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Coronavirus"Kitzloch"-Bar war möglicherweise ohne Gewerbeberechtigung

Laut Recherchen der "Tiroler Tageszeitung" - Bezirkshauptmann Maaß: Covid-Maßnahmen dadurch nicht beeinflusst

CORONAVIRUS - TIROL BEENDET WINTERSAISON FR�HZEITIG
© (c) APA/JAKOB GRUBER
 

Für die "Kitzloch"-Bar in Ischgl soll zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Coronakrise keine gültige Gewerbeberechtigung bestanden haben. Das hat am Sonntag die Tiroler Tageszeitung Online (tt.com) berichtet. Der Landecker Bezirkshauptmann Markus Maaß gab dieser dazu ("laufendes Ermittlungsverfahren") keine Stellungnahme ab, die getroffenen Covid-Maßnahmen seien dadurch nicht beeinflusst gewesen.

Laut Recherchen der "TT" auf Grundlage interner Emails der Bezirkshauptmannschaft und Emails dieser im Austausch mit dem Landeskriminalamt soll Ende März immer noch die Vorbesitzer-Gesellschaft des jetzigen Eigentümers als Verantwortliche gemäß Sanitätsrecht und Gewerberecht im System aufgeschienen sein. Der von der Behörde Anfang Februar festgestellte Eigentümerwechsel sei nicht mit den im Firmenbuch sowie im Gewerbeinformationssystem vorhandenen Eintragungen abgeglichen worden. Das Gewerbereferat stellte Ende März fest: ""Aufgrund der nunmehrigen Sachlage hat von der Sporthotel Silvretta GmbH (der aktuellen Eigentümerin, Anm.) noch keine Gewerbeanmeldung für diesen Betrieb stattgefunden."

Auch wenn der Datenabgleich im Februar stattgefunden hätte, so hätte das keine Auswirkungen auf die behördlichen Covid-Maßnahmen im Falle der "Kitzloch"-Bar gehabt, sagte Maaß gegenüber der "TT". Die damaligen Bescheide seien an viele gegangen - unter anderen an die Polizei und auch "an den tatsächlichen Betreiber". Somit sei eine "rechtsgültige Zustellung" gewährleistet gewesen. "Das Ergebnis ist wichtig: das Lokal ist gesperrt worden", unterstrich der Bezirkshauptmann.

Kommentare (11)

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Isidor9
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Synonym

Ischgl wird immer mehr zum Synonym einer moralischen Katastrophe. Vom infektioIogischen Aspekt abgesehen.

Isidor9
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Würde mich nicht wundern

Das würde ins Bild dieser gierigen Partie passen. Aufgrund des monströsen Ausmaßes der Ischhlaffäre gehört da mit dem eisernen Besen ausgemistet. Rigoros, ohne Ansehen der Person. Das miese Mauern, Wegducken, Jammern, Auf-andere - Zeigen , Relativieren, Lügen, Verschweigen und Sich -als-Opfer -Darstellen muss schonungslos bloßgestellt werden. Nur so können wir unser verlorenes Gesicht vor der Weltöffentlichkeit vielleicht irgendwann wiedergewinnen .

Carlo62
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Hier wird wieder einmal alles vermischt!

Die Bar selbst benötigt keine Gewerbeberechtigung sondern eine Betriebsstättengenehmigung. Diese ist an das Gebäude mit den Einrichtungen samt Auflagen gebunden und geht bei Wechsel des Pächters oder Betreibers nicht verloren. Der Betreiber muss eine entsprechende Gewerbeberechtigung haben oder einen Geschäftsführer einstellen, der eine solche hat. Was die TT im Kunjunktiv verbreitet, ist sehr schwammig!

satiricus
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Sie mögen ja (großteils) richtig liegen, aber....

... ich kann mir nicht vorstellen, dass die TT dies einfach so mirnix-dirnix ans Tageslicht bringt. Noch dazu, wo man die TT nicht unbedingt als 'regierungsfeindlich' einstufen kann.....
In erster Linie geht's wohl auch um die Dokumentation, dass vor dem Gesetz & den behördlichen Bestimmungen doch nicht alle gleich sind. Was für Otto Normalverbraucher gilt, muss noch lange nicht für gewisse andere Zirkel gelten (zB Adler-Runde).....

Carlo62
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Im Konjunktiv...

...können Zeitungen (fast) alles schreiben.

georgXV
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???

Gewerbeberechtigung hin oder her - dies ist doch wirklich nur ein Nebenkriegsschauplatz (der natürlich auch verfolgt werden muß) !
Viel, viel wichtiger sind die Versäumnisse im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona Virus.
Der Imageschaden für Tirol (und Österreich) ist enorm und es wird Jahre (und viel, viel Steuergeld) dauern, bis dies alles wieder behoben ist.

satiricus
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Wer eine gewerbliche Tätigkeit beginnt, muss....

... von der 1. Minute an im Besitz einer gültigen Gewerbeberechtigung sein.
Dies gilt auch dann, wenn man der Adler-Gruppe angehört.
Andernfalls wird diese Tätigkeit "unbefugt" ausgeübt, was man auch als "Schwarzarbeit/Pfusch" bezeichnen könnte und selbstverständlich (strengstens) zu bestrafen ist.
Wenn man aber mit Behörden und vor allem mit der Politik richtig vernetzt ist, wird sich wahrscheinlich wohl ein Weg finden, diese Angelegenheit ohne großartige Sanktionen aus der Welt zu schaffen.....

Trieblhe
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@grundsätzlich schon richtig,

die Meldung des Eigentümer/Betreiberwechsels an die Behörde hätte unbedingt erfolgen müssen. Laut dem Bericht der TT und meiner Einsichtnahme in das Gewerberegister ist die übernehmende GmbH aber sehr wohl im Besitz einer Gewerbeberechtigung zur Führung von Bars/Hotels/Restaurants. Von Pfusch und Schwarzarbeit zu sprechen ist hier - offensichtlich - komplett falsch.

satiricus
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@ Trieblhe:

"Schwarzarbeit & Pfusch" ist ja nicht exakt auf den konkreten Fall bezogen, sondern die allgemeine Umschreibung für (gewerbliche) Tätigkeiten, welche ohne entsprechende Genehmigungen ausgeführt werden.
Dies vor allem in handwerklichen Berufen, aber auch im Handel od zB im Dienstleistungsbereich.
Das kennen wir doch alle - Sie wohl auch :-)

notokey
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Na ja,

dann ist es ein Versagen der Behörder, oder? Bevor etwas neu aufgesperrt werden kann, muss es doch überprüft werden, oder? Gilt das etwa wieder nur für die "Kleinen"? Tja, das berühmte "Netzwerk"!

Reipsi
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Ohne Gewerbeberechtigung ?

Die Behörden kümmern sich um sich um jeden Sch... , aber um was sie sich kümmern sollten tun sie nicht.