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Aus Provinz Hubei Österreicher in China werden demnächst ausgeflogen

Geplant ist eine Ausreise noch vor dem Wochenende. Zahl der Todesfälle ist in China um 38 auf 170 gestiegen - in Österreich gibt es derzeit keinen Verdachtsfall mehr.

© (c) APA/AFP/ROSLAN RAHMAN
 

In der stark vom neuen Coronavirus betroffenen chinesischen Provinz Hubei befinden sich weiterhin noch sieben Österreicher. Diese sollen aber in "den nächsten Tagen" ausgeflogen werden, sagte Außenministeriums-Sprecher Peter Guschlbauer der APA. Geplant ist eine Ausreise noch vor dem Wochenende.

Das genaue Vorgehen wird noch mit europäischen Partnerländern abgestimmt. Es sei etwa möglich, sich an einen der Spezialflüge anzuschließen, die etwa von Deutschland und Frankreich organisiert werden, meinte Guschlbauer. Die Art und Weise der Ausreise entscheidet auch über das weitere Vorgehen mit den Betroffenen. Ob diese - wie es etwa Großbritannien plant - dann in Quarantäne genommen oder in einer Spezialklinik untersucht werden, konnte Guschlbauer noch nicht sagen.

In Österreich hat es indes mit Stand Donnerstag 10.00 Uhr keinen Coronvirus-Verdachtsfall mehr gegeben. Sämtliche bisherigen Verdachtsfälle - zuletzt drei in der Steiermark - haben sich nicht bestätigt, hieß es in einer Aussendung des Gesundheitsministeriums. Es ist auch kein neuer Fall hinzugekommen. "In Österreich gibt es derzeit keinen konkreten Verdachtsfall und die Erkrankung ist bisher in keinem einzigen Fall nachgewiesen worden. Wir sind in laufender Abstimmung mit allen nationalen und internationalen Behörden. Es ist wichtig, umsichtig zu agieren und Gerüchten keinen Platz zu geben. Österreich ist bestens aufgestellt", sagte Umweltminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung

Die Weltgesundheitsbehörde WHO berät angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erneut darüber, ob sie einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausrufen soll. Der Notfallausschuss kommt diesen Donnerstag hinter verschlossenen Türen zusammen, wie WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf ankündigte. In China ist die Zahl der Todesfälle indes um 38 auf 170 gestiegen.

Im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus wollen Forscher in Thailand Fledermäuse in den Blick nehmen. Dazu sollen Wissenschafter der Naturschutzbehörde in den Nationalparks des südostasiatischen Landes alle Höhlen mit Fledermäusen kontrollieren, wie die "Bangkok Post" am Donnerstag berichtete.

Die ersten Fälle waren Ende Dezember in der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten. Es wird vermutet, dass das Virus von einem Markt stammt, wo Wildtiere zum Verzehr verkauft wurden. Viele Infektionskrankheiten des Menschen, darunter Tollwut, MERS und Ebola kommen aus dem Tierreich. Gerade Säugetiere tragen Erreger, die auf den Menschen überspringen können.

Als Quelle neuer Coronaviren gelten unter anderem Fledermäuse und Flughunde. Auch Nutztiere haben in der Vergangenheit solche Viren auf den Menschen übertragen.

 

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