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CoronavirusÖsterreich wird AstraZeneca weiter einsetzen

Während die Verbindung zwischen Impfung und dem Tod einer Geimpften in Wien immer noch unklar ist, wird mancherorts das Impfen mit dem AstraZeneca-Vakzin ausgesetzt. Oberösterreich will vorerst weiter impfen.

++ HANDOUT ++ CORONA: OBER�STERREICH - START DER COVID-19-SCHUTZIMPFUNG F�R �BER 80-J�HRIGE
© (c) APA (ERNST GRILNBERGER)
 

Oberösterreich wird den Corona-Impfstoff von AstraZeneca bis auf weiteres einsetzen. Das gaben die Mitwirkenden einer Pressekonferenz unter der Leitung von LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) als Gesundheitslandesrätin Donnerstagnachmittag in Linz bekannt. In dieser ging es um einen Über- und einen Ausblick zu den Corona-Impfungen im Bundesland. Demnach sollte die "breite Bevölkerung" bis 30. Juni zumindest eine Erstimpfung erhalten haben.

In Oberösterreich werde weiter mit AstraZeneca gerechnet, außer es gebe eine andere Entscheidung des Bundes. Vorerst gebe es keine Änderungen des Impfplanes, hieß es in der Pressekonferenz. Der Leiter des Salzkammergut-Klinikums und Mitglied im Krisenstab des Landes Tilman Königswieser stellte fest, die Entscheidung in Dänemark sei eine politische und keine medizinische. Die Nebenwirkungen von AstraZeneca lägen innerhalb der statischen Wahrscheinlichkeit. Es habe bei drei Millionen Impfungen in Europa insgesamt 22 embolische Reaktionen gegeben. Die in Österreich aufgetretenen Fälle würden noch näher untersucht. Eingestanden wurde, dass es aufgrund der Medienberichte "jede Menge Rückfragen" zur Impfung gegeben habe.

Impfbereitschaft groß, Skepsis auch

Königswieser berichtete, anfangs hätten zur Impfung vorgesehene Gruppen zurückhaltend auf Angebote reagiert. Als dann tatsächlich geimpft wurde, sei die Bereitschaft gestiegen. So hätten zuerst 55 Prozent des Personals in den Pflege- und Altenheimen Interesse gezeigt, nunmehr seien 62 Prozent geimpft, bei den Bewohnern seien es 76 Prozent. Vollimmunisiert seien vorerst rund 2.050 Ärzte im niedergelassenen Bereich, zumindest teilimmunisiert seien an die 22.000 arbeitende Personen sowie Hochrisikopatienten in den Krankenanstalten, ebenso fast 5.100 bei den Rettungsdiensten, über 4.500 Personen in Ordinationen sowie über 38.000 Über-80-Jährige. Auch für vollimmunisierte Bereiche sowie für neueingetretene Mitarbeiter und Bewohner im Bereich der Alten- und Pflegeheime werde es immer wieder Angebote geben.

Derzeit werden in Oberösterreich Hochrisikopatienten und ihre Angehörigen geimpft, ab kommender Woche bekommen auch die über 76,5-Jährigen Einladungen. Ende März sollen die Pädagogen im gesamten Bildungsbereich - von Kindergarten bis Matura - drankommen. 27.000 von 40.000 haben ihre Impfbereitschaft bekundet. Auch die Helfer von Feuerwehr, Bergrettung und Wasserrettung sind vorgesehen. Gleichzeitig werden Impfstraßen mit dem Ziel eingerichtet, dass für die breite Bevölkerung pro Bezirk ein bis zwei zur Verfügung stehen sollen. Bisher haben sich "deutlich über 200.000" Oberösterreicher für eine Impfung angemeldet. "Klingt nicht viel", sagte Königswieser, aber er geht allerdings davon aus, dass der Start dem Interesse einen "Boost" verleihen wird. Die Realisierung des Impfplanes mit zumindest Erstimpfungen bis 30. Juni für alle, die es wünschen, hänge jedoch von der Zahl der tatsächlich gelieferten Dosen ab.

Kommentare (2)
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herbert_4711
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In Anlehnung an Lukas 23:34 muss man wohl sagen:



"Herr, vergib den (ober)österreichischen Impfbehörden, denn sie wissen nicht was sie tun."

argus13
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Alle

Politiker, Experten u.a. die Astra Zeneca befürworten und die Nebenwirkungen verharmlosen wie ein bißchen müde, bisserl Fieber... sollen sich öffentlich selbst mit diesem Impfstoff impfen lassen. Man könnte meinen es wird die Bevölkerung als Versuchskaninchen eingesetzt um ev. neue Erkenntnisse zu gewinnen. Viele haben sehr schwere Nebenwirkungen