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LokalaugenscheinTiroler Fahrverbote: Aufatmen bei Anrainern

Bei einem Lokalaugenschein betonten Befragte, die in diesen Gemeinden leben oder arbeiten, unisono, dass es "höchste Zeit" für diese Maßnahme gewesen sei.

Bei den Anrainern in den betroffenen Tiroler Gebieten findet die Maßnahme viel Anklang © APA/JAKOB GRUBER
 

Atempause vom Verkehr: Anrainer in den betroffenen Gemeinden bescheinigen den für den Autobahn-Ausweichverkehr auf den Landstraßen bei Innsbruck verhängten Fahrverboten eine hohe Wirksamkeit. Bei einem APA-Lokalaugenschein betonten Befragte, die in diesen Gemeinden leben oder arbeiten, unisono, dass es "höchste Zeit" für diese Maßnahme gewesen sei.

"Notfall"

Um die Mittagszeit unter der Woche merkt man in der Gemeinde Aldrans wenig von der Verkehrslawine, die ansonsten regelmäßig durch das Dorf rollt. Oder rollte. Besonders schlimm soll es auf der Innsbrucker Straße sein. Dort befindet sich auch ein Dorfcafé. Die Chefin des Hauses macht ihrem Ärger über die - bis zu den verhängten Fahrverbotenen - vor allem am Wochenende wiederkehrende Situation auch gleich deutlich Luft. "Es war wirklich allerhöchste Zeit", sagt sie: "Ich bin seit 30 Jahren hier, doch was in den letzten Jahren abging, war wirklich unerträglich". Ein Gast stimmt ihr lautstark zu: "Es hat sich wirklich um einen Notfall gehandelt". Die Fahrverbote seien "richtig so", so der Mann. Diese habe man jedenfalls "deutlich gemerkt", sind sich beide schnell einig.

Vor dem Cafe wirkt die Gemeinde bei brütender Hitze fast wie ausgestorben. Nur vereinzelte Passanten haben sich auf die Straße gewagt. Zwei Damen, plaudernd und eine davon im Auto sitzend, vertreten die selbe Meinung wie die Chefin des Cafés. "Die Staus waren schon sehr intensiv", hält eine von beiden fest. "Die Fahrverbote bewegen sehr viel", erzählt die zweite Frau. Was sich Tirol in Sachen Fahrverbote "traut", finden beiden "sehr gut".

Gut für die Bevölkerung

Ein älteres Ehepaar in Sistrans hat ebenfalls eine klare Haltung. "Für die Bevölkerung war die Entscheidung für die Fahrverbote definitiv gut", meint der ältere Herr. Die Proteste aus Bayern und aus dem Ausland stoßen bei ihm auf wenig Verständnis. "Dahinter steckt doch die Frächterlobby", ist er sich sicher. Seine Frau schweigt und nickt. Eine gerade vorbeieilende Passantin, unterwegs mit einem kleinen Kind und zwei Rollern, wird deutlicher: "Es war eine Katastrophe. Platter soll Kurs halten, sonst bin ich grantig". Die Auswirkungen der Fahrverbote habe man "sofort gemerkt": "Es waren plötzlich nur mehr Einheimische unterwegs".

Es war eine Katastrophe. Platter soll Kurs halten, sonst bin ich grantig

Anrainerin

Mit etwas Pathos wartet ein Kellner in einem Wirtshaus in Lans auf. "An dem Wochenende mit den Fahrverboten war es wie auf einem anderen Planeten", meint er und nimmt Bezug auf die Verkehrssituation in einem anderen Teil Tirols: "Bis dahin war es ja schon ähnlich wie im Winter im Zillertal". Am Pfingstwochenende habe der Verkehr beispielsweise bereits um 9.00 Uhr begonnen und sei dann "nicht mehr abgerissen". Wortkarger und doch d'accord mit den anderen Befragten gibt sich der Restaurantleiter in einem anderen, nahe gelegenen Wirtshaus. "So konnte es nicht mehr weitergehen, die Entscheidung war richtig". Dann geht er wieder seiner Arbeit nach. Und hofft, dass die wiedergewonnene Verkehrs-Normalität anhält.

 

Kommentare (3)

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lucie24
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Übertrieben

Finde soetwas total übertrieben. Österreich ist ein freies Land - auch für unsere Nachbarn.

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petrbaur
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..

Das sagen sie auch nur weil sie nicht betroffen sind..

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eleasar
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Gut so!

Die Frächterlobby muss in die Schranken gewiesen werden. Das Wohl der Anrainer steht über den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger. Dem Verkehr sind generell Zügel anzulegen und Maßnahmen zu treffen, um ihn auf nachhaltigere Bahnen zu lenken.

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