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Zwei Freisprüche Hund erschossen nachdem er auf Spaziergänger losging

Ein 41-Jähriger ließ seinen Hund von seinem Freund, einem Landwirt und Jäger, erschießen, weil der Sennenhund einen Spaziergänger in den Finger gebissen hatte.

Sujetbild © APA/BARBARA GINDL
 

Zwei befreundete Pongauer im Alter von 41 und 49 Jahren sind am Dienstag bei einem Prozess am Landesgericht Salzburg vom Vorwurf der Tierquälerei nicht rechtskräftig freigesprochen worden. Der jüngere der beiden, ein Fleischhauer, ließ seinen Hund von seinem Freund, einem Landwirt und Jäger, erschießen, weil der Sennenhund einen Spaziergänger in den Finger gebissen hatte.

Er habe das Risiko nicht eingehen wollen, dass der Hund auch seine drei minderjährigen Kinder beißt, sagte der Fleischhauer zu Strafrichter Günther Nocker. Zu dem Vorfall ist es im November im Bezirk St. Johann im Pongau gekommen. Seine Mutter sei mit dem Hund über ein Nachbargrundstück gegangen, schilderte der 41-Jährige. Das Tier sei davongelaufen, durch einen Zaun geschlüpft und habe einen Spaziergänger auf einem öffentlichen Weg angegriffen und gebissen.

Nicht eingeschläfert

Warum habe er seinen Vierbeiner erschießen und nicht in ein Tierheim bringen oder einschläfern lassen, fragte der Richter. Er sei Fleischhauer und habe an diese Möglichkeit nicht gedacht, sagte der Angeklagte. "Gern tut man so etwas nicht", meinte er zu dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft, er habe den Hund mutwillig erschießen lassen. Im Strafantrag hieß es, der Hundehalter habe sich aus nichtigem Grund des bisher unauffälligen Tieres entledigen wollen, das dann heimlich entsorgt worden sei.

Für den mitangeklagten Jäger war das Erschießen des Hundes mit einem Gewehr "ein Freundschaftsdienst", wie der 49-Jährige erklärte. "Wir haben ihn ordnungsgemäß getötet, ohne Schmerzen. Es war ein Kopfschuss, er war sofort tot." Ob er denn nicht an eine andere Möglichkeit gedacht habe, wollte der Richter von ihm wissen. "Einschläfern ist das gleiche Ergebnis", antwortete der Beschuldigte.

Der Richter konnte keine Boshaftigkeit oder Lust am Töten des Hundes feststellen. Das Tier habe keine unnötigen Leiden erlitten. Der Hundebesitzer habe die Sorge gehabt, dass der Hund erneut jemanden angreifen könnte, womöglich auch seine Kinder, begründete Nocker den Freispruch. Es habe sich um keine mutwillige Tötung eines Wirbeltieres nach Paragraf 222 StGB, Absatz 3, gehandelt. Der Freispruch ist nicht rechtskräftig. Der Staatsanwalt gab keine Erklärung dazu ab.

 

Kommentare (11)

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Estarte
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HUND ERSCHOSSEN OHNE FOLGEN

Ein Richter und zwei "Angeklagte", die nicht denken können !!!

EIN GESUNDER HUND DARF NICHT GETÖTET WERDEN
ER MUSS LEDIGLICH ANGELEINT WERDEN !!!!

Jeder macht was er will, ohne Folgen !
Ein Mann erschlagt sein Pferd, er wusste sich nicht anders zu helfen....
der Nächste erschießt den Hund des Freundes,es ist ja egal, ob einschläfern oder erschießen....
die andere wiederum lässt den Hund an der Piste frei laufen, der ein Reh reißt, alle schauen zu,-es hätte auch ein Kind sein können....
Mehr als 300 Rehe wurden im Vorjahr von Hunden getötet weil Menschen zu blöd sind ihren Hund einfach anzuleinen bzw. richtig zu halten......

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duerni
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Diese meine "Anklage" haben aktuell 16 Leser mit...

… dem Daumen nach unten, also als falsch beurteilt. Das ist mir persönlich egal - aber - in was für einer Welt leben wir?
Ein Tier Sterben zu sehen -ist das vielleicht auch noch "COOOOL"?????????
Mein "anrüchiger Text:
"Was ich aber ebenfalls nicht toleriere: Die Verletzung eines Rehes durch einen Hund auf der Turach mit Fotos und sogar einem Video in die Öffentlichkeit zu bringen. Dass der Hund seinem Jagdtrieb folgen konnte, ist Schuld dieser Touristin - aber Tierquälerei auch noch bildlich dargestellt im Fernsehen und dem "Netz" ansehen zu können, zeigt die Verrohrung unserer Gesellschaft.
Ich verurteile dieses Verhalten auf das Schärfste."
..... und das werde ich auch weiterhin!

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Landbomeranze
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Schon sonderbar, das ist die Realität.

Ist ja sonderbar, dass die Universum Folgen zu den großen Raubtieren so gerne gesehen werden und das Video eines Hundes, dem das Fell von einem Rehriss blutig eingefärbt ist, soll der Öffentlichkeit vorenthalten werden? Bei Universum ist die Wirklichkeit geschönt bzw. das Blut wegretouchiert. Das in Umlauf gebrachte Video zeigt, wie es wirklich ist. Dasselbe Spiel wird bei weiterer Vermehrung von Wölfen in Österreich übrigens in tausenden Fällen geschehen. Sehen werden das allerdings nur die Tierbesitzer, denn diese müssen die Reste, die die Wölfe überlassen, aufsammeln oder die angefressenen Tiere töten. Insoferne ist es gut, dass es Whatsapp und You Tube gibt, denn dort darf auch noch die Wirklichkeit gezeigt werden, welche von vielen Medien verschwiegen wird.

