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Wien-Podcast mit Franzobel"Die Wiener wären dafür, Wien abzuschaffen"

Starautor und Kleine Zeitung-Kolumnist Franzobel studiert und seziert das Goldene Wiener Herz seit Jahrzehnten und führt im Grätzcast scharfzüngig durch den 2. Bezirk.

SOLOTHURNER LITERATURTAGE, JOURNEES LITTERAIRES DE SOLEURE, 39. SOLOTHURNER LITERATURTAGE, AUTOR,
SOLOTHURNER LITERATURTAGE © (c) APA/KEYSTONE/ANTHONY ANEX (ANTHONY ANEX)
 

Franzobels aktuelles Bühnenstück heißt „Der Lebkuchenmann“ und im letztjährigen Bestseller „Das Floß der Medusa“ erzählt der 52-Jährige die wahre Geschichte von Schiffbrüchigen, die ihr Überleben durch wüsten Kannibalismus sicherten. Ebenfalls einigermaßen kulinarisch geht der gebürtige Oberösterreicher die akustische Führung durch seinen langjährigen Heimatbezirk in Wien an.

Der Bachmann-Preisträger von 1995 („Krautflut“) erzählt bei Grätzlcast-Gastgeber Fritz Hutter, in welchem legendären Leopoldstädter Beisl das Gulasch besonders häufig aufgewärmt wird, welcher Markt im Zweiten französischen Schmierkäse feilbietet oder auch, wohin er bevorzugt Gäste aus dem Ausland entführt.

Aber die Reise des einst regelrecht aus Vöcklabruck in die Bundeshauptstadt geflüchteten ist mehr als eine pointierte Wirtshaustour. Stefan Griebl, wie der Literat mit bürgerlichem Namen heißt, lässt bildhaft die bewegte Geschichte des 2. Wiener Gemeindebezirks aufleben. Der langjährige Kleine Zeitung-Kolumnist berichtet dabei etwa von einst grausam exekutierten Bestrafungsritualen wie dem „Bäckerschupfen“, aber auch von der Rückkehr der orthodoxen Juden in einen Stadtteil, der deutlich mehr zu bieten hat, als hippe Bobo-Lokale, Riesenrad und Happel-Stadion.

Der Grätzlcast ist ein Teil unseres neuen Wien-Magazins „Wien.memo" , das Sie kostenlos dreimal die Woche direkt in Ihrem Postfach lesen können. 

Kommentare (1)

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Ichweissetwas
1
2
Lesenswert?

Bin zwar kein Wiener,

wäre aber auch dafür.

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