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Notizen eines VatersWenn einer eine Reise tut

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Das Gemeinschaftsweihnachtsgeschenk unserer Kinder an uns Eltern war eine viertägige Reise nach Sizilien. Auch die Betreuung der Haustiere in unserer Abwesenheit war organisiert. Astrid nützte vor Ort ihr Handy, um unzählige Fotos von allgemeinem Interesse (den eindrucksvoll rauchenden Ätna im Abendrot, den Elefantenobelisken auf dem Domplatz, einen kommentierten Kurzfilm über unser Appartement, die prachtvolle Vegetation – Orangenbäume, Kaktusfeigen, Artischockenfelder, Zyklamenbeete, Papyrusstauden –, v. a. aber unzählige Beispiele von Krippen, für die Italiener offenbar eine besondere Leidenschaft haben) in unsere Familiengruppe zu stellen. Das Prunkstück war eine im Altarraum des Domes von Caltagirone aufgestellte alte Vespa, in deren auf dem Rücksitz montiertem Reserverad das Geschehen von Bethlehem mit winzigen Figuren dargestellt war.

Für meine Frau ist ihr Handy so etwas wie eine virtuelle Nabelschnur. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht mit jenen Kindern telefoniert, die gerade (zu) weit weg von zu Hause weilen: mit Dominik in Amerika, Anna in Deutschland, Jakob in Portugal und Sophie in Wien. Nutznießer ist unsere kleine Hündin, weil Astrid ihre Rundrufe vorwiegend beim Äußerln durchführt: Bis sie mit allen durch ist, kann es dauern – da reicht oft eine Stunde nicht aus.

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