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Wechseln zwischen KlassenGewerkschaft ist strikt gegen "fliegende Lehrer"

An den Berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) und Fachschulen sollen größere Klassen wenn nötig auf zwei Räume aufgeteilt werden und Lehrer zwischen ihnen wechseln: Das stößt auf Kritik.

© (c) APA/dpa/Felix Kästle
 

Wenn am Montag Schüler der Maturaklassen wieder in ihre Klassen zurückkehren, erwartet sie Unterricht in kleineren Gruppen. An den Berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) und Fachschulen sollen hingegen größere Klassen wenn nötig auf zwei Räume aufgeteilt werden und Lehrer zwischen ihnen wechseln. Die Gewerkschaft kann "fliegenden Lehrern" nichts abgewinnen.

Während die Schüler der Maturaklassen ab Montag nur noch Prüfungen zum Abschließen des Schuljahrs ablegen bzw. sich in Gruppen auf die schriftliche Klausur vorbereiten werden, sollen Schüler der Abschlussklassen der Handelsschulen und der mittleren humanberuflichen und technischen Schulen den vollen Präsenzunterricht bis zum Ende des Unterrichtsjahres absolvieren. Die Unabhängige Lehrergewerkschaft (ÖLI-UG) wirft dem Ministerium deshalb vor, die Gesundheit der betroffenen Schüler und Lehrer unnötig zu gefährden. Immerhin werde bei allen anderen Schülern auf Unterricht in Gruppen bzw. Schichtbetrieb gesetzt und auf Nachmittagsunterricht verzichtet.

Im Bildungsministerium kann man den Vorwurf nicht nachvollziehen, die Einhaltung der Hygienevorschriften und die Gesundheit der Schüler am jeweiligen Schulstandort hätten immer höchste Priorität. Für den Fall, dass in einem Klassenverband wegen der Klassengröße oder Schülerzahl die Hygienebestimmungen nicht einhaltbar sein sollten, schlägt das Ministerium etwa die Aufteilung der Schüler in zwei nebeneinander oder gegenüberliegende (Klassen-)Räume vor. "Dafür eignen sich besonders offene Lernformen (wie z. B. COOL), die es unterrichtenden Lehrpersonen erlaubt, Gruppen in den selben Unterrichtseinheiten parallel zu betreuen, da Lernende eigenverantwortlich und selbstständig an fachbezogenen und fächerübergreifenden Arbeitsaufträgen arbeiten", heißt es auf Anfrage der APA aus dem Bildungsressort.

Bei Roland Gangl (FCG), dem obersten Lehrervertreter an den Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS), stößt der Vorschlag auf wenig Gegenliebe. "Ein netter Versuch, man könnte diese Pädagogen auch als fliegende Lehrer bezeichnen. Das kann bestenfalls eine Beaufsichtigung sein, mit klassischem Unterrichten hat das wenig zu tun", sagt er im Gespräch mit der APA. Die Teilung einer Klasse in zwei Gruppen mit je einem Lehrer sei ohne entsprechende Ansage des Ministeriums allerdings nicht möglich, "weil irgendwer wird das wohl bezahlen müssen".

Gangl rechnet allerdings ohnehin nicht damit, dass am Montag viele Schüler der BMS- und Fachschulabschlussklassen an ihre Schulen kommen werden. Ein Teil der Schüler, etwa an den Tourismus- und der Hotelfachschulen, habe das Schuljahr ohnehin schon abgeschlossen. Und auch die übrigen Betroffenen werden nicht alle kommen, glaubt der Gewerkschafter. "Viele werden nicht da sein, weil sie gar nicht wissen, dass sie da sein sollten." Schuld daran sei die unklare Kommunikation des Ministeriums mit den Schulleitern. "Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben."

Kommentare (22)

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erstdenkendannsprechen
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und plötzlich ist die aufsicht kein problem mehr...?

wie soll guter unterricht aussehen, wenn der lehrer die halbe zeit oder mehr abwesend ist? da bringt distance learning von zuhause aus mehr...

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posmotrim
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naja,

die einen sind halt im "autonomischen" handeln, die anderen im deutsch-unterricht "wahre wunder imstande"....

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gb355
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na ja..

....jetzt ist halt auch das autonomische Handeln, Management und der gesunde Hausverstand in den BMS ,Fachschulen und AHS angesagt.
Bisher aalte sich der Akademikerkörper in
dieser Schulart vielfach in bloßer Selbstdarstellung, pädagogischer und sozialer
Inkompetenz.
Nehme man sich ein Beispiel an den Grundschulpädagogen, welche im Zuge der
Autonomie wahre Wunder imstande sind und viel mehr als nur Wissensvermittler sind.

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carpe diem
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Gesundheit der Schüler am jeweiligen Schulstandort hätten immer höchste Priorität.

Gesundheit der Lehrer und Lehrerinnen natürlich nicht, die können ruhig zwischen mehreren Gruppen und Klassenräumen hin- und hereilen. Dazwischen natürlich Hände waschen und MNS (nicht zu verwechslen mit NMS) tragen, rauf, runter, wie viele braucht man da, um weiter die Hygienebestimmungen einzuhalten? Und so weiter, und so fort ...

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tenke
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Wenn für Lehrer ein Klassenwechsel innerhalb des Gebäudes zu gefährlich ist,

dürfen sie dann Super-/Baumärkte, Friseursaöons oder Bäckereien betreten??

