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Coronaregeln für MessenHandkommunion und kein Weihwasser

Bischofskonferenz erließ Detailregeln für katholische Gottesdienste: Taufen und Trauungen im Familienkreis sind mit maximal zehn Personen limitiert.

© (c) APA/dpa/Federico Gambarini (Federico Gambarini)
 

Mit den gelockerten Corona-Schutzmaßnahmen können ab 15. Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden. Die Bischofskonferenz hat detaillierte Regeln für katholische Messen erlassen. "Zum gegenseitigen Schutz ist das gemeinsame Beten und Singen auf ein Minimum zu reduzieren", Handkommunion ist (sonntags) erlaubt, kein Weihwasser, Taufen und Trauungen mit maximal zehn Teilnehmern, Begräbnisse mit maximal 30.

Weiter verschoben werden Messen im Freien, Erstkommunion und Firmung. Bis Ende August können große kirchliche Feste nicht in gewohnter Weise gefeiert werden, betonten die Bischöfe laut Kathpress in einem am Sonntag veröffentlichten Hirtenwort. Generell gilt auch in der Kirche: 10 m2 pro Person, prinzipiell zwei Meter Mindestabstand, Maskenpflicht, regelmäßige Desinfektion von Türgriffen etc. Über die Einhaltung wachen Ordnerdienste. Kommt es - etwa bei der Kommunion - irrtümlich zum direkten Handkontakt, muss der liturgische Dienst unterbrochen und die Beteiligten müssen sich die Hände waschen oder desinfizieren.

Ganz genau geben die Bischöfe geregelt, wie die Kommunion gespendet wird: Nur Handkommunion ist erlaubt, dabei aber direkter Handkontakt zu vermeiden. Die Hostien müssen bis dahin zugedeckt sein, der Austeiler muss kurz vorher eine Maske anlegen und sich die Hände "gründlich" reinigen. Es ist "größtmöglicher Abstand" einzuhalten, "die Worte 'Der Leib Christi' - 'Amen' entfallen". 2-Meter-Regel und Maskenpflicht sind dafür kurzfristig ausgesetzt. Ministranten dürfen (mit zwei Metern Abstand) eingesetzt werden. Die Messe soll immer nur "in der großen Kirche" gefeiert werden, unter der Woche soll auf die Kommunionfeier verzichtet werden. In dieser ersten Stufe sind die Gläubigen weiter von der Sonntagspflicht entbunden.

Taufen und Trauungen sind möglich - wobei aber Verschiebung empfohlen wird -, jedoch nur im engsten Familienkreis. Bei der Trauung wird statt dem Anstecken der Ringe "die Bestätigung der Vermählung durch das Umwickeln der Hände mit einer Stola in Stille" vorgeschlagen. Gebeichtet wird weiter nur außerhalb des Beichtstuhles, "bevorzugt in einem ausreichend großen und gut durchlüfteten Raum", mit zwei Meter Abstand und eventuell Plexiglasscheibe.

In ihrem Hirtenwort ersuchten die Bischöfe die Gläubigen weiter um "Geduld, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme verbunden mit dem Blick auf verschiedene Formen des Kirche-Seins". Die Einschränkungen seien ein notwendiger Beitrag zur Überwindung der Pandemie und würden dem christlichen Gebot der Selbst- und Nächstenliebe entspringen. Es sei "eine Zeit der Hauskirche", es gelte weiterhin zu Hause zu beten und die Bibel zu lesen - und die "Mitfeier des Gottesdienstes über die Medien" sei weiter wichtiger Teil des Glaubenslebens.

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Danke für Ihr Verständnis.

Kugo
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Mutlose Kirche - Wovor haben wir Angst?

Wenn man die Auflagen der BIKO liest dann werde ich sehr nachdenklich! Es steht für mich außer Zweifel dass wir in dieser schwierigen Phase zusammenstehen und im Alltag ein neues Miteinander leben müssen! Ich erinnere aber an die Predigt und an das Gebet für den Welt- und den Ortskreis von Papst Franziskus Ende März auf dem Petersplatz! "Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?" Ich wünschte mir oft Jesus in das Jahr 2020! Seine Botschaft ist aktueller denn je!

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tenke
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Der Glaube an den Glauben

ist das, was einem Menschen persönlich die Angst nehmen kann - Stichwort Selbstschutz.
Dies sollte aber (heute, 2020) nicht mehr mit reellen Bedrohungen (Krieg, Viren!) verwechselt werden. Egal welche Krankheit, der Glaube (allein) hat noch KEINE einzige geheilt. Im besten Fall hat die positive Einstellung des Glaubenden zur Genesung beigetragen.

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beobachter2014
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Pest?

Ich bin auch für Schutz vor Corona, aber Mindestabstand 1 m und Händewaschen müsste genügen! Diese Regelung schaut danach aus, ob die Pest wieder ausgebrochen wäre (und jeder, der mit einem Infizierten auch nur kurz in Kontakt kommt, stirbt unweigerlich)!
Unter diesen Bedingungen ist ein Messbesuch für mich uninteressant! 10 qm sind ein Quadrat von 3,3 m. Was soll da der Abstand von "mindestens 2 m"? Eine der beiden regeln ist überflüssig ....
Rätselhaft wird mir bleiben, warum keine Gottesdienste im Freien abgehalten werden können, wenn die Gegebenheiten vorhanden sind! Und spucken Priester und Gläubige bei den Worten "Leib Christi" und "Amen"? Ist mir bisher noch nicht aufgefallen ...

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tenke
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Ein paar Punkte...

1. Absatz: muss nicht kommentiert werden.
2. Absatz: wie es scheint, sind sie auch unter normalen Umständen nicht oft dort anzutreffen, sonst würden solche kleinen "Einschränkungen" nicht davon abhalten / nach dem niemand mit zwei 4-Meterstäben herumläuft macht eine eher größere Distanz jedenfalls Sinn (wenn Sie zu Hause bleiben haben die anderen ohnehin 10 m2 mehr Platz).
3. Absatz: verhält sich analog dem 1. / hören Sie Virulogen zu, lesen Sie auch den Rest der Zeitung, dann stellen Sie nach Wochen solche Behauptungen nicht mehr auf.

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