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DatenschutzLehrer dürfen Noten nicht mehr laut vorlesen

Einige Direktoren sollen Lehrer bereits gebrieft haben, mit den Kindern in einen eigenen Raum zu gehen.

THEMENBILD-PAKET: LEHRER / LEHRERDIENSTRECHT
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Offenbar erreicht die Debatte um die neue Datenschutz-Grundverordnung nun auch Schulen. Wie "Heute" berichtet, haben die Direktoren mehrerer Schulen die Lehrer dazu angehalten, Noten nicht mehr vor der ganzen Klasse zu verteilen.

Denn würde sich das Lehrpersonal genau an das Gesetz halten, wäre eine Notenvergabe nur unter vier Augen erlaubt. Zudem müssten Schularbeiten in einem Raum oder Safe sicher verschlossen werden. Und auch Whatsapp-Gruppen zwischen Lehrern und ihrer Klassen wären demnach verboten.

Datenschutz-Grundverordnung nun auch Schulen

Die neue Verordnung ist jedoch nicht Schuld an diesen Regeln, Noten von Schularbeiten und Tests dürften eigentlich bereits jetzt nur mit Zustimmung der Schüler laut verlesen werden. Und auch das sichere Aufbewahren von Schularbeiten ist bereits jetzt erwünscht.

Kommentare (50)

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Amadeus005
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Arztpraxis nur mit Sackerl

In der Arztpraxis darf man nur noch mit einem nicht transparenten Papiersack überm Kopf.
Die DSGVO macht nun das Vermummungsverbot hinfällig. Ach nein, es fördert die Vermummungspflicht.

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paulrandig
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Ich glaube, Lehrende können sich ganz gut rausreden:

Wer von den Schülern Whatsapp, Facebook oder andere Datenschleudern verwendet, macht damit glaubwürdig deutlich, sich um die Wahrung seiner/ihrer persönlichen Daten explizit nicht zu kümmern.
Somit kann die Zustimmung zur Weitergabe (Verwendung im Unterricht) seiner/ihrer Daten als zuverlässig gegeben angenommen werden.

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paulrandig
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Wie ist das eigentlich?

Darf man dann überhaupt noch Geburts- und Sterbedaten wichtiger Personen prüfen? Ist Datenschutz rückwirkend vererbbar?
Dürfen Lehrende, die biometrische Daten (Gesichter) von Schülern im Kopf abspeichern, diese Daten weitergeben und mit anderen verknüpfen (Name), indem sie Schüler mit Namen ansprechen und diese Datenverknüpfung somit öffentlich machen (die Größe der Klasse impliziert Öffentlichkeit)?

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lucie24
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Alle Prüfungen unter 4 Augen

Dann müssten aber auch alle Prüfungen unter 4 Augen stattfinden. Weil wenn jemand gar nichts gelernt hat, wissen die anderen auch so, dass es ein 5er ist. Zudem sollte die Prüfungen nur der Lehrer der Nachbarklasse abhalten, weil die eigene Lehrkraft ja befangen ist. Auch eine Videoüberwachung wäre empfehlenswert. Und der Rest der Klasse muss natürlich von einer weiteren Lehrperson beaufsichtigt werden.

Ganz einfach.

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berggeher
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meinen Sie das ernst?

Diese Vorgehensweise nicht praktikabel, bitte sprechen Sie mit "gstandenen" Lehrern, bevor Sie solch undurchdachten Vorschläge machen!

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hbratschi
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lieber berggeher,...

...meinst DU das ernst? wenn ja, dann ist an dir der krug des subtilen humors eindeutig vorbeigegangen...

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erstdenkendannsprechen
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wie wärs mit schriftlichen prüfungen?

sowieso das mittel der wahl, da immer belegbar.

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stadtkater
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Genau

und ohne Anwalt sagen meine Kinder kein Wort mehr bei Prüfungen:-)!

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lieschenmueller
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@stadtkater

Sie lachen, aber das boomt. Bei Maischberger im TV angesprochen. Schularbeiten werden nur mehr als Kopie zurückgegeben, weil daheim von Eltern! radiert und manipuliert wird, wenn sie zur Unterschrift vorgelegt werden. Bezog sich auf Deutschland.

