DenkzettelGerade auf externe Gutachter darf man sich nicht blind verlassen

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
 

Schon die Problemstellung lässt an krude Forschungsberichte aus dem tiefsten 19. Jahrhundert denken, als man noch dachte, etwa eine Neigung zur Kriminalität an der Schädelform eines Menschen erkennen zu können. Es geht darum, ob Unterschiede im Bereich der Stimme bei verschiedenen „Rassen“ messbar sind. Dennoch hat ein Logopädie-Student an der FH Joanneum für eine Arbeit mehr als nur zweifelhaften Inhalts den Titel eines Bachelors erlangt.

Kommentare (2)
paulrandig
0
0
Lesenswert?

So weh es der modernen Seele tut,...

...aber DENKEN muss man alles dürfen. Beim Sagen und Leben von Gedanken ist durchaus Bedacht zunehmen. UNTERSUCHEN und wissenschaftliches Bearbeiten darf aber auf keinen Fall irgendwelchen Tabus unterworfen sein.
Wissenschaft lebt davon, dass die abenteuerlichsten Konstrukte geschaffen, geprüft, zerpflückt und kreativ variiert werden. Die beweisbaren überleben, die schwachen werden widerlegt.
Wissenschaft soll möglichst neutrale Fakten schaffen, die von Gesellschaften anschließend moralisch und kulturell bewertet werden können. Keinesfalls darf das umgekehrt geschehen. Einzig in die Methodik der Forschung soll Moral einfließen, etwa wenn es um Tierversuche oder Menschenwürde geht. Aber die Themen der Forschung zu zensieren ist einer modernen Gesellschaft nicht würdig. Eine moderne Gesellschaft muss so widerstandsfähig sein, auch gelegentliche seltsame Ideen zu verkraften und darauf zu vertrauen, dass die sich schließlich ohnehin selbst disqualifizieren.

xx99
0
0
Lesenswert?

Ja, aber...

wie bitte kann eine Arbeit mit "Sehr gut" beurteilt werden, wenn sie doch auf "überholtem und wissenschaftlich nicht mehr haltbarem" Ideengut basiert (siehe ursprünglicher Artikel). Das ist schon zu hinterfragen. Teil einer erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeit ist auch, sich bei der Quellenauswahl am aktuellen Stand der Wissenschaft zu orientieren und darauf aufzubauen.