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Messerattacke Mordversuch an Ex-Freundin: Es bleibt bei 13 Jahren Haft

Oberlandesgericht Linz gab Berufungen nicht statt. Bosnier hatte Ex-Freundin mit Messer attackiert und schwer verletzt.

Sujetbild © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Das Oberlandesgericht (OLG) Linz hat die 13 Jahre Haft für einen Bosnier wegen Mordversuchs am Donnerstag bestätigt. Sowohl er als auch die Staatsanwaltschaft hatten gegen das erstinstanzliche Urteil in Wels berufen. Der Mann hat im Herbst 2017 seine Ex-Freundin mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Der Angeklagte streitet nach wie vor eine Tötungsabsicht ab.

Kurz nach der Trennung hatte die Ex-Freundin den eifersüchtigen Mann zum Bahnhof in Wels gefahren, weil dieser in sein Heimatland reisen wollte, um Abstand zu gewinnen. Auf dem Weg kam es zum Streit, der eskalierte. Der Bosnier bedrohte die Frau mit einem langen Küchenmesser, worauf sie den Wagen mitten auf der Straße anhielt und um Hilfe schreiend davonlief. Ihr Ex verfolgte sie und rammte ihr das Messer in den Rücken. Sie überlebte nur äußerst knapp.

Flucht nach Bosnien

Der Mann flüchtete mit dem Auto nach Bosnien. Dort stellte er sich der Polizei, die ihn trotz eines internationalen Haftbefehls nicht festnahm. Auf freiem Fuß soll er seine einstige Lebensgefährtin über einen Fake-Account via Internet bedroht haben - sinngemäß: Er werde nach Österreich zurückkommen und es zu Ende bringen. Schließlich wurde er nach seiner Rückkehr nach Österreich von Zielfahndern festgenommen.

Im April 2019 wurde dem 38-Jährigen in Wels dann der Prozess gemacht. Der Angeklagte gab zwar zu, die Frau mit dem Messer verletzt zu haben, Tötungsvorsatz wolle er aber keinen gehabt haben. Er habe ihr nur Schmerzen zufügen wollen. Das sahen die Geschworenen anders und sprachen ihn einstimmig des Mordversuchs schuldig. Mit einer Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil war der Angeklagte bereits beim Obersten Gerichtshof abgeblitzt. Jetzt folgte die Bestätigung der Strafhöhe durch das OLG. Damit ist das Urteil 13 Jahre Haft rechtskräftig.

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