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Vier AUA-FlügeWeitere Rückholflüge für österreichische Touristen gestartet

Außenministerium rät zum vorzeitigen Abbruch von Türkei-Urlauben - Ägypten ließ nach Corona-Tod eines deutschen Urlaubers weiter Touristen ins Land.

© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Am Mittwoch waren seitens des Außenministeriums Bestrebungen im Gang, weitere Touristen nach Hause zu bringen. Insgesamt vier Maschinen der AUA sollten im Verlauf des Tages Urlauber aus Teneriffa, Las Palmas und Hurghada zurückfliegen. Insgesamt sitzen zumindest 47.000 heimische Urlauber in mehr als 100 Ländern der Welt fest.

Reisende, die sich aktuell in Großbritannien, den Niederlanden, Russland und der Ukraine aufhalten, wurden vom Außenministerium aufgefordert, umgehend diese Länder zu verlassen und die private Heimreise anzutreten. Flüge aus diesen Staaten bekommen ab Mittwoch keine Landeerlaubnis mehr. Den davon Betroffenen wurde angeraten, auf andere Flughäfen auf dem europäischen Festland auszuweichen und von dort - so noch möglich - einen Anschlussflug nach Österreich zu buchen.

Verschärfen könnte sich auch die Situation für Urlauber in der Türkei. Das Außenministerium warnte, dass Direktflüge aus der Türkei nach Österreich in Kürze ausgesetzt werden. Touristen wurde daher dringend nahe gelegt, nicht länger zuzuwarten, den Urlaub vorzeitig abzubrechen und mit dem nächstmöglichen Flug auszureisen.

Noch Einreisen nach Ägypten

Unterdessen wird vor allem in deutschen Medien Kritik an den ägyptischen Behörden immer lauter, die noch am vergangenen Wochenende scharenweise Touristen an die vor allem im Frühjahr beliebten Feriendestinationen am Roten Meer gelassen hatten. Dabei war bereits am 8. März ein deutscher Tourist - ein knapp 60 Jahre alter Feuerwehrmann - an Covid-19 in einem Krankenhaus in Ägypten gestorben. Nach einem Aufenthalt in Luxor hatte der Mann in seinem Hotelzimmer in Hurghada plötzlich hohes Fieber bekommen.

Den ägyptischen Behörden wird vorgeworfen, die Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 zu schönen. Offiziell gelten ein paar 100 Personen als erkrankt. Isaac Bogoch - ein Wissenschafter an der Universität Toronto - vermutete allerdings unlängst in einem Aufsatz für die Fachzeitschrift "Lancet Infectious Diseases", bis zu 19.000 Menschen könnten in Ägypten infiziert sein, wie die "Deutsche Welle" berichtete.

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