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Bilanz 2019Rekord-Waffenkäufe in Österreich

"Mit einem Wachstum von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde selbst das Rekordjahr 2015 in den Schatten gestellt", hieß es am Dienstag.

Sujetbild © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Die Zahl der Handfeuerwaffen in Privatbesitz hat in Österreich 2019 zugelegt, Zuwächse gab es bei Neu- und vor allem Gebrauchtwaffen. Nach einem für Branchenkenner unerwarteten Markteinbruch 2018 fiel das prognostizierte Plus noch dazu überraschend hoch aus: "Mit einem Wachstum von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde selbst das Rekordjahr 2015 in den Schatten gestellt", hieß es am Dienstag.

Insgesamt wurden 64.870 Handfeuerwaffen verkauft, um 4.620 mehr als 2018. Die Generalimporteure und Handelsvertretungen setzten damit rund 55,7 Millionen Euro um - "auch das war ein Rekord", hieß es im aktuellen Branchenradar Handfeuerwaffen, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Das Gros des Zuwachses geht auf Gebrauchtwaffen zurück: 25.870 gebrauchte Gewehre und 21.000 gebrauchte Faustfeuerwaffen wanderten über die Ladentheken - in beiden Fällen Steigerungen von über zehn Prozent. Vergleichsweise moderat fiel das Wachstum bei neuen Waffen aus: Der Absatz stieg um 1,4 Prozent auf 18.000 Stück. Davon entfielen 7.400 Stück auf Gewehre und 10.600 auf Faustfeuerwaffen. Verantwortlich für das Wachstum waren primär die Verkäufe von Gewehren mit einer Steigerung von knapp zwei Prozent, Faustfeuerwaffen verbuchten ein Absatzplus von knapp über einem Prozent.

Beliebte Marken

Laut zentralem Waffenregister waren in Österreich mit Ende 2019 rund 1,08 Millionen Waffen der Kategorien B, C und D in privatem Besitz, hieß es in der Branchenradar-Marktanalyse. Im Vergleich zu 2018 stieg der Bestand um rund 56.000 Stück. Rund 47.000 Waffen wurden abgemeldet, damit lag die Anzahl der Neuanmeldungen bei knapp 103.000 Stück. Die Differenz zwischen Waffenverkäufen (64.870 Stück) und Neuanmeldungen (103.000 Stück) erklärt sich aus dem "Below-the-line Geschäft", also Verkäufen oder Besitzerwechseln, bei denen kein Händler involviert ist.

Bei Gewehren erzielten im vergangenen Jahr die fünf umsatzstärksten Marken (Blaser, Mauser, Ruger, Sabatti und Sauer) einen Marktanteil von mehr als 76 Prozent. Bei Faustfeuerwaffen kamen bereits die Top 3 (Glock, Sig Sauer und Ruger) auf 65 Prozent Marktanteil.

Experte sieht Trendumkehr

Wenig überrascht zeigt sich der Sprecher für den Waffenhandel in der steirischen Wirtschaftskammer: „Es gab eine Trendumkehr im Jahr 2015. Seitdem steigt die Zahl der Verkäufe leicht an“, sagt Robert Siegert. In der Steiermark gibt es laut dem Innenministerium 50.872 Waffenbesitzer und 165.091 Waffen (darunter Flinten, Revolver, Pistolen) – nur in Ober- und Niederösterreich gibt es mehr Besitzer und Waffen. Kärnten rangiert Im Österreichvergleich bei den Waffenbeitzern im Mittelfeld. 24.751 Besitzer haben 82.729 Waffen angemeldet. 

Auffällig war laut Siegert, dass sich im Vorjahr viele Jäger neu ausgestattet haben. Durch eine Gesetzesänderung dürfen sie nun einen Schalldämpfer benutzen: „Viele haben dann gleich eine neue Waffe gekauft, anstatt ihre alte Büchse umzurüsten.“

 

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Danke für Ihr Verständnis.

Hieronymus01
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Amerika lässt grüßen.

Wenn man schon (fast) alles hat, dann schaft der Markt eben neue Bedürfnisse.
Wenn jemand glaubt dass er mit einer Waffe im Schrank sicherer lebt hat eindeutig zuviel Wildwestfilme gesehen.

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sandor026
9
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Angst

Das war klar, dass jetzt bei den Kommentaren die Wogen hoch gehen.

Jetzt kommt ein Satz mit vielen "die"s.

Die, die die Angst schüren, sind die, die von den Waffenproduzenten großzügig unterstützt wurden.

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gintonicmiteis
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Kranke Welt

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bond007
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Sinnloser Kommentar

Dieser Kommentar ist so Sinnlos und zeugt nur von Unwissenheit.

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bond007
15
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Die Dislikes würden mich interessieren.

Hier wird immer assoziiert, dass ein Waffenbesitzer ein Gewalttäter ist. Man kann mit Waffen genauso Leben schützen. Das vergessen immer alle. Aber jeder verteufelt gleich alle Waffenbesitzer als böse und solche Zeitungsmeldungen als Vorboten für Gewalt Mord und Terrorismus. Das ist totaler Blödsinn.

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Guccighost
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Wen wunderts wenn Angst haben musst

Das dich jemand mit den Messer angeht

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Lodengrün
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Meinen Sie

jetzt jemanden von den Rechten? Der Osten Deutschlands machts vor.

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taps10
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Die Wahrscheinlichkeit...

... von einem Besoffenen mit dem Auto niedergefahren zu werden, oder um bei Ihrer Angst zu bleiben, von einem "Ur-Österreicher" beim Zeltfest niedergestochen zu werden, ist um ein vielfaches größer.

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styrianprawda
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@Guccighost

Man sollte eher Angst vor Leuten Ihres Kalibers haben.
Denn was nutzt einem gegen einen Messerangreifer eine Feuerwaffe, die daheim sicher verwahrt ist, und die man nicht bei sich führen darf?

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Dilandau
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Also ganz unerwartet ist das nicht

Nachdem die Waffengesetze 2018 verschärft wurden ist es nur eine Frage der Zeit ehe noch mehr verboten wird. Deswegen haben sich alle Waffenfreunde letztes Jahr nochmal eingedeckt. Recht ham sie.

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styrianprawda
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@Dilandau

Aha, und was nutzt das "bereits eingedeckt haben", wenn das Waffengesetz verschärft wird?
Denn das wirkt sich dann auch auf bereits in Besitz befindliche Waffen aus.

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Trieblhe
1
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Traditionell

ist das in Österreich meistens nicht so.

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