen anzugreifen!