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Weitere Fälle befürchtet

Nach Weltjugendtag: 19-Jährige starb in Wien an Meningitis

Eine 19-jährige Römerin, die am Weltjugendtag in Krakau teilgenommen hatte, erlag am Montag in einem Wiener Spital einer Meningitisinfektion. Das Spital rät jedem, der mit der Frau in Kontakt war, zu einer präventiven Untersuchung.

Sujetbild © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Die verstorbene 19-Jährige - die Tote ist nicht wie zunächst berichtet 24 Jahre alt - gehörte laut italienischen Presseberichten einer 20-köpfigen Pilgergruppe aus einer Pfarre im südlichen Rom an, die sich auf dem Rückweg von dem katholischen Jugendtreffen in Polen befand.

Prophylaktische Maßnahmen ergriffen

Wie die italienische Bischofskonferenz CEI berichtete, wurden für die Mitglieder der Gruppe, die mit der Verstorbenen in Krakau unterwegs waren, prophylaktische Maßnahmen ergriffen. Die Schwester der jungen Römerin, die auch in Krakau war, sei wohlauf. Die Eltern der Verstorbenen reisten nach Wien und erhielten dort Unterstützung vom italienischen Konsulat.

Wiener Krankenhaus rät zu Untersuchungen

Die in einem Wiener Krankenhaus (das italienische Konsulat gab auf APA-Anfrage nicht bekannt, um welches es sich handelt) an Meningitis verstorbene Frau hatte in der "Casa Italia", dem Hauptquartier der italienischen Jugendlichen in Krakau, übernachtet. Das Wiener Krankenhaus rief Personen, die dort ebenfalls ihre Unterkunft hatten, dazu auf, sich untersuchen zu lassen.

Grundsätzlich sollten Teilnehmer des Weltjugendtages, die an Symptomen wie hohem Fieber, Hals- und Kopfschmerzen, sowie Sehproblemen leiden, sofort ein Krankenhaus aufsuchen, riet die italienische Bischofskonferenz.

Meningitis

Meningitis ist eine anzeigepflichtige Erkrankung und laut Medizinern die Entzündung der Haut des Gehirns und des Rückenmarks.
Intensive Formen dieser Entzündung greifen fast immer das Herz sowie die Nerven des Gehirns und des Rückenmarks an.


Symptome:
Die übertragbare Erkrankung äußert sich durch Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Berührungsüberempfindlichkeit, Fieber, Erbrechen und Schwindel.

Man unterscheidet je nach Erreger mehrere Typen der Erkrankung, die sowohl akut wie chronisch verlaufen kann:
Die eitrige oder bakterielle Meningitis entsteht bei allgemeinen Infektionen oder Eiterherden. Verschiedene Bakterien wie Influenzabazillen, Pneumo-, Strepto- und Staphylokokken verursachen dabei starke Entzündungen.
Die Krankheit kann aber auch durch zahlreiche andere Erreger, darunter Viren, entfacht werden (lymphozytäre oder aseptische Meningitis).

Bei der Übertragung von Meningokokken entstehen gewöhnlich zwei Krankheitsbilder, die einzeln oder gemeinsam auftreten können: Hirnhautentzündung (Meningokokkenmeningitis) oder Blutvergiftung (Meningokokkensepsis), wobei letztere Form die gefährlichere ist. Gewöhnlich werden Meningokokken durch Tröpfcheninfektion übertragen, wobei ein sehr enger Kontakt notwendig ist.

Bei Nichtbehandlung: Todesrate rund 50 Prozent

Unbehandelt fällt etwa die Hälfte der infizierten Personen der Meningitis zum Opfer. Als Therapie verwendet man Sulfonamide und Penicillin. Zur Vorbeugung werden gefährdete Personen isoliert. Desinfektion und besondere Hygiene gelten als wesentliche prophylaktische Maßnahmen.

Sorge in Italien wächst

Eine Italienerin, die gemeinsam mit der Frau am 31. Weltjugendtag in Krakau teilgenommen hatte, fühlte sich bei der Heimreise am Montagabend unwohl und wurde in ein Krankenhaus in Udine gebracht. Sie wurde einer präventiven Untersuchung unterzogen, es wurden jedoch keine Krankheitssymptome festgestellt.

480 junge italienische Pilger auf der Heimreise von Krakau meldeten sich in Krankenhäusern in der Region Venetien, um sich kontrollieren zu lassen. Dabei wurde kein Verdachtsfall festgestellt, teilten die Gesundheitsbehörden der Region mit. 

Nicht nur Pilger, sondern auch andere Bürger hätten inzwischen aus Angst vor Meningitis die Krankenhäuser der Region aufgesucht, berichteten die Gesundheitsbehörden. Die Befürchtungen der Italiener wachsen. Erst vergangene Woche war eine junge Mailänderin an Meningitis gestorben.

Kommentare (4)

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chro81
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3
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Wie jetzt?

Krakau, dann Udine und warum in Wien gestorben?
Traurig!

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d1ef77d43808c912da5a32047d667ebd
13
8
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Tragisch

da nimmt man bei einer Veranstaltung mit dem Papst teil und dann stirbt man.
Welcher Gott lässt so etwas zu?

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echterbürger
1
7
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Hubsi!

Ist die abschließende Frage dein Ernst?

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schadstoffarm
0
11
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im Prinzip jeder

auch der der Buddhisten und Bahai ist nicht gnädiger.

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