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"Planungen fast unmöglich"Hoteliers vor Wiedereröffnung hochgradig verunsichert

Zweieinhalb Wochen vor dem Hochfahren nach dem Corona-Shutdown gibt es noch keine behördlichen Vorgaben für die Umsetzung - und insgesamt gebe es nicht ausreichend Vorbereitungszeit.

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Nach der Corona-Sperre dürfen die touristischen Beherbergungsbetriebe ab dem Pfingstwochenende wieder öffnen. Die Branche ist verunsichert, denn es gibt noch keine genauen behördlichen Vorgaben dafür. Bis zum 29. Mai haben die Hotels und Pensionen aber nur noch zweieinhalb Wochen Zeit, alles regelkonform vorzubereiten. "Planungen sind so fast unmöglich", so der Tourismusberater Ennemoser Consulting.

Jedenfalls sei eine Vorlaufzeit von vielleicht letztlich nur einer Woche viel zu knapp. Denn in der Theorie getroffene Aussagen hielten in der Praxis nicht immer stand. Die Hotellerie sei viel komplexer als die Gastronomie, die ja bereits ab diesem Freitag nach einem zweimonatigem Corona-Lockdown wieder hochfährt. "Eigentlich hätten aus diesem Grund die Regeln für die Hotellerie vor jenen der Gastronomie aufgestellt werden müssen", betonte Geschäftsführer Klaus Ennemoser, der früher Obmann des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich war, am Dienstag in einer Aussendung.

Die allgemeinen Regeln bezüglich Abstand und Hygiene, welche auch für die Gastronomie gelten, seien hinreichend bekannt, so der Tiroler Tourismusberater. Was fehle, seien die spezifischen Regeln für die Hotellerie, nach denen sich die Unternehmer richten könnten. Das praktische Umsetzen von notwendigen Maßnahmen könne nicht innerhalb einer Woche erfolgen, sind sich Branchenkenner einig. Was fehle, seien wichtige Parameter für strategische Entscheidungen - also ob und in welchem Ausmaß ein Hotel überhaupt öffnen kann.

Regelungen und Leitlinien fehlen

Mangels Regelungen und Leitlinien wissen die Quartiergeber heute noch nicht wieviel Kapazität und Verpflegung sie vorhalten sollen. Ebenfalls unklar ist, ob bauliche Maßnahmen erforderlich sein werden, um coronakonform aufmachen zu können. Zu knapp vor der Eröffnung bekannt gemachte Regeln könnten auch zu Lieferengpässen führen, so die Befürchtung.

Ebenfalls noch kein Bild machen kann sich die Branche davon, in welchem Ausmaß die touristische Infrastruktur ab dem Pfingstwochenende zur Verfügung steht. Diese ist aber ein wichtiger Bestandteil des Hotelprodukts. Denn der Urlauber will nicht nur schlafen, sondern auch etwas unternehmen.

"Dies sind nur einige essenzielle Fragen, die beantwortet sein müssen, bevor überhaupt der betriebswirtschaftliche Planungsprozess starten kann", erklärte Ennemoser. Marketing betreiben, Mitarbeiter anstellen und Einkäufe in den Zulieferbetrieben tätigen könne man erst nach einer validen betriebswirtschaftlichen Planrechnung. Die Gestaltung von Arbeitsverträgen und Zusagen für Mitarbeiter seien schon heute notwendig. "Und für eine solche Finanzplanung fehlen die Parameter."

Der Branchenkenner rechnet jedenfalls mit Verzögerungen beim Re-Opening: "Man wird wohl zwischen einem theoretisch möglichen und einem praktischen Eröffnungstermin unterscheiden müssen."

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