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Geschäft mit der "Liebe"Niederösterreicherin um gut 100.000 Euro betrogen

68-Jährige übergab in mehreren europäischen Städten Bargeld an Unbekannte. Zwei Männer sitzen nun in München in Haft.

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Eine Niederösterreicherin hat knapp mehr als 100.000 Euro an eine Internetbekanntschaft verloren. Die Betrüger täuschten laut Polizei online eine Liebesbeziehung vor und brachten die 68-Jährige dazu, Bargeld an unbekannte Abholer in europäischen Städten zu übergeben. In Zusammenarbeit mit der Münchner Exekutive wurden ein 44-jähriger Italiener und ein 35-jähriger Kameruner als Verdächtige gefasst.

Ein Unbekannter hatte heuer im März die Frau über soziale Medien kontaktiert. Der Mann gab sich als Wissenschaflter auf einem Schiff aus und stellte gemeinsame Lebenspläne in Aussicht, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Freitag in einer Aussendung.

Er täuschte demnach vor, dass er mehrere Millionen US-Dollar an Barvermögen auf dem Schiff habe. Die Scheine seien aus Sicherheitsgründen eingefärbt worden, für die kostenintensive Reinigung brauche er Geld. Über Monate hinweg brachte die 68-Jährige mehrere zehntausend Euro zu Unbekannten im Umkreis von Hauptbahnhöfen in verschiedenen europäischen Städten, die erste Übergabe fand in Linz statt.

Im Juli schöpfte die Niederösterreicherin schließlich Verdacht und erstattete Anzeige beim Landeskriminalamt. Bei einer geplanten weiteren Geldübergabe am Münchner Hauptbahnhof wurden am Nachmittag des 27. August zwei Männer nach erneuter Kontaktaufnahme mit der 68-Jährigen festgenommen. Die Verdächtigen waren nicht geständig und wurden in die Justizanstalt München eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft Linz ersuchte um Auslieferung des Duos.

In Bezug auf weitere mögliche Opfer bzw. Komplizen laufen die Ermittlungen, teilte die Polizei mit. Laut Exekutive handelt es sich bei dieser Form des Betrugs um "Love Scam". Dabei wird Opfern eine Beziehung vorgespielt und ihnen Geld herausgelockt.

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