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WienAchtung! Kostenfalle für E-Auto-Fahrer

Wien will zwar den Individualverkehr senken, baut aber dennoch sein Netz an E-Tankstellen aus. Doch Vorsicht: Beim Tanken können teure Roaminggebühren anfallen, warnt die AK.

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Achtung! Kostenfalle für E-Auto-Fahrer in Wien
Achtung! Kostenfalle für E-Auto-Fahrer in Wien © APA/Roland Schlager
 

Wien geht in Fragen der E-Autos seit jeher eigene Wege. So stellt sich die Stadt gegen die von der letzten Regierung geplanten Anreize wie Fahren auf der Busspur und 130 km/h im „Lufthunderter“. Auch Gratisparkplätze und kostenfreies Aufladen findet man seit Oktober 2018 nicht mehr im Angebot Wiens. Neben der Umstiegsförderung des Bundes auf E-Autos will die Stadt zudem keine weiteren Anreize schaffen: „Langfristig soll der motorisierte Individualverkehr gesenkt werden“, heißt es hierzu aus dem Büro von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein. Auch E-Autos bräuchten Platz, deshalb wolle man attraktive Alternativen schaffen.

Kommentare (8)

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pesosope
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ja was glauben denn alle?

dass Strom zum Autofahren billig bleiben wird, dass der Staat die Milliarden Euro an Steuern vom Erdöl einfach so abschreibt, dass die Energieversorger die enormen Kosten für den Leitungsausbau und die größeren Leistungen selbst schluckt? In welcher Phantasiewelt lebt denn der Österreicher und wie lange wird er sich noch von den politischen alles-kein-problem-Rednern das Gehirn zermatschen lassen?

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scionescio
0
26
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Um nach Leistung abrechnen zu können, würde man eichfähige Zähler brauchen ...

... aber die sind in den Ladesäulen nicht vorhanden und können wegen des beschränkten Bauraums auch nicht überall nachgerüstet werden.
Da nimmt mit Ladesäulen Geld verdient, wird sich da auch nicht so schnell was ändern - außer dass die Strompreise nach oben gehen werden, wenn es genug abhängige Abnehmer geben sollte.

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Carlo62
2
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Leistung ist nicht Energie

Der liebe scionescio nimmt den Fehler im Artikel auf und merkt nicht, dass Leistung nichts mit Energie zu tun hat. Eichfähige (elektronische) Zähler sind heute übrigens bereits so klein, dass sie überall eingebaut werden könnten. Dass aber auch die Zeit an Ladestationen Geld kosten müssen ist auch klar. Denn so lange ein Fahrzeug an der Ladestation hängt (während der Fahrer seinen 5. Kaffee schlürft) kann kein anderer die Station nutzen.

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scionescio
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@Tscharlie: selbstverständlich ist das Ziel, die Energie und die Zeit zu verrechnen- keine Ahnung was das bei dir ist, aber die Fachwelt sagt Leistung dazu ...

Es gibt erstens noch nicht ausreichend eichfähige Zähler zu vernünftigen Preisen und zweitens schreibt der Gesetzgeber vor, das der Konsument auch an einem Display die bezogene Energie ablesen können muss (so wie es auch bei einer Zapfsäule der Fall ist).
Die Messkapsel ist nicht wirklich klein und das Display kannst du natürlich nachträglich auch nicht irgendwohin pappen- deshalb versuchen die Anbieter gerade mit einer App-Lösung am Smartphone das Problem zu umgehen - dazu müssten aber Gesetze geändert werden.
Die aktuellen Pauschaltarife sind die Konsequenz aus dem Berliner Urteil: wenn es keine geeichte Messkapsel gibt, darf nur pauschaliert abgerechnet werden. Einzige Ausnahme sind Parkautomaten: die sind auch nichtbgeeicht und trotzdem darf die Zeit verrechnet werden.
Wer nur Wissen aus der Echokammer weiterverbreitet, mag zwar den Applaus der anderen Halbwissenden bekommen, bei Fachleuten macht man sich damit nur lächerlich...

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paulrandig
3
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Carlo62

Okay. Wir wissen jetzt:
Strom kostet Geld, und Platz kostet Geld.
Warum dann nicht ganz sauber trennen:
Der Stromanbieter verrechnet den Strom, der Platzanbieter verrechnet den Platz. Ist das so schwierig?
Funktioniert doch für alle anderen Autos auch: Der Treibstoffanbieter verrechnet den Treibstoff, der Parkplatzanbieter die Parkdauer.
Damit wäre auch dem Stromanbieter gedient: Je schneller er den Strom in die Autos reinpumpt, desto mehr werden pro Tag laden. Und wenn der Parkplatz etwas kostet, wird er wohl nach dem Laden bald wegfahren. Man könnte ja einen Anreiz schaffen, dass er nach erfolgtem Laden in derselben Zone, aber nicht auf einem Ladeplatz, noch eine halbe Stunde gratis an seine Parkdauer dranhängen darf, damit er den Ladeplatz möglichst rasch freigibt.

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Sicherheitsfachkraft
0
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Na, na, na!

Was ist teurer?
Parkplatz, oder Strom?
Also wer soll wem, was verrechnen?
10 Autos hinereinander aufgeladen ist X
10 Parkplätze von 10 Stromtankern ist Y
Bitte erklär mir jetzt, was Z ist?
Zahlt das EVN dem Grundbesitzer, oder umgekehrt?
Diese Antwort würde mich jetzt wirklich interessieren,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

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scionescio
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@Paulrandig: das Problem liegt hauptsächlich darin, dass nicht jeder in der Lage ist, sich nach seinem fahrbaren Untersatz zu richten ...

... oft kannst du vorher nicht genau sagen, wie lange ein Meeting dauert, du beim Arzt drankommst, wie sich ein Dinner entwickelt, etc. und wenn du am Abend von der Arbeit kommst und dein BEV an die Ladesäule hängst, stehst du nicht um 3Uhr in der Früh auf, damit ein anderer laden kann.
Bei Tesla hast du 15min Toleranz wenn dein Auto fertig geladen hast und dann kostet die Minute(!) Standzeit etliche Euros dh da ist nix mit entspannt Kaffetrinken oder einem kleinen Einkaufsbummel- das kann richtig teuer werden ... aber Fanatiker, denen ja lebenslanges Gratisladen versprochen wurde, nehmen sogar das hin;-)

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paulrandig
1
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scionescio

Für Unvorhersehbares gibt es mobiles Parken. Apps und so, die minutengenau rechnen. Ich sag ja nur, dass ein Ladeparkplatz genauso behandelt wird wie ein normaler Gebührenparkplatz daneben. Wenn das Auto fertig ist, man es wegstellt und die Rechnung hinter die Scheibe legt, darf man dort dann 30 Minuten überziehen. Wenn die Parkzone um drei Uhr Früh gebührenfrei ist, muss man auch nicht zahlen. Und in der Früh muss man eh wegfahren.

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