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VorstoßWiener Ärztekammer fordert österreichweite indirekte Impfpflicht

Die Forderung umfasse alle im Gratisimpfprogramm vorgesehenen Impfungen.

© APA/DPA/ARNE DEDERT
 

Die Wiener Ärztekammer fordert österreichweit eine an die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes bzw. der Familienbeihilfe gekoppelte Impfpflicht für Minderjährige bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Ein entsprechender Beschluss fiel am Dienstagabend im Vorstand, teilte die Ärztekammer am Mittwoch mit.

Die Forderung umfasse demnach alle im Gratisimpfprogramm vorgesehenen Impfungen. Bei nicht erfolgten Impfungen inklusive Auffrischungen solle letztlich der Zugang zu öffentlichen Kindergärten verwehrt werden, hieß es in dem vom Vorstand mehrheitlich beschlossenen Antrag. "Es geht uns nicht um Strafen, sondern in erster Linie um den Schutz der besonders Schwachen", erklärte Rudolf Schmitzberger, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien und Vorstandsmitglied, auf APA-Anfrage. Vorgeschlagen wurde ein stufenweises Vorgehen - zunächst gehe es um Motivation und Belohnung, erst als letzte Konsequenz soll der Besuch des Kindergartens nicht gestattet werden bzw. das Kindergeld gekürzt werden. Das funktioniere etwa beim Mutter-Kind-Pass bereits gut.

Impfnachweis

"Aus der Praxis weiß ich, dass Reden oft zu wenig ist, damit stößt man oft an Grenzen", berichtete Schmitzberger. Impfpflicht gebe es beispielsweise auch in Italien und den USA, wo sogar zum Besuch der Universität ein Impfnachweis erbracht werden muss. "Wir leben da noch in einer anderen Zeit", meinte Schmitzberger. Impfskeptiker würden sich durch reine Informationen letztendlich nicht beeindrucken lassen, hier müsse zu anderen Mitteln gegriffen werden.

Das Hauptaugenmerk liege auf den ersten drei Jahren, nicht auf dem letzten - verpflichtenden - Kindergartenjahr. Es bestehe eine ethische Pflicht, das Gemeinwohl im Auge zu haben. Der Grundgedanke sei der Schutzcharakter, betonte Schmitzberger. Es müsse jedenfalls mit Fingerspitzengefühl vorgegangen werden, damit nicht mehr Gegner geschaffen werden. In einem nächsten Schritt werde der Beschluss nun an die Österreichische Ärztekammer weitergeleitet.

 

Kommentare (5)

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leopoldruecker
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Impfen Ja aber keine Pflicht

Sg. Damen und Herren,
hören Sie doch auf mit der Impfpflicht! Wir hatten das vor gut 12 Jahren und das hat nicht gehalten vor Gericht.
Zudem gibt es immer wieder Menschen, die auf die Grundsubstanz des Impfstoffes allergisch reagieren.
Impfskeptiker werden von Ärzten zumeist beschimpft was nicht hilfreich ist für eine Meinungsbildung.
Respektvoller Umgang mit Arzt und Patient wäre hier mehr hilfreich.
Haben Sie 6 Krankheiten gleichzeitig gehabt?
Impfen ja aber nicht mit Pflicht, wir sind hoffentlich noch länger ein freies Land wo die Eigenverantwortung zählt.

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joker1234
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Die Eigenverantwortung hört

aber da auf, wo man andere gefährdet.
Rechtlich ist eine Impfpflicht grundsätzlich nicht unmöglich - und die Variante mit der Koppelung von Leistungen an den Impfnachweis ist keine Pflicht, somit juristisch total unbedenklich...

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masterplan2k12
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Und wenn

das alles auch nix bringt, gehören solchen "Eltern" die Kinder abgenommen.

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adidasler
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es fliesst anscheinend noch nicht genug geld der kleinen bürger...

...in die ärzteschar und pharmaindustrie!?
1. "Gratisimpfung" ist Irreführung, da es aus Steuermittel/Sozialversicherungsbeiträgen bezahlt werden muss - man wird foch nicht glauben, dass ein großzügiger privatier die kosten übernimmt
2. eine kopplung des kindergeldes an die impfung ist diskriminierend
3. "Informationen" sind für skeptiker gsd zu wenig, denn es würde "fakten" benötigen, welche leider nicht belegbar sind
...also was ist das eigentliche ziel? sich die taschen vollstopfen.

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joker1234
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Herr Adi,

was glaubst du, wie viel die "Kleinen Bürger" so im Schnitt für GRATISIMPFUNGEN zahlen? (Schau mal, wer den Großteil der Steuern abliefert...)

Fakten gibt es genug, man will sie nur nicht glauben! Da ist meiner MEinung nach das Problem begraben...

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