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Vollspaltböden in der SchweinehaltungMehrheit will, dass sie verboten werden

Laut einer Umfrage würden 81 Prozent auch höhere Preise für Schweinefleisch zahlen, wenn keine Vollspaltböden mehr eingesetzt werden.

© APA/dpa/Friso Gentsch (Symbolfoto)
 

83 Prozent halten Vollspaltböden in der Schweinhaltung für nicht in Ordnung, 53 Prozent befürworten ein Verbot derselben: Das ergab eine Gallup-Umfrage (repräsentativ für die webaktive Bevölkerung in Österreich ab 16 Jahren) im Auftrag des Vereins gegen Tierfabriken (VGT). 81 Prozent würden demnach höhere Preise für Schweinefleisch zahlen, wenn der Vollspaltboden durch Stroheinstreu ersetzt wird.

Vollspaltböden in der Schweinehaltung sind Betonböden, die mit breiten Spalten durchzogen sind, durch die Kot und Urin in einen Güllekanal fallen. Die Schweine müssen dabei über ihren Ausscheidungen leben, kritisieren Tierschützer u.a. 73 Prozent der von Gallup in Österreich online Befragten sehen eine andere Art der Haltung als "sehr wichtig" an, 16 Prozent als "eher wichtig".

88 Prozent wären für die Einführung eines Teilspaltbodens im Austausch zum Vollspaltboden, 52 Prozent sogar "sehr dafür", wie es bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien mit VGT-Obmann Martin Balluch hieß. "Beim Teilspaltboden wird die Schweinebucht in einen Liegebereich ohne Spalten, aber mit Stroheinstreu und einen Kot- und Essplatz aufgeteilt", erläuterte der VGT. Als Mehrpreis pro Kilo Schweinefleisch würden Konsumenten bei verbesserten Haltungsbedingungen im Durchschnitt 4,50 Euro akzeptieren, ergab die Umfrage.

Kommentare (8)

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KurtS
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Politik am Zug

ÖVP und FPÖ haben im Frühsommer die Abstimmung für ein Verbot der Vollspaltenböden verhindert, JETZT, NEOS und SPÖ waren für das Verbot (die Grünen sind ja nicht im Nationalrat derzeit).
ÖVP und FPÖ wollen offenbar eine trostlose Schweinehaltung, wo die meisten Tiere Entzündungen bekommen, oder verrückt werden, und sich gegenseitig verletzen (Schwanzbeißen usw.).
Das sollte man bei der Wahl berücksichtigen

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herwig67
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Ausnahmsweise

stimme ich Balluch zu. Als bekennender Fleischesser bin ich für diesen Vorschlag zur Verbesserung der Schweinezucht. Allerdings gehören die Maßstäbe auch auf den Import angewendet. Werden sie nicht erfüllt, muss dies entsprechend gekennzeichnet werden ( auch im Gastgewerbe). Im Übrigen wäre die Einführung der Hofschlachtung bzw. Schlachthöfe in jedem Bezirk wieder angebracht.

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eadepföbehm
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Das ganze kann nur funktionieren,

wenn dieselben Maßstäbe auch an die Tierhaltung bei Fleischimporten angelegt werden.

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David101
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Vollspaltenverbot JETZT

Doch, man kann und soll in Österreich bessere Tierschutzgesetze machen. Man muss halt die Konsumentinnen und Konsumenten informieren darüber, warum das dann teurer ist! Aber sich ewig darauf auszureden und die Angst herbeizureden, dass dann alle ausländisches Fleisch kaufen, is alt, fad und fantasielos.

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eadepföbehm
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Vollspaltenverbot JETZT

Dagegen habe ich ja gar nicht geschrieben, aber nur Konsumenten aufklären allein ist zu wenig,
der Großteil kauft trotzdem über den Preis ein.
Ein österreichisches Gesetz zum Vollspaltenverbot muss daher auch für Importfleisch gelten, weil es keinen Unterschied für die Tiere macht, ob sie in Österreich oder im Auslang gequält werden.
Im Klartext heißt das dann Importverbot, wenn die gesetzeskonforme Tierhaltung nicht nachgewiesen werden kann.

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David101
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Politische Lösung

In unserem Wirtschaftssystem können wir den Importfleisch nicht verbieten, wir können nur eine Deklarationspflicht einführen. D. h. wir kommen nicht drum herum, dass die Menschen sich "richtig" entscheiden müssen. Aber die Politik kann natürlich lenken, indem es offensive Erklärung gibt, wie die Lebensbedingungen der Schweine ausgesehen haben.
Und wir können Supermärkte offensiv kritisieren, die Tierqualfleisch verkaufen. Und wir können schauen, dass öffentliche Küchen kein Tierqualfleisch mehr verkochen. Es gibt so viele Hebel, wir müssen endlich mal anfangen, sie zu bedienen, anstatt auf doofen Ausreden herumzutanzen wie "die armen Bauern sterben alle aus, wenn die Tierschutzbedingungen verbessert werden." Das stimmt nicht . JETZT gibt es ein Bauernsterben - und zwar deshalb, weil die kleinen Bauern nicht überlebensfähig sind sondern nur die Massentierhalter. Und die, die sich Mühe geben, und höhere Standards auch dementsprechend vermarkten! Also nicht beeindrucken lassen von FPÖ und ÖVP-Politikern, die diese Tierquälerei ständig verharmlosen!

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eadepföbehm
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Wir können zwar Fleischimporte nicht verbieten,

aber wir können in Österreich den Verkauf von Fleisch, das nicht nach unseren Tierschutzstandards produziert werde verbieten und das läuft de facto auf das selbe hinaus.
Freiwillige Aktionen sind ja ganz hübsch, helfen tun sie nur nicht sehr viel, ausser dass der Preisdruck auf unsere Bauern, die sich dann strengeren Auflagen beugen müssen noch größer wird.
Ich Frage mich, weshalb du dich mit Händen und Füßen dagegen wehrst, importiertes Fleisch in die gesetzliche Regelung mit einzubeziehen.
Das ist doch die einzige Möglichkeit mit unseren bescheidenen Mitteln auch international einen kleinen Anstoß zum Umdenken zu geben.

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KurtS
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Supermärkte machen mit

zumindest die Supermärkte in Österreich würden mittels einer Branchenlösung kein Vollspaltenboden-Fleisch importieren, wenn es in Österreich zu einem Verbot kommt.

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