Er habe auf der einen Seite ein „Ventil für seine Aggression und Aufmerksamkeit gesucht“. Auf der anderen Seite seien aufgrund von „zerrütteten Familienverhältnissen Wut, Unruhe und Traurigkeit“ in ihm gewesen. Deshalb habe er brutal auf drei Obdachlose eingestochen. So erklärte der 17-jährige Bursche es den Ermittlern, schildert Gerhard Winkler, der Leiter des Ermittlungsdienstes des Landeskriminalamts Wien. Am Montag um 15.30 Uhr kam der Jugendliche auf die Polizeiinspektion Leyserstraße in Penzing mit den Worten: „Ich bin der gesuchte Obdachlosen-Mörder.“ Bei den Messerattacken auf schlafende Obdachlose waren diesen Sommer ein 56- und ein 55-Jähriger getötet worden. Einen weiteren Angriff hatte eine 51-Jährige mit Verletzungen überlebt.