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Hildegard11
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Und wenn ein Schüler in Abwesenheit des Lehrers Mist macht ist NATÜRLICH der ...

...der Lehrer schuld. Also: erst denken, dann lästern.

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checker43
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Ist

er nicht. Weil es kein schuldhaftes Verhalten geben kann.

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lizard75
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Wenn in einem Regierungsvorschlag das Wort „Lehrer“ vorkommt,

kann man sich sicher sein, dass die Gewerkschaft aus ihrem Hundertjährigen Schlaf aufwacht und reflexartig „Nein!“ schreit... die nächste Frage dieser Modernisierungsverweigerer lautet dann wohl „Wer ist eigentlich gerade Kaiser von Österreich?“...

Man sagt ja, „wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ - wenn die Lehrer nicht unverständlicherweise einen solch großen Schutz vor Veränderungen genießen würden, wären sie wohl bald weg.

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posmotrim
6
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na, gott sei dank

hat man jetzt wieder einmal die lehrer gefunden, um den frust überzogenen freizeitangebots abzureagieren! meiner langen lebenserfahrung nach befinden sich unter ihnen nicht mehr und nicht weniger sandler als unter den hacklern. hätte gern den kommentar der gewerkschaft gehört, wenn man die arbeiter am 1. mai zum dienst "gebeten" hätte...

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der alte M.
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Der 1. Mai

ist ein gesetzlicher Feiertag, die Fenstertage aber nicht. Bitte ein bisschen nachdenken.

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erstdenkendannsprechen
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in manchen bundesländern - steiermark -

sind sie verordnet - gesetzlich also - frei.
als das eingeführt wurde, hat auch keiner was dagegen sagen dürfen (weil - tourismus).
heuer wird das nichts mit dem tourismus an diesen zwei tagen, dann sollen alle die goschn halten...

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posmotrim
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bitte ein bisschen nachdenken

beim nachdenken ist mir aufgefallen, dass die gesetze in letzter zeit nur bedingte gültigkeit hatten - gab's da nicht sogar einen kanzler, der meinte, die VERFASSUNG interessiere ihn nicht?

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checker43
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Also

die Gewerkschafter wissen, dass die Schüler da sein müssen, vermutlich wissen es auch die Direktoren. Man wartet aber passiv auf eine klare Kommunikation vom Ministerium, statt die Schüler proaktiv von sich aus zu informieren.

Dazu Gejammer, dass klassisches Unterrichten nicht möglich sein wird, wenn man für wenige Wochen zwei Klassen parallel betreut. Als ob es das früher nicht auch gegeben hätte, wo ein Lehrer drei Jahrgänge in einem Raum parallel unterrichtet hat.

Zur Gesundheitsgefährdung: Was dachten denn die Gewerkschafter? Dass der Lockdown ewig anhält, unabhängig von der Zahl der Infizierten, die drastisch zurückging?

Dienst nach Vorschrift hoch zehn. Ich bewundere den Minister, dass er bei solchen asozialen Bremsern und Quertreibern, die von einer Krisensituation offenbar überhaupt nichts mitbekommen haben, ruhig bleiben kann.

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altbayer
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Streik

Ich wäre für einen Lehrerstreik von 15.5.bis Anfang Juli - und dann in die wohlverdienten Ferien.
Anfang September kann der Streik dann wieder beginnen.

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VH7F
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Verkäufer, Frisöre etc sind auch gegen wechselnde Kunden

???

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Mein Graz
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@VH7F

Wie viele Kunden betreut ein Frisör gleichzeitig? Höchstens 2, bei einem trocknen die Haare, während er dem anderen den Bart schneidet.
Wie viele Schüler betreut ein Lehrer? Sicherlich mehr als 2, sonst müssten die Klassen ja nicht geteilt werden!

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tenke
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Richtig,

aber ein Lehrer kann locker 2 Meter Abstand halten.

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baldasar
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Bravo

Schön das die Betonköpfe gegen jede Veränderung sind, leben halt in einer geschützten Scheinwelt...

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Willi128
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Hätte mich schon gewundert

wenn die Lehrergewerkschaft nicht nein gesagt hätte. Sie beklagt sich über Spannungen Nichtlehrer - Lehrer. Aber die Gewerkschaftsführung tut schon seit Jahren alles um die Lehrer als "Privilegienritter" im geschützten Nahbereich des Staates zu etablieren.

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Pelikan22
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Na schön!

Dann bei Magna am Förderbandl auch keine Springer mehr einsetzen! Anscheinend hat der Herr Kimberger aus dem Desaster nichts gelernt. Schon wieder ein Fettnäpfchen, in das die Gewerkschaft mit Genuss hineinstolpert! Deshalb: Schuster bleib bei deinem Leisten!

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Mr.T
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Offenbar...


... haben sie den Artikel nicht mal gelesen... Sie scheinen ja nicht einmal den leisesten Schimmer zu haben worum es in dem Artikel geht!... aber gegen die Lehrervertreter schimpfen!

Und überhaupt geht es hier nicht um den Hr. Kimberger... der ist nämlich nur der gewerkschaftliche Lehrervertreter für Pflichtschullehrer!

Der Bericht behandelt aber die Berufsbildenden Mittleren Schulen (BMS)... da ist ganz jemand anders zuständig! Wer? Steht im Bericht ;-)

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tenke
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Leider noch trauriger,

wenn quer durch unser Schulsystem alle Lehrer(vertreter) diese Einstellung teilen.

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