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lieschenmueller
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@duerni

Was erwarten Sie von einer Gesellschaft, die sogar bei Autounfällen, wo Menschen zu Schaden kommen, gaffen und fotografieren? Ich konnte bei dem Foto kaum hinsehen, aber vielleicht vergegenwärtigt es Hundebesitzern auch, was ein Hund, der ein Reh in diesen Zustand bringen kann, anrichtet.

Beim Artikel fehlt mir sowieso der Großteil. Nämlich, wie lief das mit dem Gebissenen ab? Wo liegt das alles auf? Erzählen kann man viel. Ein Tierarzt hätte den Hund ohnehin nicht eingeschläfert. Zumindest nicht sofort. Weil er es gar nicht darf. Und dass der Besitzer nicht ans Einschläfern gedacht hat, sondern nur an den Jäger..... Klar, eine Kugel ist billiger :-( Dann hätte ich noch gerne gelesen, WER hat das angezeigt, also wusste darüber und warum. Die Zwei selber bestimmt nicht.

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Windstille
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Fleischhauer oder nicht ...

Ich gehe hier nicht auf den Grund ein, warum dieser Hund sterben musste - es ist für mich unverständlich. Dieser Hund wurde einfach "entsorgt" ...

Was die Tötung durch einen Schuss generell anbelangt: Das ist für das Tier die bessere und schnellere Lösung - das Einschläfern dauert mit Narkose etc. um einiges länger und das Tier bekommt viel mehr mit.

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lieschenmueller
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@Windstille

Ich musste leider schon öfter ein Tier im hohen Alter und wegen Krankheit einschläfern lassen. Für mich selbst wünsche ich auch, ich könnte so friedlich und schmerzlos gehen.

Was mich wundert, wie das mit dem Spaziergeher abgelaufen ist. Hat dieser einen Arzt aufgesucht, sich vergewissert, dass der Hund geimpft gegen Tollwut ist? (kommt meines Wissens in Österreich nicht vor mehr als Krankheit - 100 Prozent ist aber nichts, dennoch ist es das Prozedere nach einem Biss, wenn der Hund nicht geimpft ist = 2 x Besuch beim Tierarzt und vor dem Ergebnis darf ein Hund nicht eingeschläfert werden). Wird ein Arzt aufgesucht - würde ich bei einem Biss immer machen - schon aufgrund Tetanusimpfung, ist dieser verpflichtet, das Vorkommnis anzuzeigen. Wollte man sich dem Tier vorher entledigen und das geht so durch?

Wo ich als Kind wohnte, wurden Katzen in eine Waschküche gesperrt, der Jäger geholt, und der "vollendete sein Werk". Mir kommt noch heute das große Kotzen und sehe mich und meine Freundin wo sitzen und uns die Ohren zuhalten. Mit ewig schlechtem Gewissen, das nicht irgendwie verhindert zu haben. Aber ich war 6 Jahre alt.

Die Katzenbesitzer haben sich wieder ein Jungtier geholt bzw. aus dem Wurf behalten, die Katzenmutter - siehe oben - und die restlichen Welpen in einen Sack und ins Wasser. Andere Zeiten, andere Einstellungen damals, aber nicht weniger verwerflich. Und ein befreundeter Jäger wird im Jahr 2018 auch noch geholt und "hilft". Ohne Konsequenzen.

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minerva
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Fleischhauer bittet Jäger um einen Freundschaftsdienst...

leider kann ich hier nicht schreiben was ich über die beiden ... denke!!!

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lieschenmueller
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..... kann hier nicht schreiben ...

Nicht nötig. Ich bin absolut keine Esoterik-Tante - dennoch "Karma"! - irgendwann kriegt man die Rechnung. Auch wenn man sie beim Tierarzt eingespart hat.

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undhetz
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Warum darf man einen Hund nicht erschießen?

Nutztiere und Wild schon ... Kälber, Hasen, Lämmer, Kücken schreddern ... etc. - was sind Hunde so besonders, hm?

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Estarte
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HUNDE WERDEN SOGAR GEGESSEN !

MAN DARF MIT HUNDEN ALLES MACHEN-SIEHE SÜDKOREA !

Südkorea:Tierschützer retten 200 Hunde vor dem Kochtopf
Die Tierschützer bringen die Farmbetreiber dazu, das Geschäft aufzugeben, indem sie sie bei einer neuen Existenzgründung unterstützen............
TIERSCHUTZORGANISATION : (Falls wer helfen möchte ???)
Kelly O'Meara von der Organisation Humane Society International (HSI)

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duerni
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Dass ein Fleischhauer an das "Einschläfern" seines Hundes...

... "nicht gedacht" hat, kann man glauben oder nicht. Für bissige Hunde, die eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen, gibt es auch den Beißkorb. Der "Tierfreund" wollte offensichtlich seinen "vierbeinigen Freund" los werden - und dass ist verwerflich.
Was ich aber ebenfalls nicht toleriere: Die Verletzung eines Rehes durch einen Hund auf der Turach mit Fotos und sogar einem Video in die Öffentlichkeit zu bringen. Dass der Hund seinem Jagdtrieb folgen konnte, ist Schuld dieser Touristin - aber Tierqälerei auch noch bildlich dargestellt im Fernsehen und dem "Netz" ansehen zu können, zeigt die Verrohrung unserer Gesellschaft.
Ich verurteile dieses Verhalten auf das Schärfste.

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