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berggeher
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das soll...

einmal ein Vater oder oder eine Mutter beim mir probieren! Dann hätt i mit dem oder der a Gaudi! :-)

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Ifrogmi
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naja, ...

... die durch ihre inklusion in der gesamtgruppe permanent schlecht abschneidenden schüler sollen ja nicht erkennen, dass sie fauler oder schwächer begabt sind.
und die guten sollen nicht mehr den genuss des am-stockerl-stehens haben. so demotiviert und nivelliert man nach unten.
genau genommen dürften lehrer mit schülern nur mehr im einzelunterricht arbeiten: die anderen kriegen ja mit, wenn einer nichts kann oder dumm ist.
ob man das im sport auch einführt? jeder darf in der nationalmannschaft laufen und trainieren und die ergebnisse dürfen den läufern nur mehr unter 4 augen mitgeteilt werden.

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lieschenmueller
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Nein, im Sport soll es nur mehr unentschieden

geben, damit alle glücklich sind und niemand enttäuscht.

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henslgretl
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Bewertung generell abschaffen

Von Kindesbeinen an werden wir nach einem starren Schema bewertet. Was das mit einer Kinderseele machen kann, ist eigentlich fahrlässig. Ständiges Konkurrenzdenken, sich immer mit anderen im Unterbewusstsein messen zu müssen macht nicht frei und glücklich im Kopf und produziert unglückliche Menschen.
Der wahre Sinn der Schule (Freude am Erfahren und Entdecken) wird somit konterkariert!!

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lieschenmueller
2
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Das hört aber nie auf im Leben

Selbst nach einem abgeschlossenem Studium, wo man zu einer Prozentzahl wie hoch sie auch sein mag gehört, die das überhaupt tut, es geht weiter. Mit welchen Noten, in welcher Zeit. Dann im Beruf, wenn man der Auserwählte ist, der den Job bekam, der Vergleich mit den Kollegen. Selbst im Freizeitverhalten. Ich finde es immer tragisch-komisch, wenn z.B. bei den unzähligen Kochsendungen der Juror gottähnlich die einzelnen Kärtchen für das Weiterkommen legt nach dem Kosten. Die Kandidaten stehen mit roten Ohren vor der Kamera und einem Gesichtsausdruck, als hinge ihr Leben davon ab. Dem stellt man sich aber freiwillig.

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henslgretl
1
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Stimmt absolut!

so ist es. Was aber war zuerst? Henne oder Ei?

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KarlZoech
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Ich frage mich, ob es noch vertrottelter geht?

Man kann alles übertreiben, auch den Datenschutz.

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mapem
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Die Schulgemeindeverbände sind jetzt gefordert!

Es sind unverzüglich in den Schulen zusätzliche Anbauten (am besten subterran) zu errichten, die den internationalen Abhörsicherheitsnormen entsprechen und natürlich auch nicht visuell einsichtig sein dürfen, um etwaigen Schülern, die des Lippenlesens kundig sind, hier keine Möglichkeit der Notenspionage zu bieten.

Juristisch stellt sich auch die Frage, ob man die Noten überhaupt Schülern mitteilen darf, solange sie altersbedingt nicht rechtsfähig sind. Als Alternative würde ich vorschlagen, den Gegenstand „NR-Std.“ (Noten-Rückgabe-Stunde) teilnahmeverpflichtend für zumindest einen Elternteil, fix im Wochenstundenplan einzutragen, wo ihnen allfällige Noten ihrer Sprösslinge in einem versiegeltem und notariell beglaubigtem Panzer-Kuvert ausgehändigt werden – sofern sie die telemetrische Identifikationskontrolle passieren konnten.

Zudem erstelle ich jetzt anlassbezogen eine Klage gegen das Unterrichtsministerium an den VGH, welches durch die Bekanntgabe der Mathe-Matura-Ergebnisse sogar in erweitertem Rahmen besonders schwer rechtsbrüchig handelte, da ja - durch die indifferente und nicht schülerzugeordnete Bekanntgabe der negativen Beurteilungen - alle Maturanten in Misskredit bringt, da sich ja jede/r in diesen 18% befinden könnte - und so auch allen ökonomischer und psychischer Schaden in der Folge daraus erwachsen könnte.

