Von Mensch zu MenschWie konnten Hunderttausende Kinder im Bereich der Kirche über Jahrzehnte missbraucht werden?

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Carina Kerschbaumer
Carina Kerschbaumer © Kleine Zeitung
 

Sie wurden nicht gehört, es wurde ihnen nicht geglaubt, sie verstummten. Sie wurden alleingelassen in ihrer Hilflosigkeit, ihrer Ohnmacht. Wie war es möglich, dass über Jahrzehnte mehr als 300.000 Kinder im Bereich der französischen Kirche misshandelt werden konnten, ohne dass je Gerichte und Kirche diesen tausendfachen Mord an Kinderseelen stoppten? Der gestern veröffentlichte Bericht einer von der Kirche eingesetzten Kommission hat selbst die größten Befürchtungen der Kirche übertroffen. Die Kommission spricht von 330.000 Minderjährigen, die zwischen 1950 und 2000 im kirchlichen Bereich misshandelt, zum Teil vergewaltigt worden sind.

Kommentare (5)
GordonKelz
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WER ZÄHLT NOCH ALLE ANDEREN STAATEN?!

Gordon

stefanmax
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Sapere Aude - caritas est

Frankreich ist sicher nicht das Ende. Gott sieht und hört alles. Wer auf "Jesus Feindes-Liebesgebot" spekuliert verliert im demokratischen Rechtsstaat. Und doch stellt letzteres "Gebot" auch weiterhin fast unermesslich übermenschliche, große seelische innere Kräfte an uns Menschen. Unser Schöpfergott ist tatsächlich die Liebe. Seine uns im Evangelium überlieferten Zusagungen haben einen immerwährenden Charakter. Unser kirchliches "Bodenpersonal" in allen Rängen hat es nicht leicht und wird noch bescheidener werden und die gläubigen Menschen dürfen und müssen sogar noch mutiger sein. "Fürchte dich nicht" steht 365 Male im Evangelium geschrieben. What else!

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Mutiger Artikel in der Kleinen Zeitung

Die Gesellschaft darf diese systematischen Verbrechen nicht tolerieren und vergessen.
Unfassbar welche Grausamkeiten diese Kinder ertragen mussten.
Noch schrecklicher denn diese Kinder wussten dass diese Verbrechen nie gesühnt werden oder diese Untaten ans Tageslicht kommen. Sie mussten ein Leben lang dazu schweigen .
Das Leid kann man nicht mehr gutmachen, aber wenigstens müssen wir dafür sorgen, dass alles aufgedeckt wird, schon allein dafür in der Zukunft diese Taten zu verhindern und möglicherweise gibt es für manche Opfer doch noch ein kleines Gefühl von Gerechtigkeit.
Falls es doch eine göttliche Gerechtigkeit gibt, dann sollten Kindervergewaltiger im tiefsten Kreis(Verrat) in Dantes Hölle leiden.

Patriot
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Göttliche Gerechtigkeit?

Ha, ha, ha! Der war gut!

STEG
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Ohne Gewissen

gibt es auch keine Hölle, damit ist obiger Wunsch obsolet.