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Erschreckendes ErgebnisUnsere Nachbarn - kennen wir sie überhaupt?

Laut aktueller Umfrage kennt jeder vierte Österreicher weniger als die Hälfte seiner Nachbarn. 14 Prozent wollen mit ihnen überhaupt nichts zu tun haben.

© Clemens Schler - Fotolia
 

Wie gut kennen die Österreicher ihre Nachbarn und was macht gute Nachbarschaft aus? Und wie weit geht das Vertrauensverhältnis? Das klärt eine aktuelle Innofact-Trendumfrage für ImmobilienScout24.

44 Prozent der Österreicher kennt zumindest 80 Prozent oder sogar alle Nachbarn und wechselt auch hin und wieder ein paar Worte mit ihnen. Je älter wir werden, desto wichtiger scheint dieser regelmäßige Kontakt: 32 Prozent der über 50-Jährigen ist mit allen Nachbarn bekannt, bei den unter 30-Jährigen sind es nur 18 Prozent.

Jeder Zehnte kennt keinen Nachbarn

Knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) geben an, weniger als die Hälfte der rundum Wohnenden zu kennen. Jeder Zehnte kennt überhaupt so gut wie keinen - je jünger die Befragten, umso ausgeprägter ist diese Tendenz. Bei den 18-29-Jährigen ist es jeder Fünfte, der praktisch keinen Kontakt zu seinen Nachbarn hat. Insgesamt finden das 14 Prozent der Österreicher auch wünschenswert. Ein guter Nachbar zeichnet sich ihrer Meinung nach dadurch aus, dass er sie einfach in Ruhe lässt. Bei Männern ist dieser Wunsch mit 16 Prozent ausgeprägter als bei Frauen mit 11 Prozent.

Was ist ein guter Nachbar?

Was einen guten Nachbarn oder eine gute Nachbarin ausmacht, zeigt sich vor allem im alltäglichen Zusammenleben. So schätzen es fast zwei Drittel (65 Prozent) der Österreicher, wenn ihr Nachbar Interesse zeigt und auch mal im Flur oder auf der Straße zum Plaudern bereit ist. 58 Prozent legen Wert darauf, dass Nachbarn Lärmbelästigungen durch Feiern oder Bauarbeiten vorab ankündigen. Gegenseitige Hilfsbereitschaft steht aber auf der Wunschliste für den perfekten Nachbarn auch weit oben: Fast jeder Zweite ist froh darüber, nebenan klopfen zu können, um sich Eier oder Mehl auszuborgen. Immerhin 41 Prozent nehmen gerne die Dienste von Nachbarn fürs Blumengießen in Anspruch, wenn sie auf Urlaub sind. Und fast genauso viele (38 Prozent) wissen es zu schätzen, wenn Nachbarn sich melden und nach dem Rechten sehen, wenn man ein paar Tage nicht zu sehen war.

Ein besonders großer Vertrauensbeweis ist es, jemand anderem den Schlüssel zum eigenen Zuhause zu überlassen. Ein Drittel der Österreicher würden ihren Nachbarn einen Schlüssel geben, damit zum Beispiel im Urlaub die Katze gefüttert wird oder einfach ein Reserveschlüssel greifbar ist, wenn man sich mal aussperrt. Die deutliche Mehrheit der Befragten (82 Prozent) schenkt aber nur Familienmitgliedern derart viel Vertrauen.

 

Kommentare (5)

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Widotom
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Und war das früher anders?

Gibt es dazu eine vergleichbare Umfrage aus der Vergangenheit?

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brosinor
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Die Österreicher...

...sind großteils Psychos und Soziopthen.
Es ist nicht verwunderlich dass die nix von einander wissen wollen.
Ich war vor einigen Jahren über Nacht sehr krank geworden und bat meine damalige Nachbarin mir aus der Apotheke was mit zu bringen wenn sie in die Stadt geht. Sie sagte kalt lächelnd NEIN, das sei nicht ihre Aufgabe.
Da legst di nieda.....!

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Civium
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Wahrscheinlich haben sie schon vorher nebeneinander

vorbei gelebt, Nachbarschaften sollten gepflegt werden wie Freundschaften!!
Es kommt natürlich auch darauf an in welcher Kinderstube man aufgewachsen ist, oder welchen Charakter man hat.
Meiner Meinung nach hat das Verhalten ihrer Nachbarin mit wenig Intellegenz zutun, auch sie könnte einmal Hilfe brauchen und auch sie wird dann auf keine hoffen dürfen!

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lieschenmueller
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@brosinor

Ich hätte mir gedacht, der nimmt - wahrscheinlich - an ich sei ein Psycho, aber egal, trotzdem tät ich extra in die Stadt fahren und ihm aus der Apotheke was holen. Weil es nämlich extrem unangenehm ist, krank zu sein und man hat niemand in der Nähe.

Bezüglich Nachbarschaft - gegenüber nett, links nett, auf der rechten Seite - nun, man kann nicht alles haben ;-)

Auf die Frage weiter oben, ob es früher anders war: als wir in die Siedung zogen - mein Mann Einheimischer, ich "zugereist", ging er mit mir ebendiese ab und fragte jedes mal, wer da wohne. Nach ein paar Spaziergängen hatte ich die Namen. Inklusive kannte ich die Gesichter dazu.

Ehrlichgesagt, heutzutage sagen mir die Namen ein paar Häuser weiter nichts mehr, also die diese sie übernommen haben und ich kenne auch die Menschen dazu nicht. Alle in der Früh weg, abends wieder heim, und die Gärten gehen hinten raus. Wenn mich Kinder nett grüßen (freut mich immer, dass es das noch gibt), wird es wohl der Nachwuchs derer sein.

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ChihuahuaWelpe56
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Das engere Zusammenleben zb in den Städten

oder das „der Arbeit nachziehen“, hat vieles in der sozialen Nachbarschaft verändert! Wenn man früher den Nachbar oder die Nachbarin zum plaudern getroffen hat, ist es heute vielmals nicht mehr möglich, da jeder schon oftmals in seiner eigenen Wolke „gefangen“ ist oder sich nicht mal ein Stück auf den Nachbarn zubewegen möchte. Die frühere Nachbarschaftshilfe mit dem Hausbau ist nicht mehr möglich; der Hausbau gemeinsam mit dem Nachbarn undenkbar! Stattdessen müssen teure Baufirmen mit osteuropäischen Mitarbeitern diese Arbeiten verrichten. Wenn man sich früher auf der Strasse oder in der Gasse zum Spielen verabredet hat, so ist dies heute undenkbar

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