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Geht um CoronatestsRotes Kreuz Vorarlberg wegen Betrugsverdachts angezeigt

Organisation soll für Bevölkerung gedachte Gratis-Tests in Firmen verwendet und in Rechnung gestellt haben.

© FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR
 

Das Rote Kreuz Vorarlberg und ein ehrenamtlich tätiger Mitarbeiter sind wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betrugs bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien angezeigt worden. In einer Sachverhaltsdarstellung an die Behörde wird skizziert, dass das Rote Kreuz vom Bund gratis zur Verfügung gestellte Antigentests für organisierte Tests in Firmen verwendet und verrechnet haben soll. Das Rote Kreuz hat sich noch nicht geäußert.

Die Anzeige wurde laut wirtschaftspresseagentur.com am 25. Februar von einer Privatperson eingebracht. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigte auf APA-Anfrage den Eingang der Anzeige, man habe sie an die Staatsanwaltschaft Feldkirch weitergeleitet.

Das Rote Kreuz erhält die Antigentests kostenlos vom Bund zur Verfügung gestellt, um damit die Bevölkerung - ebenfalls gratis - auf das Coronavirus zu testen. In Vorarlberg sollen solche Tests vom Roten Kreuz aber auch dazu verwendet worden sein, um in Firmen Mitarbeiter an Ort und Stelle zu testen. Für diese Form der Testung wird allerdings ein Entgelt berechnet, in der Sachverhaltsdarstellung ist von 15 bis 29 Euro pro Test die Rede.

Am Mittwochvormittag wusste das Rote Kreuz noch nichts von der Anzeige. "Bis jetzt haben wir das auch nur aus den Medien", hieß es. Man werde erst eine Stellungnahme abgeben, wenn man den genauen Vorwurf kenne.

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Danke für Ihr Verständnis.

argus13
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Warum

untersucht die rührige WKST nicht auch den Allein- Vertrag von Anschober mit dem Roten Kreuz? Es gibt ja auch andere "gemeinnützige" Vereine in Ö. Nein nur das Rote Kreuz durfte mit der Regierung Werbung machen. Arm sind die vielen fleißigen Helfer, die von überbezahlten Funktionären ausgenutzt werden. Hut ab vor deren auch außerhalb der Pandemie erbrachten Leistungen!

bitteichweisswas
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In unserem Betrieb ...

... mussten wir die Testkits selbst besorgen und bezahlten einen Pauschalbetrag für die "Dienstleistung des Abstrichnehmens".

selbstdenker70
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..

Corona... Das größte Geschäft aller Zeiten.

LUR
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Rotes Kreuz stellt auch Pandemie Experten

„Rot-Kreuz-Expertise kostete anfangs 100.000 Euro monatlich
Sozialministerium zahlte 10.000 Euro für "Zurverfügungstellung" Foitiks.“
Wie viele Experten ( echte und unechte) werden da wohl noch ähnliche Summen bekommen haben.
„ Ist ja Pandemie“ hört man hier und da.
Rechtfertigt aber nicht alles!

scionescio
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Wenn wundert das wirklich?

Das Rote Kreuz ist nichts anderes als ein privater Verein, der aber nicht gemeinnützig sondern laut Satzung gewinnorientiert ist.

Zu bedauern sind die vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer, die sich abstrampeln (meinen aufrichtigen Dank dafür an dieser Stelle!), damit sich die festangestellten Funktionäre satte Gehälter auszahlen können.

Ich weiß noch aus meiner Studentenzeit, dass schon damals das Rote Kreuz nicht die eigenen Mitglieder zum Spendensammeln geschickt hat, sondern sich lieber hochprofessioneller und geschulter Drückerbrigaden bedient hat, um Fördermitglieder zu werben - dass dabei die ersten beiden Jahresbeiträge der neuen Mitglieder an die Drückerbrigade gegangen ist, hat schon damals niemanden gestört, weil in Summe durch die Skrupellosigkeit der professionellen Werber mehr Geld hereingekommen ist, als wenn ehrenamtliche Helfer bei ihren Nachbarn geworben hätten.

Man ging sogar so weit, dass die professionellen Werber in Rot Kreuz Uniformen auf die Straße geschickt wurden, weil ihnen das einen Vertrauensvorsprung bringen sollte.

bitteichweisswas
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@scionescio

Sorry, aber ich behaupte jetzt, dass Sie keine Satzung gelesen haben sondern einfach "Bullshit" verbreiten.
Es gibt tatsächlich mindestens 22 Rotkreuzvereine in Österreich. Ich kenne keine Satzung, in der eine "Gewinnorientierung" vorkommen soll. Und "festangestellte Funktionäre" widerspricht sich.
Ja, Sie werden einmal einen Studentenjob als "Werber" gehabt haben, aber nur aus diesem Grund nehme ich Ihnen die Kompetenz über das Rote Kreuz zu urteilen nicht ab.

scionescio
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@ichweißnix: was sie behaupten und nicht wissen, ändert nichts an den Fakten...

