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''Rehe verhungern''Einstweilige Verfügung bei Streit um Wildfütterung

Im Rechtsstreit zwischen den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF) und einem Jäger um Wildfütterung wurde ein "Zwischenurteil" gefällt.

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Im Rechtsstreit zwischen den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF) und dem Jäger Thomas Tscherne um die Wildfütterung in Gastein (Pongau) hat das Landesgericht Salzburg ein "Zwischenurteil" gefällt. Demnach muss der Jäger die Äußerung einstweilig unterlassen, wonach die ÖBF Rehe mutwillig verhungern lassen, um so den Wildbestand zu reduzieren.

Allerdings darf der Jäger bis zur rechtskräftige Entscheidung über die Unterlassungsklage weiterhin sagen, dass die Bundesforste auf trächtige Tiere schießen lassen. Zudem müssen die Bundesforste dem Jäger die Kosten des Provisorialverfahrens ersetzen. Die der APA vorliegende Entscheidung einer Zivilrichterin ist am 6. März ergangen.

Tscherne hatte im Jänner gegenüber der "Kronen Zeitung" die Frage aufgeworfen: "Lassen die Bundesforste Rehe mutwillig verhungern, um so den Wildbestand zu reduzieren?" Er sprach damals von 30 verhungerten Rehen, weil die Fütterung nicht mehr bestückt wurde. Die Bundesforste entgegneten, dass die Fütterungen deshalb aufgelassen worden seien, weil der Wildbestand im Gasteiner Angertal über Jahre künstlich hochgezüchtet und hochgefüttert und damit ein hoher Schaden am Schutzwald angerichtet worden sei.

Arterhaltung der Wildtiere

Damit der Jäger keine derartigen Vorwürfe mehr erhebt, brachten die Bundesforste eine Unterlassungsklage samt einer einstweiligen Verfügung ein. Sie haben dem Pongauer Ende 2015 das Jagdgebiet im Angertal nicht mehr verpachtet. Der Beklagte ist derzeit Jagdpächter einer Agrargenossenschaft und auch Hotelier im Gasteinertal. Für ihn geht es um die Arterhaltung der Wildtiere in den Alpen, wie er gegenüber der APA erklärte hatte.

Wenn Fütterungsstellen aufgelassen werden und die Tiere im Winter, wenn viel Schnee liegt, nicht gefüttert werden, "gehen sie ein", betonte er. Zu Wildschäden komme es deshalb, weil das Wild beim verzweifelten Versuch, zu überleben, "all das frisst, was nicht so attraktiv ist". So entstünden Verbissschäden an Jungbäumen durch Rehe, und das Rotwild schäle die Rinde von Bäumen. Auch deshalb müsse das Wild im Winter gefüttert werden, erklärte der Pongauer.

Kommentare (3)

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CuiBono
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Bedenkend

dass der "gute" Mann nicht nur Jagdpächter, sondern auch noch Hotelier - möglicherweise auch für Jagdgäste - ist, bekommt seine Aufgeregtheit gleich einen besonderen Sinn. Zusätzlicher Hautgout nicht ausgeschlossen.

Er könnte sich ein eigenes Wildgatter zulegen.
Dann hätte er alles, was er benötigt.

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dude
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"Wildfütterung"

Das Wort allein ist eigentlich schon ein Paradoxon an sich! Entweder ist ein Tier "wild", dann findet es sein Futter selbst, oder in strengen Wintern auch nicht und es wird auf höchstnatürliche Art und Weise dezimiert. Und wenn es zum Überleben einer Fütterung bedarf, kann man es doch nicht mehr als "Wild" bezeichnen.
Und wenn man jetzt sagt, daß bewußt versucht wird, den ohnehin hohen Rotwildbestand weiterhin hoch zu halten, damit genug Material zum "Bewirtschaften" vorhanden ist, gilt man gleich als Jägerhasser.

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Estarte
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WILDTIERE VERHUNGERN !?

Wildtiere fressen angeblich Bäume an, es entstehen angeblich Schäden,sie haben oder bekommen angeblich nichts zu fressen.
MENSCHEN SCHLÄGERN GANZE BÄUME UND ROHDEN WÄLDER !!!!!
Menschen schädigen die Umwelt, zerstören das Klima, die Erde, und geben Tiere zum Abschuss frei......rotten ganze Tierarten aus....(Wölfe,Otter,Wildtiere...)
In und um Graz wird bereits alles dem Erdboden gleichgemacht und zubetoniert...
DAS IST EIN SCHADEN !!!

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