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ÖsterreichweitVerkehr in Ballungsräumen wieder auf Vor-Corona-Niveau

Laut Asfinag ist auf den Reiserouten trotz Urlaubssaison jedoch deutlich weniger los.

© APA/HANS KLAUS TECHT
 

Die für Autobahnen und Schnellstraßen zuständige Asfinag hat am Donnerstag eine Bilanz des Berufs- und Reiseverkehrs gezogen - und sie fällt differenziert aus: Rund um die Ballungsräume ist von der Coronavirus-Pandemie nichts mehr etwas zu merken, während es auf den Reiserouten noch deutlich ruhiger zugeht.

Bundesweit hat der Lockdown für einen Rückgang des Gesamtverkehrs von 23 Prozent im ersten Halbjahr 2020 gesorgt, dabei allein für fast 25 Prozent weniger Pkw-Aufkommen. Der Schwerverkehr liegt bei einem Minus von rund acht Prozent. Rund um die Ballungsräume hat sich der Verkehr jedoch bis Ende Juni auf das Niveau vom März, also vor Beginn des Lockdowns, eingependelt. "Der Trend zeigt, dass sich vor allem Berufs- und Pendlerverkehr im Bereich der großen Städte normalisiert haben", so Asfinag-Vorstand Josef Fiala in einer Aussendung.

Die Prognosen für den anstehenden Reiseverkehr im Sommer bleibe schwierig. "Trotz einer guten Buchungslage in Österreich lässt sich zurzeit nur schwer abschätzen, wie sich der Verkehrsstrom allgemein oder speziell etwa in Richtung Adria entwickeln wird", erklärte Fiala.

Rückgang um die Hälfte

Die ersten beiden Reisewochenenden haben jedenfalls noch deutliche Rückgänge im Individualverkehr entlang der Reiserouten gezeigt. Das zweite Reisewochenende 2020 brachte im Vergleich zum Vorjahr jeweils ein Minus von 31 Prozent auf der Brenner-Achse A12 und A13, minus 17 Prozent auf der A10 und A11 sowie minus zehn Prozent auf der Pyhrnautobahn. Auch die Ost-West-Verbindung entlang der Donau-Achse von Deutschland Richtung Ungarn liege bei den Pkw im Vergleich zum Vorjahr bei einem Minus von acht Prozent.

Eine Veränderung beim Urlaubsverhalten zeigt auch eine Umfrage des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) unter 125 Fachleuten. "Mehr Urlaubsreisen im Inland, deutlich weniger Reisen außerhalb Europas", fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger das Ergebnis zusammen.

Drei Viertel der Befragten rechnen demnach damit, dass der Radtourismus langfristig an Bedeutung gewinnen wird. 78 Prozent der Fachleute sehen weniger Kreuzfahrten und Flugreisen, 73 Prozent mehr Urlaubsfahrten mit dem Auto und 50 Prozent mehr Zug- bzw. Nachtzugreisen.

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