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Internet-BetrugZugangsdaten und TAN-Codes preisgegeben: 100.000 Euro verloren

Im Glauben an eine gewinnbringende Geldanlage gab er Zugangsdaten und TAN-Codes für sein Bankkonto preis, das in der Folge von den Unbekannten abgeräumt wurde.

© APA (Archiv/dpa)
 

Ein 74-jähriger Salzburger dürfte seit Mai internationalen Betrügern auf den Leim gegangen sein. Im Glauben an eine gewinnbringende Geldanlage gab er Zugangsdaten und TAN-Codes für sein Bankkonto preis, das in der Folge von den Unbekannten abgeräumt wurde. Erst als der erwartete Geldregen ausblieb, erstattete er Anzeige. Laut Polizei hat der Mann über 100.000 Euro an die Betrüger verloren.

Eine Werbung auf Facebook weckte im Frühjahr die Neugier des 74-Jährigen. Über einen Link gelangte er auf eine Plattform, die lukrative Veranlagungen in Kryptowährungen bewarb. Er nahm per E-Mail Kontakt auf und erhielt wenig später einen Anruf einer angeblichen Sachbearbeiterin. Diese informierte ihn über verschiedene Anlagemöglichkeiten. In der Folge übermittelte der Mann wie gewünscht persönliche Kontakt- und Reisepassdaten. Und selbst als die Frau die Zugangsdaten zu seinem Computer einforderte, weil man durch einen externen Zugriff effektiver arbeiten könne, wurde der Salzburger noch nicht stutzig.

Bankkonto freigegeben

Und weil laut der "Kundenberaterin" für reibungslose Überweisungen auch die Freigabe des Bankkontos notwendig war, ermöglichte der 74-Jährige auch das. Schließlich brachte ihn die Frau noch dazu, dass er bei jeder Überweisung die Codes, die er von der Bank erhalten hatte, per WhatsApp weiterleitete. Auf diesem Weg wurden zunächst Beträge von 1.000 bis 3.000 Euro "veranlagt", aber schon nach kurzer Zeit steigerten sich die Summen auf 5.000 bis 15.000 Euro. Von Mitte Mai bis Anfang September schmolz so das Konto des Salzburgers um 107.000 Euro. Seine "Beraterin" blieb in dieser Zeit laufend im Kontakt mit ihm, wobei die Kurznachrichten oder Anrufe von Nummern aus diversen Ländern kamen.

Erst Mitte September kamen dem 74-Jährigen Zweifel an der Seriosität des Unternehmens. Er ersuchte um Rückzahlung des überwiesenen Betrags und des inzwischen erzielten Gewinnes. Zu diesem Zeitpunkt soll er mit den Bitcoins bereits 260.000 US-Dollar erwirtschaftet haben. Selbst zu diesem Zeitpunkt hieß es für die vermeintlichen Betrüger noch nicht Stopp: Die Frau erklärte, dass für die Auszahlung Spesen und Bearbeitungsgebühren in der Höhe von 10.000 Euro anfielen, und tatsächlich drehte der Salzburger den Geldhahn noch einmal auf und gab die Überweisung für den genannten Betrag frei.

Als dann bis Dienstag dieser Woche immer noch kein Geld zurückgekommen war, ging er schließlich zur Polizei und erstattete Anzeige. "Erster Ansatz bei den Ermittlungen ist in diesem Fall der Weg des Geldes", sagte Polizei-Sprecher Hans Wolfgruber zur APA. Das heißt, man versuche die Geldflüsse nachzuverfolgen, wobei man hier in den meisten Fällen auf internationale Zusammenarbeit angewiesen sei.

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