SpielfeldGrenze mit Symbolkraft

 

Spaziergänger wundern sich: Da reden alle von Grenzkontrollen und davon, wie wichtig sie sind, und dann marschiert man locker über die Grenze zwischen Slowenien und Österreich, ohne jemals einen Soldaten oder Polizisten zu erspähen? Könnte das nicht wieder Schlepper anlocken? So einfach ist es nicht. Bundesheer und Polizei sind präsent, kontrollieren punktuell. Millionenausgaben für Grenzpersonal wie in der Flüchtlingskrise kann und will sich aber niemand mehr leisten; wäre auch nicht sinnvoll, seitdem die Balkanroute zu ist.

Das einst um 1,7 Millionen Euro errichtete Grenzmanagement ist verwaist, nachdem dort vor zwei Jahren der letzte Flüchtling durchmarschiert ist. Auch der einst umstrittene Maschendrahtzaun vulgo Türl mit Seitenteilen steht noch immer verloren in der Gegend herum.

Selbst wenn im Mai die Sondergenehmigung der EU-Kommission für Grenzkontrollen ausläuft: Einen Abriss der Anlagen an der Grenze zu Slowenien wird kaum jemand fordern wollen. Viele Bürger nicht, weil sie noch den Kontrollverlust von 2015 im Gedächtnis haben. Und die Regierung schon gar nicht, weil ihr dieses Thema maßgeblich zum Wahlerfolg verholfen hat. Spielfeld soll ein Ort mit Symbolkraft bleiben.

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