AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Tiroler FahrverboteÜber 1.000 Autofahrer am ersten Wochenende zurückgewiesen

Die betroffenen Lenker zeigen sich laut Polizei weiter kooperativ.

TIROL: FAHRVERBOTE IM NIEDERRANIGEN STRASSENNETZ
Ein "Navi-Ausweicher" wird von der Polizei gestoppt © APA/JAKOB GRUBER
 

Nach dem ersten Wochenende mit den verordneten Fahrverboten für den Ausweichverkehr auf Landesstraßen bei Innsbruck liegt eine erste Bilanz vor. Insgesamt wurden mehr als 1.000 Fahrzeuge am Samstag und Sonntag auf die Autobahn zurück geleitet, teilte das Land Tirol Sonntagabend in einer Aussendung mit. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sah jedenfalls eine "Punktlandung".

Allein bei der Ausfahrt Nösslach waren es laut Polizei am Samstag in Richtung Norden innerhalb von vier Stunden 350 Fahrzeuge, die zurückgewiesen wurden. Bei der Ausfahrt Mühlbachl wurden am Sonntag etwa 100 abfahrende Fahrzeuge gezählt.

"Vor allem in Fahrtrichtung Norden war an beiden Tagen starker Rückreiseverkehr. Nachdem wir heute bis zum späten Sonntagvormittag eine mobile Überwachung der Abfahrten vornahmen, wurde mit Zunahme des Verkehrs umgehend eine stationäre Besetzung hochgefahren", berichtete der stellvertretende Leiter der Verkehrspolizei, Günther Salzmann. Die Fahrzeuglenker hätten jedenfalls ein "kooperatives Verhalten" an den Tag gelegt, wurde erneut betont.

"Wieder auf- und einatmen"

Platter und seine Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) sprachen indes von "positiven Rückmeldungen seitens der Menschen in den betroffenen Ortschaften". "Die Tirolerinnen und Tiroler können in den betroffenen Gemeinden wieder auf- und einatmen", meinten beide.

Der Landeshauptmann kündigte erneut eine Evaluierung der Entwicklungen und Abläufe am Wochenende an. "Im Bedarfsfall" werde man dann eine Adaptierung vornehmen.

Betroffen von den Maßnahmen sind alle sogenannten "Navi-Ausweicher", die im dichten Urlauberverkehr Staus auf der Autobahn umfahren wollen. Deshalb werden nach den Autobahnabfahrten im Großraum Innsbruck die weiterführenden Straßen für den gesamten Durchzugsverkehr gesperrt. Das Land hatte zu Fronleichnam die Fahrverbote erstmals angewandt.

Sie gelten bis 14. September an allen Wochenenden, also immer von Samstag, 7.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr. Heftige politische Kritik am Tiroler Vorgehen hagelte es in den vergangenen Tage aus Bayern. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte Deutschland sogar auf, eine EU-Klage einzubringen.

Kommentare (9)

Kommentieren
100Hallo
20
2
Lesenswert?

Regierung

Wie so wird der Verkehr nicht an der Grenze zu Österreich und von Italien gesperrt. Der Einheimische der ein Vielfaches an Steuern und Abgaben zahlt soll die Straßen die er selber bezahlt ungehindert benützen können. Alle Ausländer die in Österreich billig tanken müssten einen höheren Beitrag zahlen, da wir dafür Strafzahlungen wegen CO2 hinnehmen müssen.

Antworten
AAltausseer
1
4
Lesenswert?

Zu viel

Trump gehört?

Antworten
AAltausseer
31
13
Lesenswert?

Eine Schande! Das Florianiprinzip in Reinkultur!

Das grenzt ja geradezu an Freiheitsberaubung!

Erinnert mich an das Benehmen von Herrn Trump!

Antworten
Amadeus005
5
17
Lesenswert?

Sehe ich gar nicht so

Die Tiroler und die Salzburger könnten auch Demos machen. Dann ginge gar nichts mehr.

Antworten
AAltausseer
0
1
Lesenswert?

Natürlich kann man Demos machen!

Aber man könnte auch mal nachdenken!

1) Viele Menschen in Salzburg und Tirol leben vom Tourismus, und nehmen jetzt Touristen in Geiselhaft!
2) so gut und richtig die Klage Österreichs gegen die unfaire Deutsche Maut war, so wichtig ist jetzt eine Klage unserer Nachbarn gegen diese kurzsichtige und egoistische Schikane überwiegend ortsfremder Reisender.
3) Eine wirklich dreiste Ausrede von Herrn Platter: es ist gerechtfertigt, weil wir sonst die Sicherheit nicht gewährleisten können!
4) Nur weiter so, Liebe Salzburger und Tiroler: Ich vermeide dann zukünftig eure schönen Länder. Wir können uns ja vielleicht bei Gelegenheit im Stau auf der Autobahn darüber austauschen. Werden dann ja wohl bald Alle machen, weil es ja so gscheit ist!

Antworten
calcit
2
6
Lesenswert?

Am besten wenns im Winter in die Schigebiete in Tirol geht?

Weil da ist der Verkehr ja dann recht wenn´s sich im Zillertal, Ötztal, am Arlberg oder Fernpass staut... Da ist den Touristiker und Politikern die Anrainerbevölkerung dann ja egal...

Antworten
100Hallo
0
0
Lesenswert?

freie Meinung

Ich bin derselben Meinung habe es nur anders formuliert, dafür aber 20 rote Daumen bekommen.

Antworten
satiricus
0
6
Lesenswert?

Wie es im Leben halt so ist:

Jede Medaille hat 2 Seiten.

Antworten
lapinkultaIII
0
0
Lesenswert?

...

Oder um es mit Mario Basler zu sagen:

"Jede Seite hat zwei Medaillen"

Antworten