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Caramel
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Unter 4 Augen

geht ja auch nicht, ein Lehrer darf mit einer Schülerin ja nicht alleine im Raum sein!
-- Es wird immer vertrottelter.....

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berggeher
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leider bedeutet das in der Praxis einen Nachteil für meine Schülerinnen und Schüler.

Abgesehen vom Frühwarnsystem werde ich auf Notenauskünfte meist verzichten müssen, weil ich schlichtweg nicht die Zeit habe, Jedem und Jeder immerfort Auskunft zu geben.
Abgesehen davon freue ich mich schon auf das Vorweisen der Ausweise am Elternsprechtag! :-)

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earlofcarinthia
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Soviel Blödsinn was da produziert wird

Langsam versteh ich die Engländer.

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KarlZoech
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@ earlof....: An allen diesen Regelungen sind ja alle EU-Mitgliedsstaaten beteiligt,

sie müssten nur rechtzeitig gegen überzogene Regelungen Stellung nehmen.
"Die EU" kann nicht dümmere Regelungen machen, als deren Mitglieder erlauben.
Die Mitgliedsstaaten sollen sich also selber bei der Nase nehmen!

PS. Und über "die Engländer" reden wir dann weiter, wenn wir sehen, wie glorreich es ihnen nach dem Austritt aus der Europäischen Union geht.

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erstdenkendannsprechen
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das sollte ohnehin der normalfall sein

und wird eigentlich von vielen lehrern so gemacht - zumindest bei meinen kindern.
ist der grund von vielen postern, warum sie das so negativ sehen der, dass sie angst haben, dann nicht mehr die noten der mitschüler zu wissen?

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lieschenmueller
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Zugegeben, ich bin schon so lange weg vom Fenster bez. Schule (auch der Nachwuchs)

aber wir haben im Grunde alles voneinander gewusst in der Klasse und im jetzt verordneten Fall hätten wir einfach gefragt, was hast du. Und keiner hätte Skrupel gehabt, zu antworten. Wohin führt das? Prüfungen in einem gesonderten Raum, man könnte bei einer "dummen" Antwort ausgelacht werden? Ich bin, besonders bei Volkschulkindern, für ein noch schonendes Miteinander in diesem zarten Alter. Selbst dort finde ich es sowas übertrieben.

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erstdenkendannsprechen
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wenn die schüler das den anderen mitteilen,

ist es deren sache. aber es ist wirklich kein großes problem - und die lehrer meiner kinder machen es wie gesagt so - dass die noten das kind erfährt, das es betrifft.
ich chef hängt ihre beurteilung doch auch nich ans schwazre brett.

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berggeher
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vollkommen richtig, lieschen!

der Klassenraum sollte ein Klima des Vertrauens enthalten. Es sollen da ja auch Gemeinschaften fürs Leben entstehen (bei mir war es genau so!).

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lieschenmueller
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@berggeher - Gemeinschaft

Ich würde nicht sagen für das Leben, aber eine Verbundenheit, die schon. Wir hatten voriges Jahr Klassentreffen, Beginn um 18.00 Uhr und plötzlich wird man freundlich auf die Sperrstunde aufmerksam gemacht, die Stunden verflogen nur so. Viel Lachen über das gemeinsam Erlebte, auch wenig Scheu über die negativen Dinge im Schicksal jedes Einzelnen zu berichten. Unglaublich einig waren wir uns, froh zu sein, nicht mehr jung zu sein. Schätzen zu wissen, dass wir eine relativ gute Zeit erwischt haben. Kindheit in den 60er und 70er-Jahren, Berufsleben ab den 80ern. Wir zumindest fanden es einfacher, leistbarer. Keineswegs Heilige gewesen untereinander, aber Mobbing, nein. Ich zumindest habe das Gefühl, momentan verlieren alle. Schüler, Lehrer, Eltern.

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