.... das Rote Kreuz in Österreich ist mittlerweile ein großes Unternehmen mit fast 700 Millionen Umsatz (Umsatzsteuerbefreit!) und die Spenden tragen kaum 10% zur Finanzierung bei - hauptsächlich bezahlt der Staat und damit ich als Steuerzahler.
Durch das Ausnutzen der ehrenamtlichen Helfer und den Spendenschmäh bleibt einfach mehr Geld für den größtenteils unnötigen Wasserkopf.

bitteichweisswas
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@Fakten

Sie reden von "Fakten" und werfen mit Halbwahrheiten um sich? Wenn Sie schon beim "Vereinheitlichen" sind, warum greifen Sie nicht gleich eine Ebene höher und spucken nach Genf? Global gesehen spielen sich da ganz andere Summen ab!

PS: Sagen Sie mir bitte, was ein österreichweit tätiger Rettungs- und Pflegedienstleister Ihrer Meinung nach für eine Umsatzhöhe haben sollte?

scionescio
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@Ichweißnix: was genau ist denn eine Halbwahrheit?

Warum sollte ich nach Genf spucken wollen?
Da scheinen jemanden gerade die Sicherungen durchzubrennen ... vielleicht selbst ein Teil des Wasserkopfes?

dieRealität2020
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Tatsache ist, das schon seit Jahren sich keine Leute merh finden die für caritative Vereine und Zwecke Spenden sammeln

Das ist Fakt. Dafür zahlen die Vereine nach verschiedenen Arten Provisionen. Manche zahlen ihren Sammlern z.b. u.a. Studenten auch Stundenlöhne. Daran gibts nichts zu rütteln. Dass ich es nicht vergessen, fragen sie nach und schlagen sie nach, die Rote Kreuz Sammler mit der Blechbüchse sind schon jahrelang lange nicht mehr freiwillige Mitarbeiter.
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Wer nimmt sich noch die Zeit unentgeltlich ehrenamtlich und kostenlos unzählige Stunden zu opfern? Um Sammlungen für karitative Vereine vorzunehmen. Da bildet das Rote Kreuz keine Ausnahme. Unabhängig davon steigen verständlicherweise auch die Kosten des Roten Kreuzes von Jahr zu Jahr.
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Denken sie nach? Wer leistet einen wertvolleren Dienst an der Gesellschaft und seiner Menschen das Rote Kreuz oder die Caritas? Meines Erachtens sollten diese Vereine und privaten Hilfswerke wie Caritas, Volkshilfe usw. von denen gesponsert werden die sie ins Leben riefen. Wiso sollte ich den Selbstdarstellungsdrang und den Selbstdarstellungstrieb von einigen Wasserköpfen finanzieren?
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Sichtbares Zeichen, 2015 sind die Helfer Schlange gestanden, 2019 und 2020 gab es nur mehr einen kleinen Prozentsatz die Hilfe anboten.

dieRealität2020
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Tatsache ist das die karitativen Vereine immer mehr anwachsen

Und immer mehr Geld vom Staat fordern. Der Geltungsdrang und das Geltungsbedürfnis dieser Gründer ist daraus ausgerichtet sich im eigenen Verein anzustellen und durch Spenden und Förderungsgelder die Kosten dafür zu bezahlen. Die tatsächliche Problematik liegt darin, dass die Vereine keine Buchhaltung führen müssen (keine Prüfung) um festzustellen, wie das Verhältnis zwischen Ausgabe und Einnahmen ist. Dadurch ist dem legalen oder auch illegalen Betrug Tür und Tor geöffnet.

scionescio
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@dieRealität2020: wir sind selten ähnlicher Meinung...

... aber das ist so ein rarer Moment;-)

Sicherheitsfachkraft
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Liebe(r) scionescio,

bitte lehnen Sie sich doch nicht so weit aus dem Fenster hinaus, mit solchen Aussagen, denn Sie wissen schon wer Ihnen dann helfen muss?

Nämlich das Rote Kreuz und vielleicht auch mit hauptamtlichem Personal!

"Nur als Gedanke!"

scionescio
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@Sicherheitsfachkraft: im Fall des Falles helfen mir hoffentlich die ehrenamtlichen Helfer und mit ziemlicher Sicherheit nicht die bezahlten Funktionäre!

Falls es ihnen entgangen sein sollte: bei diesen Menschen habe ich mich ausdrücklich bedankt - der aufgeblähte Wasserkopf dahinter und die seltsame Nähe zu Türkis bzw. die damit verbundenen Geschäfte und Gefälligkeiten finde ich absolut verzichtbar.

Kurznotiert22
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Im Westen nichts Neues

Wiederholt scheint ein eifriger Rotkreuzoberster die Weste - nicht mehr weiße - zu besudeln. Diese grandiosen Ideen sind keine „Denkprodukte“ ehrenamtlicher Mitarbeiter.

bam313
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Das ist wirklich nichts Neues.

Wöginger und Foitik sind skrupellos.
Deswegen ging ich als Freiwilliger zum Samariterbund.