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Aktion gegen KinderhandelVier Opfer in Österreich identifiziert

Europaweit wurden 70 Verdächtige festgenommen und 53 minderjährige Opfer identifiziert.

© Rafael Ben-Ari - Fotolia
 

Im Rahmen einer europaweiten Aktionswoche gegen Kinderhandel im Juni haben heimische Ermittler vier mögliche Opfer identifiziert. Das teilte das Bundeskriminalamt (BK) am Freitag auf Anfrage der APA mit. Je zwei der Opfer stammen aus Ungarn und Nigeria.

Diese Resultate haben nun zu weiteren Ermittlungen wegen des Verdachtes des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung in zwei Fällen und wegen Schlepperei in Verbindung mit Kinderhandel in einem Fall geführt, so das BK. Die Aktionstage fanden vom 17. bis zum 23. Juni statt. In Österreich waren neben dem BK die Landeskriminalämter Burgenland und Wien beteiligt. Kontrollen des BK gab es unter anderem am Flughafen Wien-Schwechat wegen der Schleppung von Minderjährigen in Verbindung mit Kinderhandel. In Wien wurden einige Hotspots hinsichtlich bettelnder Kinder und unmündiger Taschendiebe überprüft.

Außerdem gab es bilaterale Kontrollen mit ungarischen Beamten in der Bundeshauptstadt, bei denen vor allem Prostitution, sexuelle Ausbeutung und Kinderhändler im Visier standen. Insgesamt waren 15 Beamte involviert. Die Polizisten haben 176 Personen und 72 Fahrzeuge an 18 Örtlichkeiten überprüft.

70 Verdächtige festgenommen

Europaweit wurden 53 minderjährige Opfer identifiziert und 70 Tatverdächtige festgenommen, berichtete die dpa. Die Einsätze in 18 Ländern unter Federführung Großbritanniens seien gegen sexuellen Missbrauch, erzwungene Bettelei und die Ausbeutung von Minderjährigen als Arbeitskräfte gerichtet gewesen, teilte die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag mit.

Neben 16 EU-Staaten waren an den Einsätzen auch die Schweiz und Island beteiligt. Laut Europol wurden 36 mutmaßliche Täter unter anderem im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern sowie 34 wegen Menschenhandels inhaftiert. Insgesamt hätten in den beteiligten Ländern 31 neue Strafverfahren wegen Menschenhandels eröffnet werden können. An den Polizeieinsätzen seien auch Sozialarbeiter und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen beteiligt gewesen.

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