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Welttag gegen RassismusBetroffene erzählen: "Es reicht. Ich gehöre hierher und sonst nirgends hin"

Die Fälle von Rassismus - vor allem gegen Muslime und Schwarze - steigen rasant. Betroffene berichten von ihren Erfahrungen.

Eine Frau demonstriert im Zuge der "Black Lives Matter"-Bewegung in den USA gegen Rassismus © AFP/Kerem Yucel
 

"Es reicht. Es reicht einfach. Ich gehöre hierher und sonst nirgends hin", sagt eine 35-jährige Grazerin, die lieber anonym bleiben möchte. Jeden einzelnen Tag begegne ihr Rassismus. "Blöde Kommentare wie 'Schleich di, du Gsindl' kommen immer wieder." Als sie zuletzt mit ihren Kindern an einer Baustelle vorbeiging und mit ihnen auf Türkisch – ihrer Muttersprache – sprach, musste sie sich von einem Bauarbeiter nachäffen, verspotten und beschimpfen lassen. Sie solle doch wieder "heim" gehen, hieß es. Die Grazerin rief noch vor Ort die Antidiskriminierungsstelle an.

Kommentare (7)
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Guccighost
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wenn jemand einen Menschen

aufgrund seiner Hautfarbe anschreit dann ist er sowieso ein Gestörter bzw hat er einen Klescha.
was sollst gegen solche machen die wirds leider immer geben genauso wie Mörder und Einbrecher.

Isidor9
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Anderer Rassismus wird verschwiegen

Dass viele Tschetschenen Afghanen hassen und viele Schwarze bei uns über Rassismus ausgehend von arabischen Migranten klagen , wird von der linken Antidiskriminierungsstelle tunlichst verschwiegen.

jg4186
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"Wir werden alle in einen Topf geworfen"

Das ist das besonders Schlimme, dass alle in einen Topf geworfen werden.
Da muss man sehr vorsichtig sein. Ich kenne zu viele Schwarze, die eine echte Bereicherung für unsere Gesellschaft sind. Manche junge Türken sind ein Problem, keine Frage. Wer sich nicht an die Regeln halten will, wer sich im Land nicht wohlfühlt, muss nicht hier bleiben. Die Muslime werden lernen müssen, einiges im Land zu akzeptieren: Demokratie, Gleichwertigkeit aller Menschen, gewaltfreie Konfliktlösung, Toleranz u. a.
Ich hoffe immer wieder noch, dass es besser wird: Die bunte Vielfalt bei unseren Fußballvereinen, in den Kindergärten und Schulen. Multikulti ist da in Europa, wir müssen nur lernen, damit offen, tolerant und gewaltfrei umzugehen.

mariopucher@gmail.com
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....naja wen wundert es?

....wenn das Treiben der Türken in der grazer Innenstadt sieht, wo gewerkt wird ohne jeglichen Integrationswillen.Da rede ich noch nicht von illegalem Tun.
.....wenn sich die Türken bemüßigt fühlen sich wie wilde Tiere für ihren Sultan zu demonstrieren und dabei alle Einheimischen verschrecken.
..... wenn sich die Polizei nach begangenen Straftaten der Türken habhaft macht wird auch immer wieder die Rassismuskeule geschwungen....
..... wenn Paralellgesellschaften ganze Stadtbezirke unsicher machen....
.....wenn unsere Frauen, ja unsere, als nicht vollwertig betrachtet werden.
.....und geht Rassismus nur von den Einheimischen aus?
Mein Schwager ist Dominikaner,meine Frau ist Deutsche und beide sind voll integriert.....da würde niemand auf die Idee kommen nur im Ansatz rassistisch gg die beiden zu handeln.....
Es hängt also auch von den Betroffenen ab.

zweigerl
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Selbstbewusstes Auftreten

Selbstbewusster Dezisionismus reicht wohl nicht. Das Zueinanderfinden von null weg, ohne traditionelle Gemeinsamkeiten, ist ein mühsamer Assimilationsprozess, der vor allem auch eine Bringschuld einschließt. Nahezu arrogant wäre die Forderung nach einem Privilegierungsbonus (Anstellungsquote in öffentlichen Ämtern), der von den Migranten selbst und von xenophilen Inländern mit dem Etikett des wertvollen "Anderen" begründet wird. Ab ovo sind die Migranten aber eine fremde, unaufgefordert einwandernde Ethnie, die in einer Verzweiflungsaktion, also Kopf über Hals geflüchtet sind und aufgrund ihrer eklatanten Mangelausstattung dringende Versorgungswünsche anmelden. Dies erzeugt im Falle der Abwehr seitens der autochthonen Bevölkerung höchst prekäre Gemengelagen. Seit Jahren sind die Einwanderungsländer mit diesen kaum lösbaren fremdinduzierten Konflikten konfrontiert, deren Ursache in anderen Ländern zu suchen sind.

smithers
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Betreffend dem Privilegienbonus

Ich hoffe sie haben das Interview von Frau Ngosso gelesen.

zweigerl
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Freiplätze

Frau Ngosso hat ja diese Quote eingefordert, die nicht einmal in ihren eigenen Kreisen, der Wiener SPÖ, ernsthaft diskutiert wird. Zu Recht nicht diskutiert wird. Solche Quoten gibt es aber bereits. Zum Beispiel bekommen geflüchtete Jugendliche bei unverschämt selektiven Aufnahmeprüfungen zu begehrten FH-Studien, die eine Abweisungsquote von bis zu 90% haben, Freiplätze.