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Wien"Obsthandel" lieferte Koks - auf Bestellung und per Taxi

Zunächst wurden zwei Zusteller, ein 35-Jähriger aus Guinea und ein 33-Jähriger aus Sierra Leone, festgenommen - dann ihre nigerianischen Lieferanten.

Fette Beute für die afrikanischen Drogendealer
Fette Beute für die afrikanischen Drogendealer © (c) APA/LPD WIEN
 

In zahlreichen Wiener Clubs und sonstigen Lokalen hat eine Drogenbande Visitenkarten mit dem Aufdruck "Obsthandel" und einer Telefonnummer verteilt. Anrufer bekamen allerdings weder Äpfel, noch Birnen geliefert, sondern Kokain. Rund 300 Drogenkonsumenten versorgten fünf Männer so über eineinhalb Jahre mit dem Suchtmittel. Die Bande wurde nun von Beamten des Landeskriminalamtes (LKA) zerschlagen.

Der Festnahme der fünf Verdächtigen waren mehrmonatige akribische Ermittlungen der Gruppe Pinter im LKA, Außenstelle Zentrum Ost, vorangegangen. Wie die Erhebungen ergaben, lieferte die Betreiber der "Koks-Hotline" die Ware per Taxi. Die Rechnung für den Transport mussten die Kunden selbst übernehmen, berichtete die Polizei am Sonntag.

Zunächst wurden zwei Zusteller, ein 35-Jähriger aus Guinea und ein 33-Jähriger aus Sierra Leone, festgenommen. Schließlich klickten auch für die Lieferanten des Duos, Nigerianer im Alter von 28, 43 und 44 Jahren, die Handschellen. Bei Hausdurchsuchungen in den Bezirken Leopoldstadt, Wieden und Favoriten wurden fast 300.000 Euro Erlös aus dem kriminellen "Obstgeschäft", 200 Gramm Kokain sowie zahlreiche Täter- und Abnehmer-Handys sichergestellt.

Die fünf Männer wurden nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. Die Staatsanwaltschaft verhängte U-Haft.