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Vier Verdächtige in HaftRaubüberfälle auf Geldinstitute geklärt

Die niederösterreichische Polizei hat mehrere Raubüberfälle auf Banken geklärt.

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Nach Raubüberfällen auf Geldinstitute im südlichen Niederösterreich sind vier Beschuldigte ausgeforscht und festgenommen worden. Die Fälle datieren aus dem Zeitraum Mai 2014 bis November 2018, berichteten Ermittler am Donnerstag in St. Pölten. Es handelte sich um vier vollendete Coups mit hohem sechsstelligen Schaden, einmal blieb es beim Versuch.

Auf das Konto zweier Rumänen (45 und 47) gehen den Angaben zufolge die Raubüberfälle auf ein Geldinstitut in Altenmarkt a.d. Triesting (Bezirk Baden) vom 18. Dezember 2015 und vom 23. November vergangenen Jahres. Einer der Männer hatte dabei die Angestellten mit einer Pistole bedroht, während der andere im Fluchtfahrzeug wartete. Die Mitarbeiter - bei dem Coup 2015 auch eine Kundin - wurden jeweils in den Tresorraum eingesperrt.

In Rumänien festgenommen

Ausgeforscht wurde das Duo laut Omar Haijawi-Pirchner, Chef des Landeskriminalamtes Niederösterreich, in Zusammenarbeit mit Dienststellen in der Steiermark, den Behörden in Ungarn und den im Nachbarland tätigen Verbindungsbeamten des Innenministeriums. Nachdem die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt europäische Haftbefehle erlassen hatte, wurden die Beschuldigten im Jänner in Rumänien festgenommen und im Februar nach Österreich ausgeliefert. Sie gaben den ersten Überfall zu, der 45-Jährige gestand auch den Coup aus 2015. Beide sind in Wiener Neustadt in Haft.

Nach einem Raubüberfall auf ein Geldinstitut in Felixdorf (Bezirk Wiener Neustadt-Land) vom 17. Mai 2018 und einem versuchten Coup in Wiener Neustadt vom 21. November vergangenen Jahres wurde ein 45-jähriger Rumäne bereits zu 14 Jahren und ein 33 Jahre alter Landsmann zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Duo verbüßt die Strafen in der Justizanstalt Stein.

Alarmfahndung

Laut Chefinspektor Josef Deutsch vom Landeskriminalamt waren die Männer nach dem versuchten Überfall in Wiener Neustadt im Zuge einer Alarmfahndung festgenommen worden. Sie hatten einen mit Geld aus vorangegangener Beute gekauften Range Rover als Fluchtfahrzeug verwendet. Das Duo war geständig. Der ältere der Männer gab zudem noch zu, mit einem der Polizei bisher nicht bekannten Komplizen am 28. Mai 2014 die Sparkasse in Möllersdorf in der Stadtgemeinde Traiskirchen (Bezirk Baden) beraubt zu haben.

Bei den Coups war Mitarbeitern jeweils vor den Filialen aufgelauert worden. Die Angestellten wurden bedroht, überwältigt, auch gefesselt und geknebelt, ehe die Täter mit ihrer Beute entkamen. Die Opfer blieben zwar in allen Fällen unverletzt, mussten laut Haijawi-Pirchner jedoch psychologische bzw. ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das bei den Überfällen erbeutete Geld wurde von beiden Tätergruppen "durchgebracht", sagte Deutsch. Es wurde demnach für die Begleichung von Schulden, beim Glücksspiel und im Rotlichtmilieu ausgegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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